Perseo GmbH

Perseo GmbH Testen Sie das Potenzial Ihrer Bewerber und Mitarbeiter und profitieren Sie von aussagekräftigen und schnellen Ergebnissen.

Perseo berät und begleitet Sie in allen Fragen der Personalauswahl. Wir unterstützen Sie bei der Ermittlung der Stellenanforderungen und führen zeitgemäße und faire Testverfahren durch. Die Bewerber/innen können unsere Leistungs-, Kompetenz- und Persönlichkeitstests nicht nur online, sondern auch unter Aufsicht per Tablet bearbeiten. Dies verbessert die Candidate-Experience, beschleunigt den Auswahlprozess und hilft, die richtigen Auswahlentscheidungen zu treffen.

Wie ein einziges Merkmal unser Urteil über einen Bewerber verzerrt. Oft, ohne dass wir es merken.Ein sympathisches Auftr...
02/09/2026

Wie ein einziges Merkmal unser Urteil über einen Bewerber verzerrt. Oft, ohne dass wir es merken.

Ein sympathisches Auftreten, ein fester Händedruck, ein gepflegtes Äußeres. Manchmal reicht ein einzelnes Merkmal aus, um unseren gesamten Eindruck von einer Person zu beeinflussen, und das oft, ohne dass wir es überhaupt bemerken.

Dieses Phänomen ist als Halo-Effekt bekannt: Ein einzelnes Merkmal strahlt aus und beeinflusst, wie wir völlig andere, davon unabhängige Eigenschaften einer Person bewerten. Jemand mit einem bestimmten positiven Merkmal wirkt in unseren Augen automatisch auch kompetenter, motivierter oder teamfähiger, obwohl es keine Verbindung zwischen den Eigenschaften gibt.

Der “Horn-Effekt” ist das Gegenstück dazu und funktioniert genau andersherum. Ein einzelnes negatives Merkmal, etwa ein Ausrutscher im Gespräch, reicht aus, um einen eigentlich starken Kandidaten in unserer Wahrnehmung schlechter abschneiden zu lassen, oft auch in Bereichen, die mit diesem Merkmal überhaupt nichts zu tun haben.

Warum das im Recruiting so problematisch ist:

Auswahlprozesse leben davon, dass wir Menschen möglichst objektiv anhand ihrer tatsächlichen Eignung beurteilen. Genau das wird durch Halo- und Horn-Effekt untergraben. Typische Auslöser sind Auftreten, äußere Erscheinung, Sprache oder Dialekt, alles Merkmale, die wenig bis nichts über die fachliche Eignung für eine Stelle aussagen. Trotzdem beeinflussen sie unbewusst, wie wir Kompetenzen einschätzen, und das kann die Qualität einer Einstellungsentscheidung spürbar verschlechtern.

Reines Bewusstsein für diesen Effekt reicht laut aktueller Forschung nicht aus, um ihn zuverlässig abzuschwächen. Wer sich vornimmt, "einfach objektiver" zu urteilen, wird dem Effekt trotzdem zum Opfer fallen. Wirksamer sind stattdessen strukturelle Maßnahmen, die dem einzelnen Merkmal von vornherein die Chance nehmen, das Gesamturteil zu übernehmen.

5 Wege, den Halo- und Horn-Effekt zu verringern

Blindverfahren ohne Foto: Optik ist einer der häufigsten Auslöser für Halo- und Horn-Effekt. Wer Fotos aus dem Auswahlprozess entfernt, nimmt dem Effekt eine seiner größten Angriffsflächen.

Strukturierte Interviews: Vorab festgelegte Fragen und Bewertungskriterien sorgen dafür, dass alle Kandidaten auf derselben Grundlage beurteilt werden, statt nach Bauchgefühl.

Kompetenzen einzeln bewerten: Statt ein Gesamturteil zu fällen, sollten einzelne Fähigkeiten getrennt voneinander eingeschätzt werden, damit ein einzelner Eindruck in einem Bereich weniger auf andere abfärbt.

