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Inwieweit gemeinnützige Organisationen politisch sein dürfen, beschäftigt weiter die Gerichte. Derzeit befasst sich das ...
12/08/2026

Inwieweit gemeinnützige Organisationen politisch sein dürfen, beschäftigt weiter die Gerichte. Derzeit befasst sich das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) mit den Argumenten der NGO Attac gegen ein BFH-Urteil aus 2019. Danach ist Attac nicht gemeinnützig. Die „Neue Juristische Wochenschrift“ (NJW), ein Leitmedium der juristischen Fachwelt, widmet sich den weitreichenden Folgen des Themas und befragt Dr. Erich Theodor Barzen (Experte des Gemeinnützigkeitsrechts) nach den Grenzen zulässiger Einflussnahme gemeinnütziger NGOs auf die Politik.

Für den Rechtsanwalt ist die Frage seit 2025 erneut virulent. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion stellte eine Kleine Anfrage zu staatlichen Zuschüssen an NGOs. Dabei äußerte sie Zweifel, dass einzelne tagesaktuelle Stellungnahmen mit dem Gemeinnützigkeitsstatus vereinbar seien. Parallel forderte die FDP in NRW ein Prüf- und Kontrollverfahren, welches sicherzustellt, dass vom Land geförderte Organisationen keiner parteipolitischen Beeinflussung nachgehen; die Aberkennung der Gemeinnützigkeit solle überwacht werden.

Ein Missverständnis berichtigt Barzen hinsichtlich der NGO BUND: Während die CDU/CSU sich auf den BFH beruft, wenn sie die politische Einflussnahme durch BUND problematisiert, hatte gerade der BUND vor dem BFH Recht behalten. Seine politische Einflussnahme bleibt laut BFH im Rahmen des gemeinnützigen Zwecks „Umweltschutz“ und sei deshalb zulässig. Attac habe sich hingegen (lediglich) auf die Zwecke „Volksbildung“ und „Förderung des demokratischen Staatswesens“ stützen können, die der BFH restriktiv auslege. Der BFH wolle nicht, dass das „demokratische Staatswesen“ als Türöffner für jegliche politische Tätigkeit diene. Konkret ging es bei Attac u. a. um die Finanztransaktionssteuer, Steuerflucht und Umverteilung.

Barzen betont, politische Einflussnahme werde von den Gerichten in bestimmten Bereichen in größerem Maße als gemeinnützig akzeptiert, als in anderen. Barzen hält die Differenzierung für vertretbar, aber keineswegs zwingend. Die Themen Umweltschutz oder Völkerverständigung würden privilegiert, Steuerpolitik und Steuergerechtigkeit dagegen nicht. Verfassungsrechtlich werde der Schutz der Meinungsfreiheit durch das BVerfG betont. Welche Schlüsse das BVerfG daraus jedoch für die Gemeinnützigkeit ziehen werde, sei noch nicht sicher.

Barzen drängt auf ein abgestuftes Sanktionssystem, nicht nur in Bezug auf die „politische“ Thematik. Der Entzug Gemeinnützigkeit sei einschneidend. In jedem Falle solle künftig eine Verwarnung vorausgehen müssen. Gegen die Verwarnung könnte der Verein vorgehen. Dann könne das Gericht entscheiden, ob die Aktivitäten des Vereins die Sphäre der Gemeinnützigkeit verlassen haben oder umgekehrt die Verwarnung die Grundrechte des Vereins verletze.

Warum Fundraising für Klöster heute wichtiger ist denn je ⚜️Klöster sind Orte der Spiritualität, der Kultur, der Gastfre...
13/07/2026

Warum Fundraising für Klöster heute wichtiger ist denn je ⚜️

Klöster sind Orte der Spiritualität, der Kultur, der Gastfreundschaft und der Hoffnung. Doch auch sie stehen vor großen finanziellen Herausforderungen. Erfolgreiches Fundraising bedeutet dabei weit mehr als das Sammeln von Spenden – es bedeutet, Menschen für eine gemeinsame Mission zu begeistern.

Diese 7 Dinge sind entscheidend für erfolgreiches Fundraising in Klöstern:

1. Eine Abt oder Äbtissin, die Fundraising als Führungsaufgabe versteht.Wenn die Klosterleitung hinter dem Fundraising steht, schafft sie Vertrauen, Motivation und die notwendige Unterstützung für alle Beteiligten.

