01/06/2026
Ab dem 1. Juli 2026 verändert sich die Qualitätsprüfung in der ambulanten Pflege deutlich und die bisherigen Pflegenoten werden abgelöst 👀
Im Mittelpunkt steht nicht mehr nur die reine Dokumentation, sondern vor allem die Prozessqualität und Ergebnisqualität. Also die Frage: Wie gut geht ein Pflegedienst wirklich auf die Bedürfnisse, Risiken und Versorgungssituationen der Menschen ein?
Geprüft wird weiterhin durch den Medizinischen Dienst und den PKV Prüfdienst. Neu ist unter anderem, dass Prüfungen in der Regel zwei Arbeitstage vorher angekündigt werden.
Bewertet werden unter anderem:
✅ Aufnahme und Risikoeinschätzung
✅ Unterstützung bei Mobilität, Körperpflege und Ernährung
✅ Beratung von Angehörigen
✅ Umsetzung ärztlich verordneter Maßnahmen
✅ Medikation, Wundversorgung und weitere pflegerische Leistungen
✅ Spezialisierte Versorgungsformen wie außerklinische Intensivpflege oder psychiatrische häusliche Krankenpflege
Auch die Bewertung selbst wird konkreter. Künftig gibt es vier Kategorien:
A: kein Defizit
B: Dokumentationsfehler ohne Folgen
C: Risiko für negative Folgen
D: eingetretene Schädigung
Zusätzlich fließen auch Strukturangaben der Pflegedienste ein, zum Beispiel:
👥 personelle Ausstattung
🎓 Fachkraftquote
📚 Zusatzqualifikationen der Mitarbeitenden
Diese Angaben müssen ambulante Dienste künftig halbjährlich aktualisieren. Veröffentlicht werden die Informationen über zentrale Pflegeportale der Kassen. Das soll Pflegebedürftigen und Angehörigen helfen, Anbieter besser zu vergleichen und fundierter auszuwählen.
👉🏻 Wichtig ist auch: Erstmals werden auch ambulante Betreuungsdienste, die ausschließlich Unterstützungsleistungen im Alltag anbieten, systematisch geprüft und dargestellt.
Das Ziel der Reform ist klar: mehr Transparenz, bessere Vergleichbarkeit und eine Qualitätsbewertung, die näher an der tatsächlichen Versorgungssituation ist.
Für Pflegedienste bedeutet das: Gute Pflege muss nicht nur erbracht, sondern auch nachvollziehbar, strukturiert und qualitätsorientiert umgesetzt werden 💚