27/08/2015
Ich bin meine eigene Marke!
Was bringt einen Menschen dazu als Coach für andere tätig zu sein?
Das berühmte Helfersyndrom oder die „sagenhaften“ Honorare? Oder die Erfahrung, es einfach zu können, Menschen zu helfen, sie zu „entwickeln“ – worin sind diese dann eigentlich verwickelt? – oder sie auf dem Weg zu Erkenntnissen zu begleiten?
Wie positioniert sich ein Coach im „Markt“?
Über seine Ausbildung, seine Erfolge/Referenzen, seine Veröffentlichungen, seine „geistigen Väter oder Mütter“ oder seine Honorare?
Welche Gründe haben Menschen einen Coach in Anspruch zu nehmen?
Das offene Ohr, die Zeit für das Zuhören, der Wunsch nach Selbsterklärung ohne verpflichtende Konsequenz? Oder die Sehnsucht nach Verständnis, Anteilnahme, Entwirrung und achtungsvoller „distanzierter“ Nähe?
Vor diesen drei Fragen und ihren möglichen Antworten steht jeder, der sich beruflich auf diese Art des Broterwerbs einlassen will. Und trotzdem fällt es mir schwer, mich in diese Kategorien einordnen zu können. Ganz sicher spielt das „Helfersyndrom“ eine gewisse Rolle, andererseits ist es mein Bestreben, mit den Aufgaben so „neutral“ wie möglich umzugehen, um dem Klienten die Möglichkeit zu lassen, die Schwerpunkte selbst zu erkennen und zu bestimmen.
Eines meiner wichtigsten Werkzeuge für diese Aufgabe ist mir geschenkt worden, ich musste nur noch seinen verantwortungsvollen Gebrauch erlernen. Das ist die Empathie und zwar in einer so tiefgehenden und weitreichenden Form, dass ich einen unmittelbaren Zugang zu meinen Klienten finde, der nicht nur sie, sondern auch mich selbst immer wieder in Erstaunen versetzt. Deshalb kann ich in sehr kurzer Zeit zu den wesentlichen Ansätzen und Aufgaben im Bedarf meines Gegenübers kommen.
Ein weiteres „Werkzeug“ ist die Kenntnis von Sprache und Wortbildern. Sie bietet mir die Möglichkeit, meinen Klienten neue Definitionen und damit hilfreiche Bilder für seine eigenen Situationsbeschreibungen anzubieten, die manchmal wie eine Erlösung oder als Signal für einen neuen Aufbruch wirken können.
Hinzu kommt etwas, das jedem Menschen im Laufe seines Lebens von selbst zuwächst.
Die individuelle Lebenserfahrung, die ich in mehr als fünf Jahrzehnten gesammelt habe, ist eine große Hilfe um selbst ungewöhnlichste Ereignisse annehmen zu können und ihnen einen entsprechend wertfreien Platz einzuräumen.
Es gibt viele Kollegen, die sich Gedanken um Marketingstrategien und Profile machen. Das funktioniert ganz sicher erfolgreich, wenn es entsprechend vergleichbare Kategorien gibt, in die man als Coach hineinpasst, angefangen von der Zuordnung zu einer bestimmten Klientengruppe bis hin zur Definition über bestimmte Methoden oder deren Begründer.
Doch was bleibt einem, wenn man, so wie ich, nicht in solche begriffliche Zuordnungen hineinpasst?
Ich habe mich dafür entschieden, meine eigene Marke – „Private Coaching“ – zu sein, nicht vergleichbar, auch schlecht zu übertragen, eben singulär. Das macht es auch nicht leichter in diesem Markt, ist sogar eher schwierig wegen der mangelnden Vergleichbarkeit, bietet aber dem Kunden eine „echte“ Exklusivität, die es so eben nur bei mir gibt. Dass damit auch sehr hohe Qualität und Kundenzufriedenheit verbunden sind, lässt sich an entsprechenden Referenzen ablesen.
Private Coaching ist kein alltägliches und kein Allerweltsangebot, sondern eine Möglichkeit, sich selbst auf die Spur zu kommen, anstehende persönliche Aufgaben erfolgreich lösen zu können und sich zu einem „emanzipierten“ Menschen zu entwickeln.