20/08/2018
Wie versprochen, legen wir los mit der Vorstellung der beiden neuen Bücher. Beginnen wollen wir mit "Kammerflimmern" von , doch vorab:
DIE ERSTEN BEIDEN KÄUFER*INNEN bekommen zusätzlich zum Buch je eine Freikarte für die Lesung aus dem Buch am 5. Oktober um 20.00 Uhr im Franzenshof Pößneck.
Zu "Kammerflimmern" äußerten sich neben vielen Anderen der Pößnecker Autor M.Kruppe, Christian von Aster und Dirk Bernemann (der im Septmeber in Pößneck lesen wird), aber zunächst zum Buch selbst:
Tomas Jungbluth obduziert in unter die Haut gehenden Wortlandschaften die ebenso innige wie zerstörerische Liebesbeziehung zweier Hochsensibler, die schon früh einen schweren Vertrauensbruch erfährt und allmählich in diesem zunehmenden Riss verschwindet. Zwischen Liebeserklärung und Trennungsaufarbeitung erzählt dieser liebevolle wie schonungslose wie emotional reich bebilderte Monolog gleich einem langen Brief aus dem Spannungsfeld zwischen Wahrscheinlichkeit und Fiktion, Anziehung und Ablehnung, hoher Verletzlichkeit und Sensibilität, und gibt damit nicht zuletzt auch männlicher Empfindsamkeit und ihren bisweilen unüberschaubaren emotionale Höhen und Untiefen ein Gesicht. Zugleich versucht „Kammerflimmern“ den Sinn hinter der schmalen und allzu eng gesteckten Gratwanderung „Borderline“ zu verstehen.
Meinungen:
M.Kruppe
„Gut, dass Sie dieses Buch geschriebenen haben, dass Sie sich an der Vergangenheit gerieben haben und dabei kaum ein Blatt vor den Mund nahmen, Herr Jungbluth. Gut, dass Sie den Schritt gegangen sind und nun, mit Kammerflimmern Einblick in eine Auseinandernahme, eine Deinstallation einer Dualität geben und damit den LeserInnen sagen: Das, genau das, könntest auch DU sein.“
Christian von Aster:
„Wie in Zeitlupe taumelt man an der Seite des Autors zwischen Erfüllung, Verletzung und Erkenntnis durch eine schonungslose Mischung aus Erinnerung und Reflexion.
Auf der Suche nach einem Verstehen, das es nicht gibt.
Die Geschichte der gleichsam erfüllenden wie zerstörerischen Leidenschaft zweier unangepasster Seelen ist mit Wucht erzählt.
Unterschwellig schwingt dabei stets das tragische, Erfüllung unmöglich machende, Borderlinethema mit. Dabei geht es immer weniger um Schuldzuweisung als den Wunsch des Autors zu verstehen.
Am Ende ist ‚Kammerflimmern‘ meines Erachtens vor allem eine Geschichte darüber, wie intensiv man sich verlieren kann, während man einander zu finden versucht…“
Dirk Bernemann:
„Ein bewegendes Buch. Zwei Menschen begegnen sich und wie so oft, tun sich Widerstände da auf, wo alles schön sein könnte. Ergreifende Sätze, manchmal ein bisschen zu viel Bitterkeit in der Anklage. Irgendwie auch eine Abrechnung eines Verletzten, als letzte Chance, nicht an der Verletzung zu verrecken. Das Werk eines hochsensiblen Mannes, den man zwischendurch gerne schütteln und zur Vernunft drängen möchte, ob seiner Leidensannahme denn siehe da, am Ende ist das Elend. Aber das Buch öffnet den Kopf, das ist schon mal gut.
Ich hab mich in dem Buch oftmals wiedergefunden und dann zu dem jeweiligen Vorfall mir selbst gesagt, was meine Lösung gegen Verzweiflung ist. Generell bin ich aber schwer begeistert.“