21/02/2026
„Wir haben über 100 Bewerbungen bekommen. Recruiting ist gerade kein Problem.“
Auf dem Papier klingt das nach Erfolg. In der Realität ist es ein massives Risiko.
Denn viele Unternehmen verwechseln aktuell zwei Dinge:
𝐄𝐢𝐧𝐞𝐧 𝐯𝐨𝐥𝐥𝐞𝐧 𝐏𝐨𝐬𝐭𝐞𝐢𝐧𝐠𝐚𝐧𝐠 𝐦𝐢𝐭 𝐟𝐮𝐧𝐤𝐭𝐢𝐨𝐧𝐢𝐞𝐫𝐞𝐧𝐝𝐞𝐦 𝐑𝐞𝐜𝐫𝐮𝐢𝐭𝐢𝐧𝐠.
Was passiert, wenn die Masse kommt, aber die Struktur fehlt?
Ich sehe es gerade wieder in einem Interim-Mandat:
➡️ Bewerbungen fluten das System
➡️ Die Kapazitäten im Team fehlen
➡️ Prozesse sind auf diesen Ansturm nicht vorbereitet
➡️ Recruiting wird „nebenbei“ mitgemacht – zwischen Onboarding und Tagesgeschäft.
𝐃𝐚𝐬 𝐄𝐫𝐠𝐞𝐛𝐧𝐢𝐬: 𝐑𝐞𝐜𝐫𝐮𝐢𝐭𝐢𝐧𝐠 𝐛𝐞𝐤𝐨𝐦𝐦𝐭 𝐀𝐮𝐟𝐦𝐞𝐫𝐤𝐬𝐚𝐦𝐤𝐞𝐢𝐭, 𝐚𝐛𝐞𝐫 𝐤𝐞𝐢𝐧𝐞𝐧 𝐅𝐨𝐤𝐮𝐬.
100 Bewerbungen sind keine 100 Chancen. Sie sind Arbeit.
Harte Selektionsarbeit:
➡️ Profile tiefgründig lesen statt nur scannen
➡️ Motivationen wirklich hinterfragen
➡️ Absagen wertschätzend formulieren (Employer Branding!)
➡️ Erwartungen im Fachbereich managen
In meinem aktuellen Fall führte die Überlastung fast zu einer klassischen Fehlentscheidung: Es sollte eingestellt werden, um das Thema „vom Tisch zu haben“ – nicht, weil es die beste Qualität war.
𝐃𝐞𝐫 𝐌𝐚𝐫𝐤𝐭 𝐢𝐬𝐭 𝐠𝐞𝐫𝐚𝐝𝐞 𝐢𝐧 𝐁𝐞𝐰𝐞𝐠𝐮𝐧𝐠. 𝐃𝐚𝐬 𝐛𝐞𝐝𝐞𝐮𝐭𝐞𝐭 𝐟ü𝐫 𝐇𝐑 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐰𝐞𝐧𝐢𝐠𝐞𝐫 𝐀𝐫𝐛𝐞𝐢𝐭, 𝐬𝐨𝐧𝐝𝐞𝐫𝐧 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐧 𝐦𝐚𝐬𝐬𝐢𝐯 𝐡ö𝐡𝐞𝐫𝐞𝐧 𝐖𝐨𝐫𝐤𝐥𝐨𝐚𝐝 𝐢𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐕𝐨𝐫𝐬𝐞𝐥𝐞𝐤𝐭𝐢𝐨𝐧.
Wer hier nicht vorbereitet ist, zahlt den Preis nicht mit Zeit, sondern mit Fehlbesetzungen.
Wir arbeiten jetzt zusammen, weil intern niemand die Kapazität hatte, aus vielen Optionen die eine richtige Entscheidung zu machen.
𝐑𝐞𝐜𝐫𝐮𝐢𝐭𝐢𝐧𝐠 𝐬𝐜𝐡𝐞𝐢𝐭𝐞𝐫𝐭 𝐡𝐞𝐮𝐭𝐞 𝐬𝐞𝐥𝐭𝐞𝐧 𝐚𝐦 𝐌𝐚𝐫𝐤𝐭. 𝐄𝐬 𝐬𝐜𝐡𝐞𝐢𝐭𝐞𝐫𝐭 𝐚𝐦 𝐟𝐞𝐡𝐥𝐞𝐧𝐝𝐞𝐧 𝐅𝐨𝐤𝐮𝐬.
Läuft Recruiting bei euch noch „nebenbei“ oder habt ihr den Fokus schon angepasst?