Mehrere unabhängige Beurteiler: Wenn mehrere Personen unabhängig voneinander urteilen, gleichen sich einzelne Verzerrungen eher aus.

Leistungstests einsetzen: Sie liefern objektive, vergleichbare Daten und ergänzen den persönlichen Eindruck um eine belastbare Grundlage.

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass ein einzelner Eindruck Ihr Urteil über einen Bewerber zu stark geprägt hat?

Gute Leistung, schlechtes Wohlbefinden: Forscher fordern Well-Being als gleichwertiges Kriterium in der Personalauswahl....
26/08/2026

Gute Leistung, schlechtes Wohlbefinden: Forscher fordern Well-Being als gleichwertiges Kriterium in der Personalauswahl.

Die Forschung zeigt: Wer in der Personalauswahl ausschließlich auf Leistung optimiert, trifft keine Aussage darüber, wie es den ausgewählten Menschen in dieser Rolle langfristig ergehen wird.

König et al. (2026) fordern daher einen Paradigmenwechsel: Well-Being gehört als gleichwertiges Kriterium in die Personalauswahl. Das sei nicht nur ethisch richtig und rechtlich notwendig, sondern auch wirtschaftlich.

Fünf konkrete Ansätze, wie das aussehen kann:

Persönlichkeitsmerkmale einbeziehen, die langfristig zu Wohlbefinden beitragen – stellenspezifisch, nicht pauschal

Person-Environment-Fit systematisch erfassen – und nicht nach Bewerbern suchen, die einfach wenig viel mitmachen

Simulationsbasierte Verfahren nutzen, die zeigen wie jemand wirklich agiert – und wie er mit anderen umgeht

Transparent über typische Belastungen kommunizieren, damit Bewerber eine informierte Entscheidung treffen können

Erkenntnisse aus dem Auswahlprozess ins Onboarding überführen – Personalauswahl ist der Startpunkt, nicht die Lösung

Der Ansatz bringt Risiken mit: Wer Well-Being direkt als Kriterium einsetzt, läuft Gefahr, Menschen mit psychischen Erkrankungen systematisch zu benachteiligen. Und Bewerber, die wissen, dass Well-Being bewertet wird, könnten sich belastbarer präsentieren als sie sind.

Die Forschung steht noch am Anfang – aber die Frage, ob Personalauswahl ausschließlich auf Leistung optimieren darf, lässt sich nicht mehr ignorieren.

Alle Risiken und Argumente finden Sie im vollständigen Beitrag in unserem Blog.

Sollte Well-Being ein verbindliches Kriterium in der Personalauswahl sein – oder überschreitet das die Grenzen dessen, was ein Auswahlverfahren leisten kann und soll?

📌 König et al. (2026). International Journal of Selection and Assessment

Wie die Formulierung Ihrer Stellenanzeige die Gehaltsvorstellungen Ihrer Bewerber in die Höhe treibt.Stellen Sie sich zw...
13/08/2026

Wie die Formulierung Ihrer Stellenanzeige die Gehaltsvorstellungen Ihrer Bewerber in die Höhe treibt.

Stellen Sie sich zwei Versionen derselben Anforderung vor:

Version A: "Wir suchen eine kommunikationsstarke Persönlichkeit."
Version B: "Mehrjährige Erfahrung im direkten Kundenkontakt in Vertrieb oder Kundenservice."

Eine Studie von Kappes et al. (2018) zeigt: Wer Version A liest, hält sich schneller für geeignet, unabhängig davon, ob das wirklich stimmt.

Der Grund ist ein psychologischer Effekt, der unbewusst abläuft. Vage Formulierungen wie "kommunikationsstark" lassen viel Interpretationsspielraum, und den füllen Bewerber automatisch zu ihren eigenen Gunsten. Sie erinnern sich selektiv an die Situationen, in denen ihre Kommunikation gut ankam, nicht an die Misserfolge.

