25/10/2010
Zu den besonders angesehenen Künstlern der Münchner Schule gehört der am 31. Oktober 1817 in Nördlingen geborene Maler Johann Friedrich Voltz.
Durch seinen Vater – dem ebenfalls begabten Maler und Kupferstecher Johann Michael Voltz (1784 – 1858) - hatte er schon frühzeitig einen Förderer seiner künstlerischen Begabung, die er durch das Studium der Niederländer in der Münchner Pinakothek und im Schleißheimer Schloss weiter ausbaute.
Ferner beeinflusste seinen Malstil der Pferdemaler Albrecht Adam (1786 – 1802), dessen Schüler er wurde, sowie die Künstler Max Josef Wagenbauer (1775 -1829), Peter von Hess (1792 – 1871) und Heinrich Bürkel (1802 – 1869).
Höhepunkt und endgültige Reife seiner malerischen Darstellung erfuhr Voltz vor allem durch den Umgang mit Christian E.B. Morgenstern (1805 – 1867), Carl Spitzweg (1808 – 1885) und Eduard Schleich d.Ä. (1812 – 1874).
Voltz wurde als Tiermaler zur stärksten Kraft unter den Münchner Fachmalern, war aber ebenso ein Landschaftsmaler von hohem Rang und gilt als einer der Herausragenden der damaligen Zeit. Ab den 1840er Jahren begründete er, vor dem Hintergrund des zunehmenden Einsatzes und der Züchtung bestimmter Rassen in der Landwirtschaft, das bis dahin den Pferden vorbehaltene Rassenporträt von Kühen.
Dem zu Lebzeiten bereits gefeierten Künstler und königlichen Professor wurden unzählige Auszeichnungen und Ehrungen zuteil, zudem war er Mitglied der Akademien zu München, Berlin und Wien. Johann Friedrich Voltz verstarb im Alter von 69 Jahren 1886 in München.
Seine Werke befinden sich heute u.a. in der Neuen Pinakothek München, der Berliner Nationalgalerie, der Akademie der Bildenden Künste Wien, dem Metropolitan Museum of Art New York, sowie in privaten Sammlungen.