06/10/2025
Als Berater, Coach und Führungskraft möchte ich oftmals Menschen bewegen, sich über die eigenen Grenzen und Komfortzonen hinaus zu bewegen - aber wie schaut es bei mir selber aus?
Gestern durfte ich meinen 11. Marathon absolvieren. Ein Lauf vor dem ich immens viel Respekt hatte. Weitaus mehr, als vor jedem anderen bisher gelaufenen Lauf - ganz gleich ob über eine halbe oder die gesamte Distanz. Was hat es dieses Mal so anders werden lassen? Zum einen gab es in der Prognose sehr unklare Ansagen zum Wetter, so dass ich völlig unentschlossen in der Auswahl der richtigen Laufklamotten war. Dann war es meine leicht lädierte rechte Ferse, die wir ad hoc noch therapeutisch versorgt haben.
Aber viel mehr wog die Tatsache, dass ich mich auf einen gänzlich neuen und anderen Trainingsplan eingelassen habe. Dieser setzte neue Maßstäbe und lies mich viel mehr Kilometer in der Woche, dafür aber weniger am Stück laufen, so dass ich mich trotz aller Prognosen und Wahrscheinlichkeiten nicht wirklich sicher gefühlt habe.
Die ersten 21 Km war ich schnell und mich ereilte die Sorge, ob ich die zweite Häfte nur ansatzweise auch so hinbekommen sollte. Die Angst vor dem „Hammer“ trieb mich um und mein Erfahrungswissen wollte das Tempo raus nehmen. Aber ich fühlte mich gut. Das Wetter war ideal, meine Ferse hielt und ich konnte sehr gut und mit Spaß laufen. So gut, dass ich meine persönliche Bestzeit deutlich verbessern und mich über den Erfolg freuen konnte.
Warum ich Euch das schreibe? Nun, ich möchte mit Euch teilen, dass sich Mut und Vertrauen auszahlen können! Dass das neue Ergebnis einen sehr glücklich machen kann und es sich lohnt, gewohnte/ gelernte und vielleicht auch alte Muster hinter sich zu lassen. Mit Vorbereitung (Wetter und Training), Stabilität (Ferse) und Vertrauen (Trainingsplan) ist nahezu Alles möglich! Wir können von anderen nur einfordern, dass sie sich auf Veränderungen einlassen sollen, wenn wir auch selber dazu bereit sind! Wann traust Du Dich?