Baumann & Baltner

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Aus Baumann & Baltner wird Gerhard Baumann. Auch hier.Manchmal gehört zu einem Neuanfang auch ein bisschen Aufräumen.Des...
01/09/2026

Aus Baumann & Baltner wird Gerhard Baumann. Auch hier.

Manchmal gehört zu einem Neuanfang auch ein bisschen Aufräumen.

Deshalb werde ich in dieser Woche die bisherigen Baumann & Baltner-Seiten auf LinkedIn, Instagram, Facebook und die Webseiten abschalten.

Was bleibt, bin ich.

Mit meinen Gedanken über Marken, Unternehmen, Kommunikation und das, was mich sonst noch bewegt.

Wenn ihr mir weiter folgen möchtet – und darüber würde ich mich sehr freuen – dann wechselt bitte auf meine Gerhard Baumann-Kanäle.

Dort geht es weiter.

Kleiner. Persönlicher. Und sehr Gerhard Baumann.

Fotografie:



Insta: https://www.instagram.com/baumann.gerhard/
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/gerhard-baumann-84798955/
Facebook: https://www.facebook.com/gerhard.baumann.58
Web: https://www.gerhard-baumann.net/








Kleiner, freier, stärkerZwei Tage vor dem Notartermin sitze ich mit Rahel, Peter, Ayana und Philip in unseren Agenturräu...
25/08/2026

Kleiner, freier, stärker

Zwei Tage vor dem Notartermin sitze ich mit Rahel, Peter, Ayana und Philip in unseren Agenturräumen. Das zweite Fotoshooting.

Die Aufregung ist riesig. Erst zusammen frühstücken. Sich lockern. Maske: das alte Gesicht optimieren. Dann die ersten Aufnahmen. Ich bin nervös. Das erste Shooting lief so gut, diese Leichtigkeit, dieses Vergessen, dass ich fotografiert werde. Wird das wieder klappen? Schließlich bin ich alles andere als ein Model.

Und da ist noch dieser Zweifel: Ist es richtig, immer nur mich zu zeigen? Eigentlich sollten es Kundenszenen sein. Aber ich darf nicht über aktuelle Kunden sprechen. Schweigepflicht. Also: ich.

Rahel und Peter strahlen beim Fotografieren absolute Ruhe aus. Profis. Ayana und Philip filmen. Fast nebenbei korrigiert Rahel jede Kleinigkeit an meiner Kleidung. Und irgendwann vergesse ich wieder, dass hier gearbeitet wird.

Warum ich das erzähle?

Weil dieser 22. Juli 2026 mehr war als ein Fotoshooting. Es war der sichtbare Teil einer radikalen Entscheidung: Aus Baumann & Baltner wird wieder Gerhard Baumann.

Von einst 20 Mitarbeitern zum Einzelkämpfer mit grandiosem Netzwerk. Keine Personalverantwortung mehr. Dafür: Beweglichkeit. Klarheit. Fokus.

Andere gehen mit 60+ in Rente. Ich nicht. Die KI-Welt ist viel zu spannend. Die neuen Möglichkeiten faszinieren mich jeden Tag. Diese Entwicklung möchte ich auf keinen Fall verpassen.

Seit Montag, 24. August 2026, trägt mein Unternehmen wieder den Namen von 2006. Keine Rückkehr, sondern ein bewusster Schritt nach vorn.

Was ich dabei gelernt habe:

Netzwerk schlägt Hierarchie. Partner statt Mitarbeiter bedeutet Flexibilität ohne Hierarchie.

Und: Mut zur Sichtbarkeit zahlt sich aus. Wenn man keine Kunden zeigen darf, muss man selbst zur Marke werden.

Der neue alte Name steht für persönliche Verantwortung, 40 Jahre Erfahrung und klare Konzentration auf Marken- und Marketingberatung.

Gerhard Baumann.
Klarheit. Haltung. Wirkung.

Fotografie (mit unendlicher Dankbarkeit:









Aktuell schreibe ich an einem Vortrag über Gerhard Richter. Es gibt in der Kunst Wegbereiter und Wegbegleiter. Richter i...
03/07/2026

Aktuell schreibe ich an einem Vortrag über Gerhard Richter. Es gibt in der Kunst Wegbereiter und Wegbegleiter. Richter ist in allem ein Wegbereiter. Zigtausende kopieren seinen Stil. Vor allem seine Rakeltechnik findet viele Nachahmer – vermutlich, weil sie zeiteffizient und einfach ist.

