30/07/2026
Warum ich meine Klient:innen vor der Beratung frage, wie viel sie schlafen und wann sie zu Bett gehen – wenn es um Gewichtsverlust geht?
Weil Ernährungsberatung ohne Schlaf-Check nur die halbe Wahrheit abbildet.
Zwei Dinge, die ich in der Praxis immer wieder sehe: Menschen, die auf dem Papier alles richtig machen – Kaloriendefizit, Proteinzufuhr, Bewegung – und trotzdem nicht vorankommen. Oft liegt ein Teil der Antwort nicht auf dem Teller, sondern im Schlafzimmer.
Eine aktuelle Studie mit über 72.000 Menschen zeigt: Unregelmäßige Schlafzeiten sind mit einem 26% höheren Herz-Kreislauf-Risiko verbunden – und das bleibt teilweise bestehen, selbst wenn die Stundenzahl stimmt. Eine zweite, kontrollierte Studie zeigt: Bei nur 4 statt 9 Stunden Schlaf nehmen Menschen automatisch über 300 kcal mehr am Tag auf – ganz ohne bewusste Entscheidung, einfach über Hunger- und Sättigungshormone.
Deshalb frage ich das zu Beginn. Nicht, weil ich Schlafcoach bin, sondern weil ich sonst Gefahr laufe, an Ernährungsstellschrauben zu drehen, während das eigentliche Problem nachts passiert.
Wichtig: Beides sind Assoziationen bzw. Studienergebnisse – kein Grund zur Panik, aber ein guter Grund, Schlaf nicht als Nebensache zu behandeln.