13/03/2025
Mich hat ja erst mal der Titel ‚IT menschlich’ angesprochen, der auch meinen Ansatz in und von Projekten widerspiegelt.
Gestern und heute war ich auf Einladung der ECKD GmbH in Kassel bei ITM'25 - der Kongress für Kirche und Wohlfahrt.
Für mich eine sehr gelungene Kombi aus und .
Erneut wurde deutlich: Digitale Transformation und Künstliche Intelligenz sind längst keine Zukunftsvisionen – sie prägen unseren Alltag.
Was heißt das konkret für und ? Auf diese Frage gab es vielfältige Ansätze für Antworten.
Ein paar persönliche Erkenntnisse:
👉 Kirche braucht IT – IT braucht Kirche
Technologie verändert, wie wir arbeiten, kommunizieren und Glauben leben. Doch während Unternehmen längst verstanden haben, dass IT ihr Kerngeschäft beeinflusst, tut sich Kirche oft schwer. Dabei könnte sie hier viel gewinnen: Nähe zu Menschen, Effizienz in der Verwaltung, neue Wege der Seelsorge und einiges mehr. Gleichzeitig hat Kirche eine enorme Verantwortung: Werte in eine digitalisierte Welt einzubringen. Also, aktiv gestalten, statt nur zu reagieren.
👉 Digitale Transformation ist mehr als neue Tools – es geht um Haltung
Ja, ich höre es leider immer noch oft: „Das haben wir schon immer so gemacht.“ Genau diese Denkmuster machen Veränderung so schwer. Es ist nicht die Technik, die scheitert – es ist die Art und Weise, wie wir sie einführen.
Zitat: „Menschen scheuen nicht die Veränderung, sie scheuen sich, verändert zu werden“.
Will sagen: Veränderung macht Menschen Angst, wenn sie das Gefühl haben, sie passiert mit ihnen, nicht für sie. Was es braucht? Klarheit, Kommunikation und den Mut, alte Strukturen zu hinterfragen.
👉 KI – Bedrohung oder Geschenk?
Mehrfach diskutiert wurde, ob KI Jobs ersetzt oder die Kirche verändert. Meine Sicht: KI kann nicht ersetzen, was Kirche ausmacht – Begegnung, Vertrauen, Glaube. Aber sie kann entlasten. Verwaltungsaufgaben automatisieren, Seelsorge unterstützen, kreative Prozesse beflügeln und noch einiges mehr.
Entscheidend ist, dass wir bewusst entscheiden, wie wir einsetzen – statt abzuwarten, bis andere es für uns tun.
👉 Ohne Strategie bleibt KI Spielerei
Viele kirchliche Organisationen experimentieren mit KI – aber oft ohne übergreifendes Konzept. Was fehlt, ist eine langfristige Strategie: Wo hilft KI wirklich? Welche Prozesse sollten zuerst angepasst werden? Wo drückt der Schuh am meisten? Und wie nehmen wir Mitarbeitende mit? Statt vieler Einzelprojekte braucht es durchdachte Ansätze wie z.B. das ‚Hub-and-Spoke-Modell‘, das echte Veränderung in alle Bereiche trägt.
Mein Fazit:
Ein äußerst gelungener Kongress mit absolut relevanten Inhalten, guten Begegnungsmöglichkeiten und meist tollen Speakern.
Ein großes Dankeschön an die ECKD GmbH und alle Mitwirkenden‼️