Unweigerlich muss ich an einen Event im Mai denken. Der Ort: eine prachtvolle Kirche. Barock, Rokoko, Jugendstil. Ein Fest für alle Sinne.

An diesem Abend wurden zwei monumentale Kunstwerke präsentiert. Zwei Meter hoch, mindestens dreimal so lang. Monatelange Schwerstarbeit.

Da ich die Künstlerin sehr schätze, kam ich voller Vorfreude.

Was ich dann sah, machte mich traurig.

Die riesigen Leinwände waren provisorisch gerahmt, nicht optimal gespannt und notdürftig platziert. Musikalische Darbietungen dominierten. Die Kunst rückte in den Hintergrund.

Die Bilder wirkten wie Schulprojekte beim Sommerfest.

So viel Herzblut. So wenig Wirkung.

Mein Markenberater-Herz schmerzte. Denn mir wurde glasklar: Professionell inszeniert wären diese Bilder beeindruckend. Ihre Wirkung und damit der Wert wären erheblich.

Warum ich das erzähle?

Weil alles seinen Rahmen braucht.

Nicht nur Kunst lebt vom Umfeld. Der Kontext macht den Wert sichtbar. Oder er lässt ihn verpuffen.

Die unbequeme Wahrheit: Das gilt auch für dich.

Du kannst brillant sein. Wenn dein „Rahmen" nicht stimmt, wirst du unter Wert wahrgenommen. Oder gar nicht.

Veraltete Web-Präsenz. Posts konzeptlos. Räume lieblos. Corporate Design rudimentär. Dann bist du wie diese Bilder: irgendwie da, aber Beiwerk.

Was hilft?

Prüfe deinen Rahmen: In welchem Umfeld und wie präsentierst du dich? Passt die Bühne zu dem, was du anbietest?

Lerne von Apple, Gerhard Richter und Gotteshäusern. Sie stellen ihr Kerngeschäft sensationell in den Mittelpunkt.

Der Rahmen ist nicht Dekoration. Er ist Teil des Werks.

Du bist das Werk.

Gib dir den Rahmen, den du verdienst. Hol dir professionelle Unterstützung!
([email protected])










Montag, Teams-Meeting mit Christoph von unserer Partneragentur casmos-media. Thema: Vorbereitung auf einen Neukunden-Ter...
29/06/2026

Montag, Teams-Meeting mit Christoph von unserer Partneragentur casmos-media. Thema: Vorbereitung auf einen Neukunden-Termin. Es geht auch um den Internetauftritt. Wir gehen schnell in die Tiefe – und sind uns einig: „Wir müssen zuerst Grundsätzliches klären."

Denn Internetauftritte müssen heute anders gedacht werden.

Warum ich das sage? Weil mir eine Woche zuvor etwas passiert ist.

Ich brauchte ein Hemd. Nicht irgendein Hemd. Eines für die Hochzeit meiner Tochter am Wochenende. Im Freien. Bei über 40 Grad Celsius.

Also: Google. Suchbegriff eingegeben. Erste Reihe: gesponserte Produkte. Uninteressant. Zweite Reihe: gesponserte Ergebnisse. Auch uninteressant. Dritte Reihe: KI-Übersicht.

Jetzt wurde es spannend.

Die KI hat mich geführt wie ein guter Berater. Sie unterschied: Luxus & Premium, Business-Klassiker, Maßhemden. Dann die Frage nach dem Anlass. Ich antwortete: Hochzeit im Freien, über 40 Grad. Was folgte, war beeindruckend: Materialkunde, Hitzetipps, Empfehlungen von Herstellern, die spezielle „Hitzehemden" produzieren und, auf Nachfrage, die Vertriebswege.

Auf einer Hersteller-Website war ich nicht mehr.

Ich bin nach Stuttgart gefahren, ins Dorotheen Quartier, und habe eine der empfohlenen Marken gekauft. Erst beim Schreiben dieses Newsletters wurde mir klar: Die KI hatte meine Kaufentscheidung komplett vorstrukturiert.

Für Marken und Ihre Internetpräsenz: Ein Gamechanger.

