23/03/2026
Am Wochenende war ich in Bamberg auf einer Barcamp-Konferenz von den Botschafterinnen und Botschaftern des "Ministerium für Neugier & Zukunftslust".
Mit welchen Themen habe ich mich dort beschäftigt?
1. Entwickeln eines Party-Spiels zu potentiellen Zukünften mit Ivo Matthias Feuerbach
Wir sollten uns eine potentielle Zukunft ausdenken und dann den Zettel weitergegeben. Danach sollten wir uns eine Frage zu der Zukunft eines anderen überlegen und den Zettel wieder weitergeben, bis wir insgesamt drei Fragen zu jeder Zukunft gesammelt hatten. Anschließend haben wir eine der Fragen ausgewählt, auf die dann jede/r eine Antwort geben sollte.
Spannend war, wie viele unterschiedliche Ideen zusammen kamen, bei denen es manchen leichter fiel, sich eine potentielle Zukunft auszudenken und anderen (wie mir), dazu passende Fragen zu finden.
2. Bei den Teilnehmenden gab es (auch schon im Vorfeld) Überschneidungen zwischen den Communities "Neugier & Zukunftslust" und "Corporate Learning".
Daher haben Christian Kaiser und Jochen Robes einen Austausch anregt, ob aus diesen beiden Communities nicht gemeinsame Projekte entstehen könnten.
3. Im Studiengang "Zukunftsdesign" hat Tobias Leisgang seine Masterarbeit über das für mich interessant klingende Thema "Muster der Zukunftsfähigkeit in kleinen und mittleren Unternehmen - Entwicklung eines Orientierungsrahmens zwischen wissenschaftlicher Synthese und unternehmerischer Praxis" geschrieben.
Für die Session regte er dann an, dass wir uns mal überlegen sollten, wie wir unsere persönliche Zukunftsfähigkeit einschätzen. Das sollten wir nach der "Liberating Structures"-Methode "1-2-4-All" machen. Also erst die eigenen Gedanken aufschreiben, dann zu zweit darüber sprechen, zu viert und anschließend das verbindende mit der ganzen Gruppe teilen.
Meine Einschätzung war, dass ich erstmal entweder aus eigenem Antrieb oder von einer persönlichen, bzw. einer von außen kommenden Krise ausgehe, um eine Zukunftsfähigkeit entwickeln zu müssen. In meinen 27 Jahren Selbständigkeit habe ich schon so viele Krisen durchstanden, dass der Begriff (kontinuierliche) "Anpassungsfähigkeit" meine größte Stärke ist.
Jemand anderes ergänzte noch "Resilienz" und ich fand es sehr erstaunlich, dass diese Begriffe von keinem, der von Tobias interviewten Unternehmen genannt wurden.
4. In der letzten Session haben wir ein emotionales Experiment gemacht, wie unterschiedlich sich Zukunft anfühlen kann.
Dafür hatte Susanne Neunes mehrere Beutel mitgebracht, in die wir reingreifen sollten und sie sagte uns vorher entweder, was genau dort drin war, so ungefähr oder gar nicht. Also von Sicherheit über Risiko und Unsicherheit bis zur echten Ungewissheit.