10/02/2026
Wer entscheidet, führt!
Was einfach und nachvollziehbar klingt, ist in der Praxis für viele Führungskräfte eine große Herausforderung: Jede Entscheidung wird unter unter Unsicherheit getroffen und oft unter Zeitdruck sowie in komplexen Situationen.
Gerade in Krisensituationen haben Menschen aber oft Angst, falsche Entscheidungen zu treffen:
➡️ Wie reagiert mein Team? Stehen Sie noch hinter mir, wenn ich diese Entscheidung treffe?
➡️ Soll ich nicht lieber den anderen Weg einschlagen? Vielleicht führt dies in eine Sackgasse?
➡️ Was werden meine Chefs sagen, wenn ich eine falsche Entscheidung treffe?
➡️ Ist bei einer falschen Entscheidung mein Job in Gefahr?
➡️ Erzeuge ich weitere Kosten? Verlieren wir den Kunden?
➡️ Wie denken meine Kollegen über mich, wenn es in die Hose geht?
➡️ Eigentlich geht es mir selbst nicht wirklich gut damit, aber es ist wohl richtig diesen Weg zu gehen.
Hier nur ein paar Gedanken, die Führungskräfte in Coachings immer wieder äußern.
Angst vor einer falschen Entscheidung ist dabei völlig normal – besonders, wenn viel auf dem Spiel steht.
Doch oft führt diese Angst zu Entscheidungsblockaden oder übermäßigem Zögern.
Daniel Kahneman und Amos Tversky, die Begründer der Verhaltensökonomie, haben sich intensiv mit der Frage beschäftigt, warum selbst kluge Menschen systematisch falsche Entscheidungen treffen.
Ihre Forschung hat gezeigt, dass menschliche Entscheidungsfindung weit weniger rational ist, als es klassische ökonomische Modelle lange angenommen haben. Stattdessen verlassen wir uns auf mentale Abkürzungen – sogenannte Heuristiken – die uns oft helfen, aber ebenso häufig in die Irre führen (kognitive Verzerrungen).
Kahnemann und Tversky haben sehr gut aufgezeigt, dass nicht noch weitere Analysetools oder noch mehr Daten zu besseren Entscheidungen führen, sondern der Schlüssel für gute Entscheidungen bei uns selbst liegt. Ich muss als Entscheider mit meiner Unsicherheit umgehen lernen. Wie dies gelingen kann?
Hierzu ein paar Tipps:
✅ Perspektivwechsel: Die Angst relativieren
✅ Perfektionismus loslassen
✅ Strukturiert vorgehen
✅ Verantwortung nicht alleine tragen
✅ Akzeptieren, dass Unsicherheit normal ist
Mehr dazu:
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