Die wichtigste Frage im Marketing lautet künftig nicht mehr: Werden wir gefunden? Sondern: Werden wir empfohlen?

Immer häufiger sucht der Kunde nicht mehr selbst. Er fragt eine KI. Und die sortiert vor, fasst zusammen, empfiehlt. Sie entscheidet mit, welche Marken überhaupt in die engere Wahl kommen.

Was das bedeutet:

Vertrauen schlägt Lautstärke. Sieger ist offensichtlich die Marke mit der klarsten Haltung, der nachvollziehbarsten Expertise und den überzeugendsten Belegen.

Die KI macht mittelmäßiges Marketing austauschbarer und macht gute Markenarbeit wertvoller.

Übrigens: Auch meinen eigenen Internetauftritt setze ich gerade neu auf. Genau aus diesem Grund.







Ich saß im Auto. SWR Aktuell lief, wie immer. Dann die Meldung: Die Porsche SE muss den DAX verlassen. Ersetzt durch Hoc...
19/06/2026

Ich saß im Auto. SWR Aktuell lief, wie immer. Dann die Meldung: Die Porsche SE muss den DAX verlassen. Ersetzt durch Hochtief. Abstieg in den MDAX.

Ich musste kurz schlucken.

Porsche. Aus Stuttgart. Eine Ikone. Eine Marke, die für Präzision, Leistung und schwäbische Ingenieurskunst steht. Und jetzt das. Klar, ich hatte schon über die Entwicklung der Marke geschrieben. Es war absehbar. Aber so eine Meldung tut trotzdem weh. Wir sind doch stolz auf unser Ländle.

Warum ich das erzähle?

Weil diese Meldung zeigt, wie schnell selbst die Größten ins Straucheln geraten. Und weil sie eine Frage aufwirft, die auch für kleine Unternehmen relevant ist: Was ist deine Marke eigentlich wert?

Bei Konzernen ist das keine philosophische Frage. Marken werden in der Bilanz mit Millionenbeträgen ausgewiesen. Regelmäßig wird mit dem Impairment-Test geprüft, ob dieser Wert noch stimmt. Liegt der aktuelle Marktwert darunter, wird abgeschrieben. Aus fünf Millionen werden vielleicht nur noch 4,2. Eine Wertberichtigung von 800.000 Euro.

Für große Unternehmen Pflicht. Für kleine nicht.

Aber, und das ist der Punkt, auch kleine Unternehmen sollten ihre Marke als Vermögenswert begreifen. Nicht für die Bilanz. Sondern für den Tag, an dem ein Kaufinteressent um die Ecke kommt. Oder ein Kunde zwischen dir und deinem Wettbewerber entscheidet.

Eine starke Marke macht den Unterschied. Sie schafft Vertrauen, Wiedererkennung und einen höheren Preis. Eine schwache Marke kostet dich Geld. Jeden Tag.

Was kannst du tun?

Mach dir bewusst: Deine Marke ist mehr als dein Logo. Sie ist das, was Menschen über dich denken, wenn du nicht im Raum bist. Diesen Wert kannst du aktiv gestalten: durch klare Positionierung, konsistente Kommunikation und gezieltes Marketing.

Du brauchst kein Millionenbudget. Aber du solltest deine Marke ernst nehmen. Wer weiß schon, wann der richtige Moment kommt?

Baust du deine Marke so auf, dass sie trägt – auch wenn's mal schwierig wird?

Rufe gerne an, wenn du Unterstützung brauchst: 0172 8623729

Oder schreibe mir.





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Vergangenen Donnerstagabend saßen wir zu fünft zusammen. Anette, Rahel, Nadia, und Peter. Alle aus der Kreativbranche. I...
23/05/2026

Vergangenen Donnerstagabend saßen wir zu fünft zusammen. Anette, Rahel, Nadia, und Peter. Alle aus der Kreativbranche. Ich hatte einen Vortrag über die Arbeit des Fotografen Réhan vorbereitet. Seine Bilder: ästhetische Fotografie im kulturellen Kontext (ich werde noch berichten)

Wir blieben an einigen Portraits hängen.

Knallharte Gesichter. Jede Falte erzählt eine Geschichte. Jedes Auge trägt Erfahrung. Nichts ist weichgezeichnet, nichts geschönt. Und dann kam die Frage auf: "Was darf man an solchen Gesichtern überhaupt noch retuschieren?"