Bei Version B zieht dieser Trick nicht. Entweder man hat den Kundenkontakt vorzuweisen, oder eben nicht.

Und das hat Folgen: Bei Version A rechnen Bewerber im Schnitt mit mehr Gehalt, und es bewerben sich auch Leute, die eigentlich weniger gut auf die Stelle passen. Bei Version B sinkt zwar die Zahl der Bewerbungen, dafür bleiben die Erwartungen deutlich realistischer.

Ein klares Richtig oder Falsch gibt es hier nicht. Wollen Sie viele Bewerbungen? Dann darf ruhig etwas Spielraum bleiben. Wollen Sie realistische Erwartungen? Dann lohnt sich die konkrete Formulierung.

Wie viele "teamfähig", "motiviert" oder "kommunikationsstark" stehen aktuell in Ihren Stellenanzeigen, und war das eine bewusste Entscheidung?

📌 Kappes et al. (2018), Journal of Applied Psychology

Kandidaten-Screening auf LinkedIn & Co: Das sagt die Forschung.Zwei von drei Personalverantwortlichen schauen sich Socia...
05/08/2026

Kandidaten-Screening auf LinkedIn & Co: Das sagt die Forschung.

Zwei von drei Personalverantwortlichen schauen sich Social-Media-Profile von Kandidaten an, meist informell und aus dem Bauch heraus. Was dabei wirklich herauskommt, hat eine aktuelle Studie erstmals genauer untersucht.

Die Datenbasis: über 2.000 Kandidatenprofile von LinkedIn, Facebook und X. Das Ergebnis gibt Anlass zur Vorsicht.

Verschiedene Personaler bewerten dasselbe Profil oft sehr unterschiedlich. Das Ergebnis hängt also ebenso vom Beurteiler ab wie vom Profil selbst, ein Zufallsfaktor, den man in der Personalauswahl eigentlich vermeiden möchte.

Noch entscheidender: Das Screening sagt kaum etwas über die tatsächliche Persönlichkeit oder die spätere Leistung im Job aus. Besonders schwach ist die Aussagekraft bei "privateren" Eigenschaften wie Gewissenhaftigkeit oder psychischer Belastbarkeit, also genau jenen Merkmalen, die für Erfolg im Job oft besonders relevant sind.

Dazu kommt ein ethischer Aspekt, der in der Praxis oft übersehen wird: Wer Social-Media-Profile durchstöbert, bekommt zwangsläufig auch private Einblicke, die mit dem Job nichts zu tun haben. Bemerken Kandidaten das, kann das ihre Wahrnehmung des gesamten Auswahlprozesses erheblich belasten.

Die Empfehlung der Forscher ist eindeutig: Lieber Finger weg von Social-Media-Screenings. Bewährte Methoden wie strukturierte Interviews, Leistungstests oder Persönlichkeitsfragebögen liefern deutlich verlässlichere Ergebnisse.

Wo ziehen Sie die Grenze zwischen berechtigter Recherche und unfairer Bewertung?

📌 Mönke et al. (2024), European Journal of Psychological Assessment

Was Recruiter von Kampfflugzeugen lernen können – Eine Lektion aus dem Zweiten Weltkrieg für Ihre Personalauswahl.Zurück...
30/07/2026

Was Recruiter von Kampfflugzeugen lernen können – Eine Lektion aus dem Zweiten Weltkrieg für Ihre Personalauswahl.

Zurückgekehrte Kampfflugzeuge verstärkte man genau an den Stellen, an denen sie besonders häufig getroffen wurden. Der Denkfehler: Maschinen, die woanders getroffen wurden, kamen gar nicht erst zurück. Verstärkt werden musste also da, wo keine Löcher zu sehen waren.

