05/04/2022
TEAM MEDICI- nur pflegen war gestern!
Es ist 11.42 Uhr als ich von meinem Beratungsgespräch bei Herrn B. aus Wiltingen ins Büro zurückkomme.
Herrn B. wurde vor einem halben Jahr in den Pflegegrad 3 eingestuft und nahm heute sein erstes Beratungsgespräch nach § 37 durch meinen Pflegedienst TEAM MEDICI war.
Die vielen ergänzenden Angebote aus der Pflegeversicherung, wie z.B. Zuschüsse zu baulichen Veränderungen, Anspruch auf Verhinderungspflege für seine ihn betreuende Ehefrau sowie der jederzeit mögliche Wechsel von Geld- auf Sachleistung, interessierten das Ehepaar B. sehr.
Es war ein gutes Gespräch und ich freue mich, dass ich dem Ehepaar so viele wichtige Tipps und Informationen rund um die Pflegeversicherung geben konnte.
Denn genau darin sehe ich, Yvonne Lacour, examinierte Krankenschwester und seit 29 Jahren Inhaberin des ambulanten Pflegedienstes TEAM MEDICI meine Haupttätigkeit.
Während ich gerne Außentermine, wie Beratungs- und Aufnahmegespräche mit Betroffenen und Interessierten wahrnehme -die selbstverständlich kostenlos sind- koordiniert Andrea Elenz, examinierte Altenpflegerin, die komplexen Tätigkeiten im Büro.
Sie plant die Pflegetouren, führt die Teamgespräche und ist neben mir Ansprechpartnerin für alle Angelegenheiten unserer Patienten, den Angehörigen sowie den Pflegekräften.
Seit 1997 ist Andrea Elenz schon bei mir beschäftigt, seit 2000 als meine Stellvertreterin.
Mittlerweile ist es 12.30 Uhr und die meisten Mitarbeiterinnen kommen nach und nach aus den Frühdiensttouren zurück. Bei einer Tasse Kaffee werden wie immer -vor dem wohlverdienten Dienstende- wichtige Informationen über die heute Morgen versorgten Patienten untereinander ausgetauscht, notwendige Arzttelefonate geführt, Rezepte oder Hilfsmittel für unsere Patienten bestellt, bereits organisierte Medikamente für die Patienten, die noch mal im Spätdienst versorgt werden, bereitgestellt u.a.m.
Noch während des Übergabegespräches nimmt Frau Elenz ein Telefonat an, wo die Tochter eines 81-jährigen Mannes ganz aufgelöst fragt, ob wir noch kurzfristig die Pflege ihres Vaters ab morgen Abend übernehmen können. Sie sei völlig überfordert und wüsste gar nicht, wo sie auf die Schnelle noch ein Pflegebett und Windeln herbekommen soll.
Frau Elenz beruhigt die Tochter und vereinbart noch für heute ein Aufnahmegespräch, indem ich mit ihr den genauen Umfang, die Uhrzeit und die Kosten der Pflegeeinsätze bei ihrem Vater besprechen werde.
Bevor ich mich auf den Weg zum Aufnahmegespräch nach Temmels mache, erkundige ich mich noch schnell vorsorglich bei dem mit uns kooperierenden Sanitätshaus KoMed, ob sie heute oder spätestens morgen ein Pflegebett und Inkontinenzprodukte liefern können. Wie erwartet ist das kein Problem und so mache ich mich also auf den Weg zu unserem neuen Patienten.
Auf der ca. 10-minütigen Fahrt erreichen mich noch einige Anrufe auf meinem Diensthandy, welches Rund-um-die-Uhr eingeschaltet ist. Der Hausarzt eines Patienten, hat die Insulineinheiten ab heute Abend verändert und Frau S. kam notfallmäßig ins Krankenhaus.
Gute 1,5 Stunden später ist das Aufnahmegespräch bei meinem neuen Patienten in Temmels beendet. Die Tochter sieht der Entlassung ihres Vaters nun entspannter entgegen und für mich endet ein ganz normaler Arbeitstag im Dienst unserer Patienten.