01/09/2026
DU ACKERST UND SIE WIRD BEFÖRDERT
Du freust Dich für sie.
Und gleichzeitig fragst Du Dich, warum Du selbst noch nicht dort bist.
Eine Kollegin wird befördert.
Jemand aus Deinem Netzwerk übernimmt eine größere Position.
Ein ehemaliger Kollege macht plötzlich den nächsten Karriereschritt.
Obwohl Du Dich wirklich für diese Menschen freust, kommt da dieser kleine Gedanke:
"Und ich?"
Gerade als Führungskraft passiert das häufiger, als man denkt.
Denn Du siehst, was andere erreicht haben. Aber Du siehst nicht, was hinter diesem Erfolg steckt.
Du vergleichst Deinen Weg mit dem Ergebnis eines anderen.
Das macht Deinen eigenen Fortschritt unsichtbar.
Vielleicht:
… führst Du heute Gespräche, vor denen Du vor ein paar Jahren noch zurückgeschreckt wärst.
… triffst Du Entscheidungen, ohne jede davon zehnmal zu hinterfragen.
… setzt Du Grenzen, die Du früher niemals gesetzt hättest.
… hast Du gelernt, Konflikte auszuhalten, statt jedem Konflikt aus dem Weg zu gehen.
Das sind keine großen Schlagzeilen.
So zeigt sich echte Entwicklung.
Führung bedeutet nicht, ständig schneller, höher und weiter zu kommen.
Manchmal bedeutet Führung auch, innezuhalten und zu erkennen:
Ich bin längst nicht mehr die Führungskraft, die ich vor drei Jahren war.
Und vielleicht ist genau das der Erfolg, den Du gerade übersiehst.
Also schau ruhig, was andere machen.
Aber hör auf, Deinen Wert daran zu messen, wie schnell jemand anderes vorankommt.
Dein Weg muss nicht genauso aussehen.
Er muss zu Dir passen.