17/06/2026
Nicht jede Schrift darf perfekt sein.
Bei glatten ebenen Oberflächen leben Inschriften oft von exakten Linien, sauberen Kanten und einer klaren Geometrie. Bei einem Findling ist das anders.
Hier treffen Buchstaben auf Unebenheiten, natürliche Strukturen, Höhen und Tiefen. Würde man dort versuchen, alles streng und technisch perfekt durchzusetzen, würde die Schrift oft fremd wirken.
Deshalb muss sich die Inschrift dem Stein anpassen und mit dem Material arbeiten. Manchmal werden Linien leicht verändert oder Abstände angepasst. Erst dadurch wird die Schrift anfangen, zu fließen.
Denn am Ende geht es nicht nur darum, dass man die Inschrift lesen kann, sondern dass sie sich anfühlt, als hätte sie schon immer genau dort hingehört.