21/11/2020
CO2-Abgabe ?
Was bedeutet das für mich als Verbraucher?
Ab 2021 wird eine CO2-Abgabe auf in Verkehr gebrachte Brennstoffe erhoben. Die sogenannte CO2-Steuer verteuert Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas dabei so, dass sich die Kosten in Zukunft stärker am tatsächlichen CO2-Gehalt ausrichten. Damit sollen die nationalen Klimaschutzziele und bis 2050 Treibhausgasneutralität erreicht werden.
Das nationale Emissionshandelssystem (nEHS) startet 2021 mit einem Festpreissystem, das heißt, der Preis pro Tonne CO2 ist fix und politisch festgelegt. Dabei werden Zertifikate an die Unternehmen, die Heiz- und Kraftstoffe in Verkehr bringen, verkauft. Die Kosten für die Zertifikate trägt dann der Brenn- und Kraftstoffhandel: Wenn Unternehmen Heizöl, Flüssiggas, Erdgas, Kohle, Benzin oder Diesel verkaufen, benötigen sie für jede Tonne CO2, die die Stoffe im Verbrauch verursachen werden, ein Zertifikat als Verschmutzungsrecht.
Bund und Länder einigten sich im Vermittlungsausschuss darauf, den CO2-Preis ab Januar 2021 auf zunächst 25 Euro festzulegen. Danach steigt der Preis schrittweise bis zu 55 Euro im Jahr 2025 an. Für das Jahr 2026 soll ein Preiskorridor von mindestens 55 und höchstens 65 Euro gelten.
Diese Verpflichtung wirkt wie eine Steuer.
Konkret sieht die Rechnung wie folgt aus:
• Die Emissionszertifikate kosten 25,00 EUR pro Tonne CO2.
• Für Erdgas wurde vom BAFA der Emissionsfaktor 0,202 festgelegt, d.h. 1.000 kWh /Erdgas entsprechen 202 kg CO2.
Damit betragen die Mehrkosten pro kWh Gas ab 2021: 0,505 Cent
Es ist davon auszugehen, dass die Lieferanten diese Umlage 1:1 an die Kunden weitergeben werden.
In der Übergangsphase haben einige Versorger diese Umlage bereits in den Tarifen eingepreist – und andere werden dies erst zu einem späteren Zeitpunkt umsetzen.
Um Ihnen eine Transparenz zu geben und eine Vergleichbarkeit zu ermöglichen, erhalten Sie bei uns auch die Information welches Unternehmen die Kosten bereits mitberechnet.