01/04/2025
Willkommen April ☀️ 🐣 🌺 🐰 🌱
Wir sind in der Ostara-Woche! Es ist eine heilige Zeit. Wir feiern die Kraft des Lebens und des Neubeginns. Vielleicht möchtest du in der Natur Ausschau halten, nach den ersten, grünen Grashalmen? Vielleicht gibt es auch die Möglichkeit, die Schuhe kurz auszuziehen und sich auf diese neuwerdende Erde zu stellen, um die aufsteigende und aufstrebende Energie zu spüren, einzuatmen, sich zu stärken und zu nähren? Vielleicht erhaschen wir zwischendurch einige Sonnenstrahlen, können stehenbleiben, um ihr wärmendes und belebendes Feuer auf unserer Haut zu spüren und es tief in uns aufzunehmen? Wir können die ersten Frühlingsblumenboten und -botinnen begrüßen, der Erde danken und sie segnen, mit ihr lachen, für sie tanzen und singen. Viele Naturwesen, die sich zum Schlafen und Ruhen zurückgezogen hatten, kehren nun wieder zurück, um mit uns in Kontakt zu treten. Wir können uns für sie öffnen, wenn wir möchten, und sie hören, spüren, sehen, riechen oder schmecken.
Es ist eine gute Zeit, um uns zu dehnen und zu schütteln, um den Winterschlaf abfallen zu lassen. Es tut uns gut, in Bewegung zu kommen oder weiter zu sein, denn das hilft unsere Lebendigkeit und unsere Lebensgeister zu aktivieren. Was möchten wir beginnen? Jetzt ist ein guter Zeitpunkt dafür.
Wir können auch den Vogelkonzerten lauschen und mit dem Herzen hören, was sie uns darüber mitteilen möchten.
Ostara ist eine der weißen Göttinnen, eine Frühlingsgöttin, an die wir uns in diesen Tagen wenden können, um sie kennenlernen zu dürfen, um von ihr zu lernen und um uns über die Begegnung mit ihr, an Qualitäten zu erinnern, die wir selbst in uns tragen und die darauf warten, zu erwachen. Sie ist eine germanische Göttin der Morgenröte, der Fruchtbarkeit und des neuen Lebens, des Lichts und der Wiedergeburt. Ihr Monat ist der April, sodass wir sie an jedem seiner Tage feiern können, wenn wir möchten. Ihr heiliger Begleiter ist der Hase. Das Ei ist ihr Symbol.
Zu Ehren Ostaras wurden Schwerttänze getanzt, wobei die Kraft der Sonne gewürdigt wurde (und dadurch auch die Sonnengötter geehrt wurden), die nun wieder stärker wird. Heute können wir, wenn wir möchten, zur Freude Ostaras im Kreis oder in Spiralen tanzen oder zumindest im Kreis oder in Spiralen gehen. Vielleicht möchten wir ja in diesen Tagen eine Tanz- bzw. Gehmeditation machen – als Dank an Ostara oder ausgerichtet auf ein bestimmtes Thema, das uns gerade bewegt und beschäftigt, um Antworten, Lösungen und Heilungen zu erfahren?
Der Frühling, den Ostara ins Land bringt, ist auch eine Einladung zum Lächeln!
Doch wir können uns auch mit Kore verbinden, der griechische Frühlingsgöttin. Sie ist die Göttin der Unschuld, des Liebreizes, der Kindheit, der Jugend und der jungen Erde. Sie bildet mit Demeter und Persephone eine Göttinnen-Triade. Kore wurde auch in Ägypten (in Karnak), als auch in der Bretagne (in Carnac) verehrt. Auch die sogenannten BewohnerInnen von Carnuntum an der Donau, waren die Kinder der Göttin Car/der Kore. Der heilige Berg Karmel, der in Israel steht, ist der Göttin Kore geweiht. Aus dem islamischen Kontext kennen wir den arabischen Stamm der Koreischiten. Es heißt, dass sie Nachkommen von Abraham sind und Mohammed war einer ihrer Söhne. Auch von ihnen wird gesagt, dass sie Kinder der Kore waren/sind.
Früher wurde das Fest der Kore bereits in der Nacht zum 06. Jänner gefeiert. Hier begann das neue Wachstumsjahr, das Sommerhalbjahr begann. Es war ein Fest des neuen Lebens und der Hoffnung.
Weitere Frühlingsgöttinnen sind auch die römischen Göttinnen Maia, Flora oder Feronia.
Text: Ava Minatti