Die Diskussion wurde lebendig.

Meine Portraits sind von Rahel und Peter: null Komma null retuschiert. Jede Pore ist da. Jede Linie bleibt stehen. Und genau das macht sie stark.

Warum ich das erzähle?

Weil gerade etwas Faszinierendes passiert: Nach der ersten KI-Euphorie entsteht eine Gegenbewegung. Marken wirken plötzlich austauschbar, glatt, algorithmisch perfekt. Und genau deshalb setzen immer mehr Unternehmen wieder auf das Gegenteil: handgemachte Ästhetik, sichtbare Imperfektion, echte Menschen statt synthetischer Bilder.

Der Gedanke dahinter ist verblüffend einfach:

Früher war Perfektion das Ziel. Heute wird Unperfektheit zum Vertrauenssignal.

Was das für deine Marke bedeutet:

Unretuschierte Authentizität schafft Vertrauen. Menschen erkennen instinktiv, wenn etwas "zu perfekt" ist. Unretuschierte Bilder sagen: "Das ist real." Genau das baut Vertrauen auf.

Bewusste Unperfektheit als Strategie. Eine handgeschriebene Notiz statt perfektem Layout. Ein Foto mit natürlichem Licht statt Studio-Hochglanz. Diese kleinen "Fehler" sind deine Signatur.

Menschliche Ästhetik statt KI-Glätte. KI kann alles perfekt machen. Aber sie kann keine Haltung haben, keinen kulturellen Kontext schaffen. Zeig, dass hinter deiner Marke Menschen mit Ecken und Kanten stecken.

Die Rückkehr des Menschlichen ist eine Antwort auf eine Welt, die immer perfekter und damit austauschbarer wird.

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Das ist jetzt schon einige Monate her. Ich stand im Carmen Würth Forum in Künzelsau, auf dem Weg zur zweiten Ausstellung...
12/05/2026

Das ist jetzt schon einige Monate her. Ich stand im Carmen Würth Forum in Künzelsau, auf dem Weg zur zweiten Ausstellung. Plötzlich ging eine Tür auf. Und da stand er: Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth. Neben ihm sein Enkel Benjamin.

Ich bin fast in die Knie gegangen. Ehrfurcht. Pure Ehrfurcht.

Sie kamen direkt auf uns zu, gaben uns die Hand und begrüßten uns. Und dann wollte Reinhold Würth wissen, wie uns die Ausstellung gefallen hat. Er nahm sich Zeit. Einfach so. Ich habe geschwärmt, von der Ausstellung erzählt, von meiner Begeisterung für Christo und Jeanne Claude. Herr Würth war eng mit den beiden befreundet und hat eine beeindruckende Sammlung aufgebaut. So einen Querschnitt wird man vermutlich so schnell nicht mehr sehen.

Das Gespräch dauerte nicht lange. Aber jede Sekunde war es wert.

Warum ich das erzähle?

Weil dieser Moment für mich weit mehr war als eine nette Begegnung. Es war eine Lektion in Haltung. Reinhold Würth ist eine der prägendsten Unternehmerpersönlichkeiten Europas. Er hat ein Weltunternehmen aufgebaut, eine ikonische Marke geschaffen. Und trotzdem: In diesem Moment stand vor uns kein Titan der Wirtschaft. Sondern ein Mensch. Sympathisch, bescheiden, demutsvoll.

Genau das hat mich so beeindruckt.

Denn Hand aufs Herz: Wie oft erleben wir das Gegenteil? Menschen, die ihren Erfolg vor sich hertragen. Die keine Zeit haben. Die sich wichtiger fühlen als andere. Reinhold Würth hätte allen Grund dazu gehabt und tat genau das Gegenteil.

Für mich als Markenberater ist das eine zentrale Erkenntnis: Die besten unternehmerischen Vorbilder sind die, die trotz ihrer Erfolge auf Augenhöhe bleiben. Genau das macht sie unvergesslich. Würth hat eine Haltung geprägt: Qualität, Menschlichkeit, Verantwortung.

Und noch etwas habe ich verstanden: Bescheidenheit ist kein Widerspruch zu Erfolg. Im Gegenteil: Sie schafft Vertrauen und macht dich als Unternehmer authentisch.

Deshalb mein Appell an dich: Echte Größe zeigt sich nicht in Selbstdarstellung, sondern darin, wie du anderen begegnest: mit Interesse, Zeit und Aufmerksamkeit.

