29/09/2016
Oft wird die Frage gestellt: Wie funktioniert das mit den Isotopen?
Isotopie heisst, dass es unterschiedlich schwere Wassermoleküle gibt. Für den Alltag macht das keinen Unterschied, Wasser bleibt Wasser. Aber sobald Verdunstung und Kondensation am Werk sind, werden verschieden schwere Wassermoleküle unterschiedlich verteilt: leichte gehen lieber in Dampf über, schwere bleiben lieber im Flüssigwasser. Und das kann man im Labor messen.
Warum hilft das bei der Wasserherkunftsdiagnose? Jeder Niederschlag ist Wasser, das in der Atmosphäre kondensiert ist. Da die Verteilung der Wassermoleküle von der Temperatur bei der Kondensation abhängt, sind die Niederschläge in ihrer Isotopie sehr variabel. Solche Extremwerte von Winter- zu Sommerniederschlag sind charakteristisch. Leitungswasser hingegen ist ein Mischwert aus Niederschlägen der letzten Jahre und bleibt somit als Jahresmittel konstant. Schon lässt sich Leitungswasser von Niederschlag unterscheiden.
Während eines Wasserschadens kommt es häufig vor, dass das Schadwasser im Raum verdunstet und an anderer Stelle wieder kondensiert. Wieder kommen die Verteilungsmechanismen zwischen leichten und schweren Molekülen zum Tragen, und wieder lässt sich eine kondensierte Mauerfeuchte von einer, die z.B. aus einer Wasserleitung kommt, unterscheiden.
Ähnlich funktioniert es mit Grundwasser, Abwasser, Heizwasser und Kondensaten aus Erdgasverbrennungsanlagen. Natürlich ist zur Interpretation der Daten ein wenig Fachwissen erforderlich. Falls Sie wissen möchten, ob in Ihrem Fall ein Isotopengutachten helfen kann, rufen Sie uns an!