14/04/2026
Interessant
Der Stechapparat dieser 4 Insekten zeigt unterschiedliche evolutionäre Anpassungen an Verteidigung und Angriff. Der Stachel der Honigbiene besitzt feine rückwärts gerichtete Widerhaken, die sich besonders in der Haut von Säugetieren festsetzen können. Dadurch bleibt der Stachel häufig stecken, und beim Wegfliegen reißt der gesamte Stechapparat samt Giftsack aus dem Hinterleib der Biene. Das endet für die Arbeiterin tödlich und setzt zugleich Alarmpheromone frei, die andere Bienen auf dieselbe Gefahr aufmerksam machen. Wespen besitzen dagegen einen glatten Stachel ohne solche Widerhaken. Deshalb können sie den Stachel wieder herausziehen und mehrfach zustechen, ohne sich dabei selbst zu verletzen. Hornissen funktionieren in diesem Punkt ähnlich wie andere Wespen: Auch sie haben einen glatten, mehrfach einsetzbaren Stachel. Sie können pro Stich viel Schmerz verursachen, aber die Behauptung, ihr Stich liege grundsätzlich deutlich höher auf dem Schmidt-Schmerzindex als der von Bienen und Wespen, ist in dieser Form zu pauschal. Die Feuerameise wiederum beißt sich zunächst mit ihren Mundwerkzeugen fest und setzt dann mehrere Stiche, während sie ihren Körper um den Angriffspunkt dreht. So entstehen oft mehrere dicht beieinanderliegende Stichstellen in einem halbkreis- oder kreisförmigen Muster. Ihr Gift besteht vor allem aus Alkaloiden wie Solenopsin und zusätzlich aus Proteinen.