Das ist keine Schwäche. Das ist Stärke. Das ist Haltung.
baltner





Ich sitze am 1. Mai mit Claus beim Griechen. Unter großen Kastanienbäumen, zwei Musiker spielen, die Luft ist warm. Wund...
05/05/2026

Ich sitze am 1. Mai mit Claus beim Griechen. Unter großen Kastanienbäumen, zwei Musiker spielen, die Luft ist warm. Wunderbares Essen, leckerer Wein. Für eine Zeit bin ich nicht im Ländle, sondern auf Samos, Claus Wahlheimat.

Claus kennt dort jeden Olivenbaum persönlich. Er weiß, wo die Zeit stillsteht und wo man einfach nur sein kann. Ein Sehnsuchtsort. Ich schließe die Augen, rieche das Essen, spüre die Wärme, höre das Meer. Fischerboote im Hafen, dieses unfassbare Blau.

Auf der Rückfahrt im Cabrio hat der Fahrtwind etwas von Süden. Mitten in Deutschland. Ich denke an all die besonderen Momente auf Samos.

Und plötzlich kommt mir eine Frage: Wofür steht Griechenland eigentlich als Marke? Habe die eine klare Markenpositionierung? Ich weiß, dass ich spinne.

Zuhause recherchiere ich. Es gibt Kampagnen für Tourismus, Wein oder Baumwolle. Aber nichts, was das Land in seiner ganzen Tiefe greifbar macht. Keine klaren Werte, kein verbindendes Narrativ. So viel Potenzial, aber keine klare strategische Klammer.

Dabei hat Griechenland alles: Die Wiege der westlichen Zivilisation. Gastfreundschaft. Lebendigkeit. Widerstandsfähigkeit. Blau und Weiß. Die Akropolis. Olivenzweige. Ein Gefühl von Gelassenheit und Gemütlichkeit. Die Wirtschaft erholt sich, der Tourismus boomt. Aber es fehlt das strategische Dach, das alles zusammenhält.

Und genau darin liegt eine Parallele, die Du vielleicht kennst.

Du hast starke Kompetenzen, gute Referenzen und Persönlichkeit. Aber es fehlt das Verbindende. Das, was alles zusammenhält und nach außen klar zeigt, wofür du stehst.

Eine starke Marke entsteht nicht durch einzelne schöne Elemente. Sie entsteht durch Klarheit im Kern.
Prüfe deine Konsistenz. Passen deine Touchpoints wirklich zusammen? Website, LinkedIn, persönliches Auftreten? Oder wirkt alles wie einzelne Inseln, jede für sich gut, aber ohne Zusammenhang?

Und noch wichtiger: Investiere in Strategie, nicht nur in Marketing. Ohne klare Positionierung bleibt selbst die beste Maßnahme beliebig.
Vielleicht reicht manchmal schon ein Moment der Ruhe, um dir diese eine Frage ehrlich zu stellen: Wofür willst du wirklich stehen?
baltner

Sonntag, drei Minuten Fußweg. Ich hole Brötchen beim Bäcker um die Ecke. Ein klasse Typ. Fast nur Brötchen im Sortiment,...
28/04/2026

Sonntag, drei Minuten Fußweg. Ich hole Brötchen beim Bäcker um die Ecke. Ein klasse Typ. Fast nur Brötchen im Sortiment, aber die sind genial. Wir kennen uns seit Jahren, auch unsere Kinder.

Ein persönliches Wort ist immer drin. Wichtig.

Er fragt nach unserer Tochter. Ich erzähle brezelstolz, dass sie seit Januar im ipai in Heilbronn arbeitet. Ich träume von einem „Silicon Valley am Neckar“, von einer Zukunftsregion zwischen Cannstatt und Heilbronn. Er schaut mich an: „Was ist das ipai?“

Klar, warum sollte ein Bäcker sich mit einem KI-Forschungszentrum befassen? Ich zeige ihm Bilder, erkläre kurz. Er ist beeindruckt. Beim Bezahlen dann seine Frage: „Meinst du nicht, dass das auch wieder weggeht?“

Ich stutze. Weggeht?

Mittwochabend, Scala Ludwigsburg. Ich sitze auf der Bühne, der Saal ist voll. Thema: Künstliche Intelligenz – Manipulation oder Empowerment. Gute Diskussion, aber niemand wird wirklich klar.

