24/01/2022
Die digitale Sozialisation begann für viele der heute in Entscheidungsposten tätigen Vertreter der Generation X vor nunmehr genau 40 Jahren: Das wird in der Laudatio des geschätzten Peter Glaser zum 40. Jubiläum des Commodore 64 sehr deutlich.
Wie war das bei Ihnen / bei Euch mit dem Commodore 64 (und seinen Zeitgenossen von Atari, Apple, Sinclair, Schneider, Texas Instruments & Co.)?
Ich selbst lernte Mitte der 80er Textverarbeitungsprogramme (intensivst!) anzuwenden, berechnete Himmelskarten für sommerliche Astro-Abende, lernte BASIC und Maschinensprache, zeigte in Programmen für den Bio-Unterricht (zunächst falsch laufende ;-) ) Räuber-Beute-Beziehungen auf und tastete mich an die Anfänge des Desktop Publishings heran. Ohne all' das wäre mein (Berufs)Leben anders verlaufen.
Wie groß die Zahl derjenigen aus meiner Generation ist, die damals die digitalen Basiskompetenzen erwarben, wird oft übersehen, die frühe Prägung durch das Digitale zumeist den Generationen Y & Z zugeschrieben. Ohne einen inklusiven Ansatz bei der weiteren Gestaltung der Digitalisierung werden wir nicht wirklich vorankommen und so etwas wie digitale Teilhabe erschweren. Digitalhistorische Betrachtungen auf das heutige Handeln zu beziehen ist m.E. eine wichtige Aufgabe – so, wie wir (eigentlich) aus der generellen historischen Analyse und Quellenbetrachtung Schlüsse für gesellschaftliches, ökonomisches und politisches Handeln ziehen sollten.
Einst waren Computer wohnzimmergroße Apparaturen - bis Heimcomputer Anfang der 80er eine Revolution auslösten. Wer dabei war, schwelgt in Erinnerungen. So wie der Schriftsteller Peter Glaser in seiner Laudatio zum 40. Jubiläum.