Den sogenannten “Survivorship Bias” gibt es bestimmt auch in Ihrem Recruiting: Sie beurteilen Ihre eigene Auswahl nur anhand der Menschen, die Sie eingestellt haben.

Was aus den Abgelehnten geworden ist? Die sieht man nie wieder und erfährt nie, ob da nicht der bessere Kandidat dabei war.

Und selbst echte Fehlbesetzungen bleiben selten lange sichtbar. Wer nicht passt, ist oft schon in der Probezeit wieder weg, und damit auch aus dem Gedächtnis.

Übrig bleibt vor allem eines: eine Sammlung von Erfolgsgeschichten. Kein Wunder, dass wir unserem Bauchgefühl im Auswahlprozess oft mehr zutrauen, als es wirklich hergibt.

Was wirklich hilft: auf wissenschaftlich geprüfte Auswahlverfahren setzen statt auf die eigene Intuition. Und der ehrliche Blick auf die eigenen Fehlentscheidungen, nicht nur auf die Treffer.

Wie oft denken Sie bewusst an die Bewerber zurück, die Sie abgelehnt haben – waren da vielleicht doch Talente dabei?

Lange Online-Assessments schrecken Bewerber ab? Eine Studie mit 200.000 Teilnehmern zeigt das Gegenteil.Wie lange sollte...
22/07/2026

Lange Online-Assessments schrecken Bewerber ab? Eine Studie mit 200.000 Teilnehmern zeigt das Gegenteil.

Wie lange sollte ein Online-Assessment dauern, damit Bewerber nicht abspringen? Viele Personaler sind überzeugt: möglichst kurz. 20 bis 30 Minuten gelten in vielen Ratgebern als Obergrenze, alles andere schrecke Bewerber ab.

Eine Studie mit über 200.000 Online-Assessments aus 29 Unternehmen und 14 Branchen hat diese Annahme jetzt genauer untersucht. Das Ergebnis überrascht: Die Dauer des Assessments hat kaum einen Einfluss darauf, ob Bewerber abbrechen.

Was die Forscher stattdessen herausgefunden haben: Mehr als die Hälfte aller Abbrüche passiert in den ersten 20 Minuten. Wer diese Anfangsphase übersteht, bricht mit hoher Wahrscheinlichkeit auch später nicht mehr ab. Danach sinkt die Abbruchrate immer weiter, unabhängig davon, wie lang das Verfahren insgesamt dauert.

Und das gilt quer durch alle untersuchten Branchen. Egal welcher Testinhalt, welche Bezahlung oder welches Prestige das Unternehmen hat, das Muster bleibt gleich.

Was bedeutet das für die Praxis? Personaler müssen ein Assessment nicht künstlich kurz halten, um Abbrüche zu vermeiden. Im Gegenteil: Längere Verfahren liefern bessere Gütekriterien, also zuverlässigere und aussagekräftigere Ergebnisse über die Bewerber. Ein längeres Verfahren kann sogar wie ein Qualitätssignal wirken: Es zeigt, dass ein Unternehmen bei der Auswahl genau hinschaut und bietet den Bewerbern mehr Gelegenheit, sich zu beweisen.

Besonders hilfreich für die Praxis: Wird die Bearbeitungszeit vorab höher beziffert, als sie wirklich ist, sinkt die Abbruchquote deutlich. Es lohnt sich also, bei der Angabe großzügig zu sein.

Wie lange dauern Ihre Online-Assessments aktuell? Haben Sie die Länge schon einmal aus Angst vor Abbrüchen gekürzt?

📌Hardy et al. (2017) Journal of Applied Psychology

Remote oder vor Ort testen? 5 Faktoren für die Wahl des richtigen Test-Settings. Psychologische Eignungstests sind aus m...
14/07/2026

Remote oder vor Ort testen? 5 Faktoren für die Wahl des richtigen Test-Settings.

