22/01/2026
Dokumentarfilm: Musik im Glück - Michael Haefliger, Festivalmacher
«Sternstunde Musik» auf SRF 1 | Sonntag, 25. Januar, 12.00 Uhr
Was treibt den Chef und Kurator eines großen Musikfestivals an?
Über ein Vierteljahrhundert lang hat Michael Haefliger das Lucerne Festival geleitet, das er gemeinsam mit Claudio Abbado und Pierre Boulez um die Jahrtausendwende neu aus der Taufe hob: Große Sinfonik in einem der besten Säle der Welt, Neue Musik, Workshops für Musiker, Dirigenten und Komponisten, Festival in den Strassen, Schnupperkonzerte („40 Minutes“) für Eltern und Kinder – Luzern lebt, so sagt es der neue Intendant Sebastian Nordmann, vier Wochen lang „wie im Rausch“.
Wir waren im letzten Sommer von Haefligers Intendanz dabei, meine Ko-Autorin Graziella Contratto und ich, haben Künstlern und Haefligers Mitstreitern zugehört, miterlebt, wie glücklich Musik macht, wie sie Menschen verbindet. Ein Radiointerview auf Schwyzerdütsch, das Haefliger der SRF Moderatorin Simone Hulliger gab, war ein Glücksfall für den Film. Entstanden ist das Portrait eines Musikers, der sich als Festivalmacher auf die Suche nach Neuem begab, im Denken, im Hören, im Miteinander.
Michael Haefliger wächst in einem musikalischen Elternhaus auf, wird Geiger, gibt zusammen mit seinem Bruder, dem Pianisten Andreas Haefliger, sein Debüt in Luzern. In Davos, woher der Vater, der Tenor Ernst Haefliger stammte, gründet er das Festival Young artists in concert, mit neuen, damals revolutionären Ideen. Die trugen ihn nach Luzern – und werden ihn jetzt weiter nach Asien tragen.
Zum Ende des Sommers erfüllte sich Michael Haefliger einen Traum und präsentierte Ark Nova am Vierwaldstättersee, den aufblasbaren Konzertsaal, ein Kunstwerk des englischen Künstlers Sir Anish Kapoor, das sie zu Viert, zusammen mit dem japanischen Architekten Arata Isozaki und dem Konzertagenten Masahide Kajimoto nach der Fukushima Katastrophe in Japan entwickelten. Ein Schlussstein, ein Signal zu neuem Aufbruch.
Mit:
Riccardo Chailly, den Musikern des Lucerne Festival Orchestra Raymond Curfs, Reinhold Friedrich und Eriko Takezawa, Wolfram und Tanja Christ, Sarah Christ, Kirsten und Raphael Christ, Andreas Haefliger und Marina Piccini, Marco Amherd, Hella Meier, Patricia Kopatchinskaja, Sol Gabetta, Ursula Jones-Strebi, Mark Sattler, Felix Heri, Dieter Ammann, Jagdish Mistry, Olga Neuwirth, Elena Schwarz, Daniel Barenboim, Esa-Pekka Salonen, Stefan Dohr, Tabea Zimmermann, Sarah Willis, Sebastian Nordmann, Armin Hartmann, Markus Hongler, Masahide Kajimoto, Andrea Loetscher, Lang Lang, Winnie Huang, Yannick Nézet-Séguin.
Und Musik von:
Pierre Boulez, Gustav Mahler, J.S. Bach, Charles Ives, Edison Denisov, César Franck, György Ligeti, Fritz Kreisler, Zoltán Kodáy, Wie-Chieh Lin, Jaebong Rho, Olga Neuwirth, Richard Wagner, Esa-Pekka Salonen, Dieter Ammann, Jenny Peña, Tribubu Band, Albert F: Doppler, Anton Bruckner, Giachino Rossini.
Foto Patrick Hürlimann