23/04/2026
Coaching- und Beratungsangebote sind schwer zu erklären. Die Anbieter stecken oft so tief in ihren Themen drin, dass ihnen der notwendige Abstand fehlt, den sie brauchen, um sich in die Gedanken- und Gefühlswelt ihrer Kundinnen und Kunden zu versetzen.
Wer als Coach oder Berater erfolgreich sein will, muss sich bewusst aus dem eigenen Expertenmodus lösen und stattdessen die Kunden dort abholen, wo sie wirklich stehen.
Eine Selbstständige hat das kürzlich sehr klar und offen beschrieben. Sie hat in den ersten Jahren so gut wie alles zur Kundengewinnung ausprobiert. Irgendwann hat sie dann ehrlich Bilanz gezogen:
Die Anzeigen haben nicht funktioniert. Die Posts haben kaum Anfragen gebracht. Was am Ende wirklich Resultate gebracht hat, waren Empfehlungen. Von Menschen, die sie kannten und die für sie gesprochen haben.
Oft entsteht die größte Lücke zwischen dem, was die Anbieter nach Außen kommunizieren und dem, wo die Zielgruppe genau steht dort, wo unterschiedliche Sichtweisen aufeinandertreffen. Während Coaches und Berater die Lösungen und Methoden im Blick haben, beschäftigen die potenziellen Kunden vor allem die akuten Problem im Alltag. Erst wenn man sich wirklich in die Denkweise der Zielgruppe hineinversetzt, können Kommunikation und Werbung auch wirklich Ergebnisse bringen.
Empfehlungen von Kunden funktionieren am Anfang oft besser, weil dort jemand anderes die Übersetzung übernimmt. Jemand, der beide Seiten kennt und bereits gute Erfahrungen gemacht hat.
Das ist kein Argument gegen Marketing. Es ist ein Argument dafür, zuerst zu verstehen, wie die eigenen Kunden ihr Problem beschreiben, bevor man anfängt zu erklären, wie man es löst.
❓ Wie nah bist du an der Sprache deiner Zielgruppe?