Psychologische Eignungstests sind aus modernen Recruiting-Prozessen kaum noch wegzudenken. Aber das richtige Setting zu wählen, hat handfeste Konsequenzen für Datenqualität, Fairness, Kosten und Candidate Experience. Hier sind die fünf entscheidenden Faktoren.

1. Betrugsrisiko bei Remote-Tests
Remote-Tests verlocken dazu, externe Hilfsmittel zu nutzen. Eine Studie zeigt: Remote-Testergebnisse fallen im Durchschnitt höher aus als unter kontrollierten Bedingungen. Trotzdem kann Negativ-Screening greifen: Wer remote schlecht abschneidet, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit tatsächlich ungeeignet. Gute Ergebnisse lassen sich durch einen Nachtest vor Ort absichern.

2. Vergleichbarkeit
Vor-Ort-Tests schaffen einheitliche Bedingungen. Gleiches Licht, gleiche Technik, gleiche Zeit. Was gemessen wird, hängt so wenig wie möglich von äußeren Zufälligkeiten ab. Eine der Grundvoraussetzungen für valide Personalauswahl.

3. Kosten und Aufwand
Remote ist deutlich günstiger. Keine Raumkapazitäten, kein Personal für die Begleitung, keine Logistik. Der Aufwand verlagert sich auf die Kandidaten selbst. Besonders für frühe Screening-Phasen mit großem Bewerberpool ist das ein starkes Argument.

4. Chancengleichheit
Vor-Ort-Tests schließen Menschen aus, die nicht reisen können: Eltern ohne Betreuungsmöglichkeit, Menschen mit Mobilitätseinschränkungen oder Bewerber aus abgelegenen Regionen. Remote-Tests erweitern den Kandidatenpool, setzen aber funktionierende Technik und eine ruhige Umgebung voraus. Soziale Ungleichheit kann sich so direkt in Chancenungleichheit übersetzen.

5. Candidate Experience
Remote-Tests wirken modern und flexibel, bleiben aber unpersönlich. Vor-Ort-Tests bieten einen echten ersten Eindruck vom Unternehmen. Eine Studie zeigt: Das Format beeinflusst die Candidate Experience weniger als erwartet. Was zählt, ist die richtige Kommunikation.

Wie Sie für Ihren Prozess das richtige Setting wählen, lesen Sie im vollständigen Beitrag auf unserem Blog.

Welche Rolle spielen Tests in Ihrem Prozess und wie testen Sie?

📌 Steger et al. (2020), European Journal of Psychological Assessment
📌 Campion et al. (2025), Human Resource Management
📌 Norrøne & Nordmo (2025), International Journal of Selection and Assessment

So führen Sie als Recruiter das perfekte Job-Interview – laut Wissenschaft. 5 praktische Tipps für Ihre nächste Auswahl....
09/07/2026

So führen Sie als Recruiter das perfekte Job-Interview – laut Wissenschaft. 5 praktische Tipps für Ihre nächste Auswahl.

Was ein gutes Job-Interview leisten sollte: Hohe Aussagekraft über die berufliche Leistung, gute Vergleichbarkeit, konsistente Bewertung und positive Candidate Experience.

Das laut Forschung perfekte Job-Interview ist:

✅ Kurz: 30 Minuten reichen völlig aus
Länger ist nicht besser. Die Forschung ist eindeutig: die Interviewdauer hat keinen Einfluss auf die Qualität der Entscheidung. 30 Minuten reichen, konzentriert auf’s Wesentliche (Thorsteinson, 2017).

✅ Strukturiert: klare Fragen, feste Bewertungskriterien
Sie fragen aus dem Bauch heraus? Das ist Zufall, keine Auswahl. Struktur und klare Job-bezogene Kriterien schlagen Bauchgefühl und schaffen Vergleichbarkeit (Thorsteinson, 2017).

✅ Zu zweit: Vier Augen sehen mehr als zwei
Holen Sie sich einen Kollegen dazu. Zwei Interviewer sind messbar zuverlässiger als einer. Gleicher Zeitaufwand, bessere Entscheidung (Thorsteinson, 2017).

