02/06/2026
Stell dir vor, du gehst in ein Eiscafé mit 3 Sorten. Du entscheidest dich sofort.
Jetzt stell dir vor: 47 Sorten.
Plötzlich brauchst du fünf Minuten, bist unzufrieden mit deiner Wahl und gehst mit dem Gefühl raus, vielleicht was Besseres verpasst zu haben.
Obwohl das Eis genauso gut war wie immer.
Das nennt sich Paradox of Choice und es passiert uns allen täglich. Beim Streaming, im Supermarkt und beim Online-Shopping.
Das Gehirn ist nicht schwach. Es ist überfordert.
Wenn zu viele Optionen auf einmal verarbeitet werden müssen, trifft es die sicherste Entscheidung: gar keine.
Die Columbia University hat das sogar gemessen: Bei 6 Sorten Marmelade kauften 10× mehr Menschen als bei 24. Nicht weil die 6 besser waren. Sondern weil die Entscheidung einfacher war.
Ich finde das faszinierend, weil es zeigt, wie wenig unsere Entscheidungen mit Ratio zu tun haben. Und wie viel mit dem, was unser Gehirn gerade verarbeiten kann.
Das gilt im Alltag.
Und übrigens auch im Marketing.
Wo hast du das zuletzt selbst gespürt, dieses „Lass ich's einfach“-Gefühl?