2. Ein Kloster, das die Kraft guter Kommunikation kennt.Menschen unterstützen keine Gebäude – sie unterstützen Geschichten, Werte und Visionen. Wer offen, authentisch und regelmäßig kommuniziert, baut Beziehungen auf.

3. Eine klare Strategie und eine überzeugende Mission.Wer weiß, wofür das Kloster steht und welche Ziele erreicht werden sollen, kann andere dafür gewinnen. Klarheit schafft Vertrauen.

4. Einen starken Freundeskreis.Freundinnen und Freunde eines Klosters sind oft die wichtigsten Botschafter. Sie tragen die Idee nach außen, werben neue Unterstützer und begleiten Projekte über viele Jahre.

5. Ein erreichbares Ziel.Menschen spenden lieber für konkrete Projekte mit einem klaren Nutzen. Ein realistisches Ziel macht Erfolge sichtbar und motiviert zum Mitmachen.

6. Ein professionelles Team.Fundraising braucht Zeit, Kompetenz und Kontinuität. Wer Beziehungen pflegt, Danke sagt und Projekte professionell begleitet, schafft langfristige Unterstützung.

7. Begeisterung für Menschen.Fundraising beginnt nicht mit Geld – sondern mit echter Wertschätzung. Wer Menschen zuhört, Beziehungen pflegt und sie an der Mission teilhaben lässt, gewinnt Unterstützer fürs Leben.

Fundraising ist kein notwendiges Übel. Es ist gelebte Beziehungspflege und eine Einladung, gemeinsam Zukunft zu gestalten. Gerade Klöster haben eine einzigartige Botschaft, die Menschen bewegt. Diese gilt es sichtbar zu machen – authentisch, glaubwürdig und mit Begeisterung.

✨ Denn wer Herzen erreicht, gewinnt nicht nur Spenden, sondern Wegbegleiter für die Mission.

🗓️ Heute findet wieder der Fundraising-Stammtisch von 18:00 bis 19:15 Uhr via Zoom statt.Der Stammtisch bietet eine lebe...
07/07/2026

🗓️ Heute findet wieder der Fundraising-Stammtisch von 18:00 bis 19:15 Uhr via Zoom statt.

Der Stammtisch bietet eine lebendige Austauschplattform für alle Fundraising-Interessierten. In wechselnden Runden werden aktuelle Themen aus der Fundraising-Branche praxisnah, offen und inspirierend diskutiert.

Dieses Mal wird uns Professor Dr. Joerg Kopecz einen Impuls zum Thema "KI-Agenten im Fundraising – Möglichkeiten, Grenzen und erste Schritte" geben:
Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitsweise gemeinnütziger Organisationen grundlegend – auch im Fundraising und in der Kommunikation. In diesem 20-minütigen Zoom-Impulsvortrag erhaltet Ihr eine praxisnahe Einführung in KI und KI-Agenten, ohne dass technisches Vorwissen vorausgesetzt wird. Anhand konkreter Einsatzszenarien – von der Stiftungsrecherche über personalisierte Spenderkommunikation bis zur Datenanalyse – wird gezeigt, welche Routineaufgaben KI-Systeme heute bereits zuverlässig übernehmen können. Dabei werden auch die Grenzen ehrlich benannt: KI ersetzt weder Beziehungsarbeit noch menschliches Urteil, und der Einstieg erfordert Lernbereitschaft sowie einen bewussten Umgang mit Datenschutzfragen. Der Vortrag schließt mit konkreten Empfehlungen, wie Organisationen schrittweise und ressourcenschonend in das Thema einsteigen können.

Moderiert wird das Format von Jochen Brühl und Ursula Becker-Peloso, die den Austausch mit fachlicher Expertise und spannenden Impulsen begleiten.

➡️ Infos und Anmeldung unter: https://lnkd.in/e3nXFfuU

Wir freuen uns auf spannende Diskussionen und den gemeinsamen Blick auf KI-Agenten im Fundraising.

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🚀 KI für den guten Zweck: Anthropic startet „Claude for Nonprofits“Während viele Diskussionen rund um KI von Produktivit...
23/06/2026

🚀 KI für den guten Zweck: Anthropic startet „Claude for Nonprofits“
Während viele Diskussionen rund um KI von Produktivität, Automatisierung und Wettbewerbsvorteilen geprägt sind, richtet Anthropic den Fokus auf eine andere Frage: Wie kann Künstliche Intelligenz gemeinnützige Organisationen dabei unterstützen, ihre gesellschaftliche Wirkung zu vergrößern?