✅ Persönlich: face-to-face ist immer noch am besten
Persönlich schlägt digital. Video schlägt Telefon. Beides schlägt asynchrone Interviews. Unpersönliche Formate fallen bei Bewerbern durch (Zibarras et al., 2025).

✅ Erlebt statt erfunden: Fragen zu echten Situationen statt zu Hypothesen
Fragen Sie nach echten Situationen, nicht nach hypothetischen Situationen. "Erzählen Sie von einer Situation, in der..." sagt mehr voraus als "Was würden Sie tun, wenn..." (Taylor & Small, 2002).

Decken sich Wissenschaft und Praxis? Wie können Sie Ihre Job-Interviews noch verbessern?

📌 Thorsteinson (2017), Journal of Occupational and Organizational Psychology
📌 Zibarras et al. (2025), International Journal of Selection and Assessment
📌 Taylor & Small (2002), Journal of Occupational and Organizational Psychology

98,8 % der deutschen Unternehmen nutzen Anschreiben und Lebenslauf zur Vorauswahl. Die Forschung belegt: ein Fehler.Was ...
30/06/2026

98,8 % der deutschen Unternehmen nutzen Anschreiben und Lebenslauf zur Vorauswahl. Die Forschung belegt: ein Fehler.

Was die Wissenschaft seit Jahren belegt, ist in der Praxis noch längst nicht angekommen: Lebenslauf und Anschreiben sind als Auswahlkriterium schwächer als gedacht.

5 Gründe, auf Anschreiben und Lebenslauf zu verzichten:

Berufserfahrung und Abschlüsse sagen kaum vorher, ob jemand im Job erfolgreich sein wird. Wer nur danach filtert, trifft kaum bessere Entscheidungen als der Zufall.

Selbstdarstellung funktioniert. Impression Management beeinflusst Einstellungsentscheidungen nachweislich, unabhängig davon, ob die präsentierten Informationen der Realität entsprechen.

Faire Vergleiche sind kaum möglich. Jeder Bewerber entscheidet selbst, was er teilt und wie. Objektive Entscheidungen werden dadurch erheblich erschwert.

Lebenslauf und Anschreiben gefährden Diversity-Ziele. Name, Alter, Foto, Herkunft: Informationen, die für die Stelle irrelevant sind, beeinflussen die Wahrnehmung nachweislich. Das Phänomen des "Resume Whitening" zeigt, wie real diese Verzerrungen sind: Bewerber ändern ihren Namen oder verzichten auf Fotos, weil sie wissen, dass dies ihre Chancen erhöht.

ChatGPT schreibt das bessere Anschreiben. Was Schreibqualität heute noch signalisiert, ist die Kompetenz im Umgang mit KI-Tools, nicht die Eignung für die Stelle.

Die Forschung hat eine klare Alternative: strukturierte Bewerbungsformulare. Alle Kandidaten beantworten dieselben stellenrelevanten Fragen. Das schafft eine einheitliche, vergleichbare Grundlage und reduziert Verzerrungen erheblich. Und weil nur stellenrelevante Informationen erhoben werden, tauchen demografische Merkmale, die zu Diskriminierung führen können, im Prozess gar nicht erst auf. Sogar der Name lässt sich anonymisieren.

Lesen Sie jetzt mehr im vollständigen Blogbeitrag oder testen Sie direkt ein strukturiertes Formular mit PERSEO Recruiting.

Eine detaillierte Gegenüberstellung von klassischen Methoden und modernen Bewerbungsformularen finden Sie im vollständigen Beitrag auf unserem Blog.

Halten Sie noch am klassischen Anschreiben und Lebenslauf fest? Und wenn ja, warum?

Quellen: Wingate et al. (2025), International Journal of Selection and Assessment; Risavy et al. (2022), Frontiers in Psychology

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