29/10/2024
Die Angst der SPD vor der Corona-Wut der Bürger!
Jakob Fröhlich 29.10.24
„Falls es im Einzelfall dazu kommen sollte, dass sich Menschen den Anordnungen widersetzen, ist es (…) notwendig, die von den Gesundheitsämtern angeordneten Maßnahmen mit Zwang durchzusetzen.“ So sprach im April 2020 die damalige Sozialministerin von Sachsen, Petra Köpping von der SPD. Dann folgte noch dieser Satz:
„Dazu ist es möglich, diese Menschen mit einem richterlichen Beschluss in einem geschlossenen Teil eines Krankenhauses unterzubringen.“
Andersdenkende in der Psychiatrie wegzusperren: Das kannte man noch aus der untergegangenen DDR. Deshalb war es gleich auf mehreren Ebenen so abstoßend, dass sich im wiedervereinigten Deutschland ausgerechnet das frühere SED-Mitglied Köpping nun voller Tatendrang an diesen Umgang mit Oppositionellen erinnerte.
Sicher, viele Politiker aus vielen Parteien haben damals viel dummes Zeug geredet und auch gemacht. Aber Köpping ist eine Nummer für sich: Anders als andere, lässt sie bis heute hartleibig jede Gelegenheit aus, sich zumindest vorsichtig vom damaligen Corona-Irrsinn abzusetzen. Bis heute gibt sie nicht einmal den kleinsten Fehler zu – geschweige denn, sich bei den vielen Opfern der Corona-Politik (auch ihrer eigenen) zu entschuldigen.
Dabei hätte sie vermutlich so viele Gründe wie kaum jemand sonst, sich Asche auf ihr Haupt zu streuen, und zwar gleich säckeweise: Bereits Wochen vor ihrer Idee, Corona-Dissidenten in Irrenanstalten zu deportieren, hatte das Robert-Koch-Institut (RKI) intern glasklar festgestellt, die jüngste Corona-Welle sei ja schon beendet. Und selbst nach den offiziellen Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums gab es in den Krankenhäusern im Frühjahr 2020 eine drastische UNTERauslastung von gerade mal 30 Prozent.
Doch Köpping – und mit ihr die gesamte sächsische SPD – folgte geradezu lustvoll ihren autoritären Fantasien: In den vier psychiatrischen Kliniken Altscherbitz, Arnsdorf, Großschweidnitz und Rodewisch ließ sie insgesamt 22 Zimmer freiräumen, um dort mögliche Quarantäne-Verweigerer zwangsweise unterzubringen und von der Polizei bewachen zu lassen. Das berichtete damals sogar, sichtlich irritiert, der Mitteldeutsche Rundfunk MDR unter Berufung auf Köppings Sozialministerium.
Davon will die sächsische SPD heute nun partout nichts mehr hören.
Denn der Wind in Sachen Corona hat sich gedreht. Überall im Land müssen sich Politiker zunehmend für den Wahnsinn rechtfertigen, den sie damals verzapft haben. In Brandenburg gibt es schon einen Parlamentarischen Untersuchungsausschuss, auch anderswo werden immer mehr unangenehme Fragen gestellt. Und mit der Enthüllung der bisher geheimen RKI-Protokolle nimmt die ganze Sache zusätzlich Fahrt auf.
Wer heute nicht mehr in der ersten Reihe steht, bekommt nicht ganz so viele Prügel ab. Diese Gnade der öffentlichen Meinung wird Petra Köpping nicht zuteil: Die 66-Jährige war bei der jüngsten Landtagswahl Spitzenkandidatin ihrer SPD. Mehr erste Reihe geht nicht. Und nun muss sich die rote Frontfrau demnächst vor einem U-Ausschuss für ihre höchst dubiosen Handlungen während der Corona-Zeit (siehe oben) rechtfertigen.
Was davon inzwischen möglicherweise in Vergessenheit geraten war, wird nun hundertprozentig wieder sehr öffentlich in Erinnerung gerufen werden – ein Alptraum für die Sozialdemokraten, die mit einem Wahlergebnis von zuletzt nur noch 7,3 Prozent im Freistaat auch so schon ihr Dasein in politisch prekären Verhältnissen fristen.
Kein Wunder, dass sie vor einem „Tribunal“ warnen.