🎯Mit „Claude for Nonprofits“ stellt Anthropic ein spezielles Angebot für Non-Profit-Organisationen vor. Ziel ist es, Organisationen dabei zu helfen, mehr Wirkung mit begrenzten Ressourcen zu erzielen – eine Herausforderung, die nahezu jede gemeinnützige Einrichtung kennt.

Das Programm basiert auf drei zentralen Säulen:
✅ Deutlich vergünstigter Zugang zu Claude
Qualifizierte Non-Profit-Organisationen erhalten bis zu 75 % Rabatt auf Team- und Enterprise-Pläne. Damit werden leistungsfähige KI-Modelle auch für Organisationen zugänglich, die bisher nicht über entsprechende Budgets verfügten.
✅ Direkte Anbindung an Non-Profit-Systeme
Neu entwickelte Schnittstellen verbinden Claude mit Plattformen wie Blackbaud, Candid und Benevity. Dadurch können Teams Spenderdaten, Fördermöglichkeiten, Programmabläufe, Freiwilligenprogramme oder Fundraising-Informationen direkt über natürliche Sprache analysieren und nutzen. Zusätzlich werden bestehende Integrationen mit Microsoft 365, Google Workspace, Slack oder Asana unterstützt.
✅ Weiterbildung für den verantwortungsvollen KI-Einsatz
Mit dem kostenlosen Kurs „AI Fluency for Nonprofits“ sollen Mitarbeitende lernen, KI sinnvoll und effektiv in ihren Arbeitsalltag zu integrieren. Der Fokus liegt nicht nur auf Technologie, sondern auf nachhaltiger Organisationsentwicklung.

Besonders interessant sind die bereits dokumentierten Anwendungsfälle:
🔹 Die Epilepsy Foundation nutzt Claude für eine rund um die Uhr verfügbare Unterstützung von Betroffenen.
🔹 Das International Rescue Committee beschleunigt die Analyse von Felddaten und die Kommunikation mit lokalen Partnern in humanitären Krisengebieten.
🔹 Die Entwicklungsforschungsorganisation IDinsight berichtet von einer bis zu 16-fachen Beschleunigung bestimmter Arbeitsprozesse durch den Einsatz von Claude.

💡 Es gibt dabei drei Erfolgsfaktoren für den KI-Einsatz im Non-Profit-Sektor:
🔸️Integration in bestehende Arbeitsabläufe statt zusätzlicher Komplexität.
🔸️Schutz sensibler Daten und Wahrung des Vertrauens von Stakeholdern.
🔸️Finanzielle Zugänglichkeit für Organisationen mit begrenzten Ressourcen.

Die Initiative zeigt, dass KI nicht nur ein Werkzeug für Effizienzsteigerung in Unternehmen sein muss. Richtig eingesetzt kann sie auch dazu beitragen, gesellschaftliche Herausforderungen effektiver zu adressieren – von Bildung über Gesundheit bis hin zu humanitärer Hilfe.

🍀Die spannende Frage lautet nun: Welche Non-Profit-Organisationen werden die Chancen generativer KI als Erste strategisch nutzen – und welche Wirkung entsteht daraus in den kommenden Jahren?

Save the Date 📅 7.7.2026 - 18 Ihr
Fundraising Stammtisch: Thema KI
Anmeldungen über den DFRV e.V.

Wer größere Summen braucht im Fundraising, der sollte sich mal die internationalem Stiftungen anschauenAber es gibt eini...
19/06/2026

Wer größere Summen braucht im Fundraising, der sollte sich mal die internationalem Stiftungen anschauen
Aber es gibt einiges zu beachten in den Antragsprozessen:

▶️Darf die US-Stiftung überhaupt ins Ausland fördern?
▶️Equivalency Determination (ED)
▶️Expenditure Responsibility (ER)
▶️Sprache-, Kommunikations- und Antragskultur
▶️Sanktionen und Compliance
▶️Impact
▶️Anträge in gutem Englisch sind Voraussetzung

Viele Stiftungen erwarten eine nachvollziehbare Wirkungskette:
Input → Aktivitäten → Outputs → Outcomes → Impact

US-Förderer legen häufig großen Wert auf:
▶️Kennzahlen (KPIs)
▶️Evaluation
▶️Monitoring
▶️Wirkungsnachweise

Die Frage lautet häufig weniger:
„Ist das Projekt sinnvoll?“
sondern eher:
„Können Sie glaubwürdig nachweisen, dass die Förderung messbare und nachhaltige Wirkung erzielt?“

Auf jeden Fall lohnt es sich zu eruieren, ob die Organisation Anträge stellen kann. Die Antragstellung bei US-Stiftungen kann zwar anspruchsvoll sein, bietet aber die Chance auf starke internationale Partnerschaften, neue Förderquellen und eine nachhaltige Stärkung der eigenen gemeinnützigen Arbeit.

