31/05/2026
Unter den zehn stärksten Gewinnern sind sechs Fahrzeuge aus ausländischer Produktion. Das ist kein Zufall, das hat einen strukturellen Grund: Deutsche Klassiker wie Porsche, Mercedes oder BMW sind bereits auf einem hohen Preisniveau stabil. Ausländische Modelle starten oft von einem günstigeren Niveau – und wenn die Nachfrage dort anzieht, ist der prozentuale Zuwachs entsprechend größer.
Platz 1 der Gewinner 2024: der Matra-Simca Bagheera. Plus 98,6 Prozent. Fast eine Verdopplung.
Für die meisten von euch wahrscheinlich kein bekannter Name. Das ist ein französischer Dreisitzer aus den 1970ern. Kunststoffkarosserie. 90 PS. Er war eigentlich bekannt für schlechte Verarbeitungsqualität.
Warum explodiert so ein Auto im Preis?
Das ist das sogenannte Thin-Market-Phänomen. Wenn ein Fahrzeug selten ist und kaum gehandelt wird, reichen manchmal drei, vier neue Käufer, um den Marktpreis erheblich zu bewegen. Das macht solche Ausschläge spektakulär – aber auch unzuverlässig als Trend.
Platz 2: der Ford Taunus 20 M. Plus 23,8 Prozent im Jahr 2024. Und über fünf Jahre sogar plus 85,7 Prozent.
Das ist ein deutsches Alltagsauto der 1960er. Kein Sportwagen. Keine Rarität. Aber ein Modell, das eine emotionale Käufergruppe anspricht und von dem kaum noch gut erhaltene Exemplare auf dem Markt sind.
Weitere Gewinner 2024 nach DOX:
Renault R4 GTL: plus 12 Prozent
Opel Rekord C 1700: plus 11,4 Prozent
Ford Capri I 2000 GT: ebenfalls rund plus 11 Prozent.
Und jetzt die andere Seite. Die Fahrzeuge mit der schlechtesten Entwicklung im Fünfjahreszeitraum 2019 bis 2024:
Porsche 356 1600 C Coupé: minus 11,1 Prozent
BMW 3,0 CSI: minus 11,1 Prozent
Austin Healey 3000 MK III: minus 7 Prozent
Fiat 500 F: minus 5,6 Prozent
Jaguar E-Type V12 S3 Cabrio: minus 4,3 Prozent.