12/01/2023
Mein Eindruck vom Filmerlebnis Avatar.
Folgende Sätze der Familie Solys, des Erzählers hinterließen einen merkwürdigen Eindruck. "Der Führer muss sterben, damit ein neuer Führer seinen Platz einnimmt." Bei diesem Satz wird ein ritueller Mord eines Familienmitglieds, als etwas ehrenhaftes dargestellt.
"Die Familie hält zusammen. " Neutral betrachtet kein Problem, doch im Zusammenhang der gesamten Story, hinterlässt dieser Satz, der prägnant und häufig gesagt wird einen Eindruck, der an mafiose Strukturen erinnert. Besonders im Zusammenhang damit, dass die Familie Suly zu ihrem Vater/Mann/Anführer gezwungen wird "Sir" zu sagen, was beim amerikanischen Militär Pflicht ist.
Dann gibt es noch den goldenen Trunk "Amritam" gewonnen aus der Zirbeldrüse eines walähnlichen Tieres, der die ewige Jugend und spirituelle Fähigkeiten verspricht. Doch diese Entdeckung wird in keinerlei sinnvollen Zusammenhang mit dem Begriff, oder dessen Bedeutung gebracht. Amritam ist der Grund weshalb die "Himmelsherrscher", die "Bösen" im Film, alle walähnlichen Tiere im Meer gnadenlos abschlachten.
Der Ausdruck "Bro" "Brother" wird verwendet, für den der sein Leben für den anderen opfert.
"Survival of the fittest" könnte man als Grundthema annehmen, doch letztlich ist es ein grausamer Krieg zwischen "gut" und "böse" mit mächtigen Sätzen und Bildern ohne eine gute Story, die diesen Film wertvoll machen würde.
Insgesamt kein Film für Kinder unter 16!!
Besonders nicht im 3D Format und wegen vieler Szenen der Gewaltverherrlichung und hierarchischen prägnant erniedrigenden Szenen auch im Umgang innerhalb der Familie Suly.
Allergrößte Anerkennung jedoch habe ich für die Filmkunst der Bildmacher, Musik und Schauspieler.