Herzliche Einladung an alle Fundraiser und Fundraiserinnen und andere KI Interessierten am 7. Juli zu unserem Fundraisin...
18/06/2026

Herzliche Einladung an alle Fundraiser und Fundraiserinnen und andere KI Interessierten am 7. Juli zu unserem Fundraising-Stammtisch um 18 Uhr per Zoom

💡 Professor Dr. Jörg Kopecz wird uns einen Impuls geben zu dem Thema
KI-Agenten im Fundraising – Möglichkeiten, Grenzen und erste Schritte.

👨‍💼 Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitsweise gemeinnütziger Organisationen grundlegend – auch im Fundraising und in der Kommunikation. In diesem 20-minütigen Zoom-Impulsvortrag erhalten Sie eine praxisnahe Einführung in KI und KI-Agenten, ohne dass technisches Vorwissen vorausgesetzt wird. Anhand konkreter Einsatzszenarien – von der Stiftungsrecherche über personalisierte Spenderkommunikation bis zur Datenanalyse – wird gezeigt, welche Routineaufgaben KI-Systeme heute bereits zuverlässig übernehmen können. Dabei werden auch die Grenzen ehrlich benannt: KI ersetzt weder Beziehungsarbeit noch menschliches Urteil, und der Einstieg erfordert Lernbereitschaft sowie einen bewussten Umgang mit Datenschutzfragen. Der Vortrag schließt mit konkreten Empfehlungen, wie Organisationen schrittweise und ressourcenschonend in das Thema einsteigen können.

Jörg Kopecz hat in Mainz und in den USA Kernphysik und evangelische Theologie studiert und in Bochum in Neuroinformatik über autonome Systeme und Machine Learning promoviert. Er war im Oberen Führungskreis der Siemens AG, u.a. zuständig für Kraftwerksautomatisierung in Europa und der GUS und anschließend als Geschäftsführer und Finanzchef des Deutschen Evangelischen Kirchentages tätig. Seit 2017 ist Jörg Kopecz Professor für Unternehmensführung und digitales Transformationsmanagement an der Hochschule für Oekonomie und Management in Bonn sowie geschäftsführender Gesellschafter des iTM – Institut für Transformationsmanagement www.institut-tm.de, das Unternehmen und Non-Profit Organisationen in den Phasen der Transformation berät und begleitet.

Anmeldungen bitte unter: https://lnkd.in/dFmJT8z4

Wir freuen uns auf Euch und eure Fragen!

Menschen im Vertrieb werden häufig durch die Angst gelähmt, inkompetent zu wirken, das hat eine neue Studie erkannt (MM)...
16/06/2026

Menschen im Vertrieb werden häufig durch die Angst gelähmt, inkompetent zu wirken, das hat eine neue Studie erkannt (MM). Sie vermeiden Situationen, in denen ihre Wissensgrenzen sichtbar werden könnten. Dadurch stellen sie weniger Fragen, führen oberflächlichere Gespräche und schöpfen ihr Potenzial nicht aus. Die Wissenslücke selbst ist oft weniger problematisch als die Angst vor ihrer Offenlegung. Dieses Muster findet sich auch in vielen anderen Berufen wieder.

Übertragen auf das Fundraising könnte daraus ein deutlich schärferer Artikel entstehen:
Die Angst vor dem Großspender lähmt das Fundraising

Wenn soziale Organisationen über stagnierende Spendeneinnahmen sprechen, fallen meist dieselben Erklärungen: schwierige wirtschaftliche Zeiten, zurückhaltende Spender, zunehmender Wettbewerb um Aufmerksamkeit.

Selten wird eine andere Ursache diskutiert. Dabei sitzt sie oft direkt im eigenen Haus.
Viele Fundraiser haben Angst vor Großspendern.