Dabei denke ich: Kinder, die heute geboren werden, wachsen mit KI auf wie wir mit dem Taschenrechner. Nur dass KI nicht nur rechnet, sondern denkt, schreibt, gestaltet. Diese Generation lernt nicht mehr auf Vorrat für ein Zertifikat, das Jahrzehnte hält.

Sie lernen, wenn sie etwas brauchen. Just-in-Time. In Zyklen. Ein Leben lang.

Das alte Modell Schule, Ausbildung, Karriere, Rente bricht gerade. Nicht irgendwann. Jetzt.

Warum ich das erzähle?

Weil mich die Frage meines Bäckers beschäftigt. Für mich ist KI Alltag. Für ihn? Etwas, das vielleicht wieder verschwindet.

Die größte Veränderung unserer Zeit passiert und viele merken es kaum.

Wir leben in parallelen Realitäten. Und die Kluft wächst.

Was bedeutet das?

In einer Welt ständiger Veränderung zählt die Fähigkeit zu lernen mehr als jedes Diplom. Emotionale Intelligenz und kritisches Denken werden zentral. Nicht Wissen zählt, sondern wie man lernt.

Die Frage ist nicht mehr: Was hast du gelernt?
Sondern: Wie schnell kannst du dich anpassen?

Und du?
In welcher Realität lebst du?
Schreib mir. Ich freue mich auf deinen Standpunkt.
baltner



Ich blättere durch meine alte Mappe aus der Grafikausbildung. Typografie, Aktzeichnungen, Naturstudien, Fotodesign. Ist ...
21/04/2026

Ich blättere durch meine alte Mappe aus der Grafikausbildung. Typografie, Aktzeichnungen, Naturstudien, Fotodesign. Ist das Kunst oder kann das weg? Doch daran hängen Erinnerungen. Manche Arbeiten würde ich heute nicht mehr so machen. Bei anderen denke ich okay. Die Aktzeichnungen könnte ich heute nicht mehr. Auf die bin ich ehrlich gesagt stolz.

Nebenher läuft das Radio. Plötzlich horche ich auf. In Paris wurde ein Picasso verlost. 100 Euro pro Los, 120.000 Stück verkauft. „Kopf einer Frau“, geschätzter Wert 850.000 Euro. Ein Großteil geht an die Alzheimer Forschung.

Meine Gedanken springen nach Paris. Montmartre. Gelangweilte Tauben. Es riecht nach Kaffee, Terpentin und einem Hauch Selbstüberschätzung. Und mittendrin gewinnt jemand für 100 Euro einen echten Picasso. Eine Frau, deren Augen entschieden haben, in verschiedene Richtungen zu blicken. Vermutlich, um mehr vom Leben zu sehen. Oder weniger.
Verstehe mich nicht falsch: Picasso ist bei mir in den Top Ten.

Dann denke ich weiter. Mein Bruder ist Galerist. Könnte er so etwas machen?

Ich kenne viele Künstler, die sich erst etablieren müssen und keine Unsummen verlangen können.
Was, wenn das auch für sie funktioniert?

Stell dir vor: Ein unbekannter Künstler verlost zur Vernissage ein Werk. Lose kosten 25 Euro im Vorverkauf, vor Ort 30. Zack, 3.000 Euro. Die Hälfte für den Künstler, der Rest wird gespendet. Der Gewinner bekommt ein Original. Der Künstler wird sichtbarer. Der gute Zweck profitiert. Und plötzlich haben mehr Menschen Zugang zu Kunst, nicht nur die mit Porsche vor der Tür.

Win Win Win gibt es wirklich. Die besten Ideen sind die, bei denen alle gewinnen. Wenn du über dein Angebot nachdenkst, frag dich: Wer profitiert noch, wenn ich es anders denke?

Etablierung braucht Experimente und darf unkonventionell sein. Die Picasso Verlosung ist genau das. Kreativ, clever, mutig. Deshalb funktioniert sie.

Ich lege die Mappe zur Seite. Die Aktzeichnungen bleiben. Und im Kopf bleibt ein Gedanke: Manchmal reicht eine ungewöhnliche Idee, um Wertvolles für alle zugänglich zu machen.

Auch für dich.
baltner







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