Nicht vor den Menschen selbst. Sondern vor dem Moment, in dem sie merken könnten, dass sie nicht auf jede Frage eine Antwort haben.
Die größte Hürde ist nicht der Spender
Wer mit einem potenziellen Großspender spricht, bewegt sich häufig außerhalb seiner Komfortzone.

Plötzlich geht es nicht mehr um einen Spendenbrief oder eine Online-Kampagne. Es geht um Strategie, Wirkung, Governance, Finanzierung, Skalierung und gesellschaftliche Veränderungen.

Großspender stellen Fragen.
▶️Wie messen Sie Wirkung?
▶️Warum sollte ich gerade Ihr Projekt unterstützen?
▶️Welche Ergebnisse haben Sie konkret erzielt?
▶️Wie sieht Ihre Finanzierung in fünf Jahren aus?
▶️Gibt es Ihre Organisation in 5Jahren noch?

Viele Fundraiser erleben solche Fragen als Prüfung. Und genau dort beginnt das Problem.
Wer Angst hat, die Antwort nicht zu kennen, beginnt unbewusst, solche Gespräche zu vermeiden.

Vermeidung kostet Millionen
Die Folgen sind überall sichtbar.
Termine werden verschoben.
Kontakte werden nicht systematisch entwickelt.
Potenzielle Förderer bleiben jahrelang auf Mailinglisten statt persönlich angesprochen zu werden.
Spendenbitten werden so vorsichtig formuliert, dass am Ende niemand weiß, was eigentlich gewünscht wird.

Nach außen wirkt das wie mangelnde Gelegenheit. In Wirklichkeit handelt es sich oft um Vermeidungsverhalten.
Nicht die fehlende Spendenbereitschaft verhindert Wachstum.
Die Angst vor dem anspruchsvollen Gespräch verhindert Wachstum.
Das Problem sind oft nicht die Fundraiser

Hier endet die Verantwortung jedoch nicht beim einzelnen Mitarbeiter.
Viele Organisationen schicken Fundraiser in Gespräche mit Unternehmern, Stiftungsgründern oder vermögenden Familien, ohne sie ausreichend darauf vorzubereiten.
Man erwartet professionelle Ergebnisse, investiert aber kaum in professionelle Ausbildung.

In der Wirtschaft wäre das undenkbar.
Kein Unternehmen würde einen Key-Account-Manager ohne Training, Coaching und intensive Vorbereitung zu den wichtigsten Kunden schicken.
Im Non-Profit-Sektor geschieht genau das jeden Tag.

Wissen schafft Sicherheit
Die Lösung besteht nicht darin, dass Fundraiser jede denkbare Antwort auswendig lernen.
Die besten Großspender-Fundraiser zeichnen sich durch etwas anderes aus.
Sie haben keine Angst davor, etwas nicht zu wissen.
Sie sagen:
"Das weiß ich aktuell nicht. Ich kläre das gerne für Sie."
Sie verstehen, dass Glaubwürdigkeit wichtiger ist als Perfektion.
Und sie wissen, dass ein Großspender meist nicht nach Fehlerfreiheit sucht, sondern nach Vertrauen.

Wer wachsen will, muss investieren
Viele Organisationen betrachten Fundraising-Schulungen noch immer als Kostenfaktor.

Tatsächlich handelt es sich um eine der wenigen Investitionen, die unmittelbar zu höheren Einnahmen führen können.

Jeder Fundraiser sollte lernen,
strategische Fördergespräche zu führen,
Wirkung überzeugend darzustellen,
Finanzierungsfragen souverän zu beantworten,
mit kritischen Nachfragen umzugehen,
und konkrete Spendenbitten auszusprechen.
Das sind keine Talente. Das sind Fähigkeiten.
Und Fähigkeiten lassen sich trainieren.

Die eigentliche Frage
Die meisten Großspender gehen nicht verloren, weil eine Organisation die falsche Mission hat.
Sie gehen verloren, weil niemand den Mut hatte, das entscheidende Gespräch zu führen.
Solange soziale Organisationen die Angst ihrer Fundraiser ignorieren, werden sie weiterhin über fehlende Mittel klagen.
Erst wenn sie beginnen, ihre Mitarbeiter systematisch auf Großspendergespräche vorzubereiten, können sie ihr tatsächliches Fundraising-Potenzial erschließen.
Die wichtigste Wachstumsbremse im Fundraising ist häufig nicht der Mangel an Spendern.
Es ist die Angst, ihnen auf Augenhöhe zu begegnen.

Unser gestriger Fundraising Stammtisch war wieder einmal sehr interessant. Martin Georgi, ehrenamtlicher Vorstand des De...
10/06/2026

Unser gestriger Fundraising Stammtisch war wieder einmal sehr interessant. Martin Georgi, ehrenamtlicher Vorstand des Deutschen Fundraising-Verbandes fasste den Fundraising-Kongress aus der letzten Woche noch einmal für uns zusammen:

Zunächst ist der FR-Kongress des DFRV sicherlich einer der größten in Europa (die Engländer haben gerade aus Mittelknappheit ihren eingestellt). Es waren interessante 3 Tage mit ca. 140 Anmeldungen für Sessions und rund 40 einzelnen Workshops und Vorträgen. Internationale Referenten wie das Urgestein Ken Burnett und Richard Ratcliff waren dabei.

Kernthema: Schwierige Zeiten sind gute Zeiten für das Fundraising. Auch wenn das Klima der Kostenminimierung bei vielen Organisationen greift, es ist noch genug Luft nach oben in den Fundraising-Instrumenten. Hier besonders hervorzuheben – das Erbschafts-Fundraising.

Viele Erben spenden, weil sie steuerliche Vorteile nutzen möchten, Vermächtnisse im Sinne des Erblassers erfüllen wollen, gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und persönliche Werte weitertragen möchten. Oft spielt auch die Organisation, die man bereits kennt und ein einfacheres Abwickeln von Nachlässen eine Rolle. In England (und den USA) ist man da schon einen Schritt voraus. Organisationen und Stiftungen, die bereits vor 10 Jahren mit Legaten angefangen haben, können sich heute über Mittel nicht beklagen. Ein absoluter Wachstumsbereich.

Ein weiterer Punkt, der heftig diskutiert wurde ist das negative Narrativ, was im Moment vielen Organisationen, besonders auch in der Entwicklungszusammenarbeit, beschäftigt. Hier helfen Transparenz der eigenen Arbeit, Wirkungsnachweise sowie Aufklärungskampagnen.

Natürlich durfte das Thema KI nicht fehlen und die praktische Umsetzung in der täglichen Arbeit.

Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitsweise gemeinnütziger Organisationen grundlegend – auch im Fundraising. Von der Stiftungsrecherche über personalisierte Spenderkommunikation bis zur Datenanalyse – KI-Systeme übernehmen heute bereits zuverlässig Routineaufgaben.

Die Vision für die Zukunft ist: Viele Säulen tragen ein Dach, Diversifikation von Organisationen, auch im Bereich Finanzierungen. Erbschaftsmarketing hat noch großes Wachstumspotential. Und das Fundraising wird international – so auch die Spender. Darauf muss man vorbereitet sein.

Nächster Termin: 7.7. 18 Uhr Thema: KI-Agenten im Fundraising – Möglichkeiten, Grenzen und erste Schritte mit Prof. Jörg Kopecz

Herzlichen Dank an Jochen Brühl für die Moderation.

Auch im Juni laden wir wieder herzlich zu unserem Online-Stammtisch für Fundraiser*innen ein.Aufgrund des Deutschen Fund...
01/06/2026

Auch im Juni laden wir wieder herzlich zu unserem Online-Stammtisch für Fundraiser*innen ein.

Aufgrund des Deutschen Fundraising Kongresses findet der Stammtisch dieses Mal ausnahmsweise nicht am ersten Dienstag des Monats statt, sondern eine Woche später, am 09. Juni.

Der Stammtisch bietet Raum für aktuelle Themen, neue Perspektiven und praxisnahe Diskussionen rund um die Fundraising-Branche. In vertrauter Runde kommen Fundraising-Interessierte zusammen, um Erfahrungen zu teilen, Fragen zu diskutieren und voneinander zu lernen.

Moderiert wird das Format von Ursula Becker-Peloso und Jochen Brühl, die den Abend mit fachlicher Expertise und spannenden Impulsen begleiten.

📅 Dienstag, 09. Juni 2026 | 18:00–19:15 Uhr
📍 Online via Zoom

Jetzt anmelden
Wir freuen uns auf einen inspirierenden Abend mit Euch, auf neue Impulse und einen lebendigen Austausch!

https://pretix.eu/dfrv/fr-st-26-06-09/

Herzliche Grüße
Ursula - Jochen - Martin

Di, 9. Juni 2026

Adresse

Semperstraße 21
Munich
81735

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