03/11/2025
Krise, Rezession, Inflation, geopolitische Unsicherheiten – aktuell überschlagen sich die Schlagzeilen.
Wenn man den Medien glauben darf, frieren viele Unternehmen ihre Budgets ein, stellen Investitionen zurück oder hoffen, die „Durststrecke“ einfach aussitzen zu können.
Und manche im Management wiegen sich in der trügerischen Sicherheit:
„Wenn weniger Aufträge da sind, brauchen wir uns vorerst keine Sorgen um Fachkräfte machen.“
Doch genau das Gegenteil ist der Fall.
Denn, der demografische Wandel läuft ungebremst weiter – unabhängig davon, wie die Konjunktur gerade aussieht. Schon heute fehlen laut Bundesagentur für Arbeit in über 200 Berufsgruppen die Fachkräfte.
Gleichzeitig gehen die Babyboomer in Rente: Bis 2035 verliert Deutschland netto rund 7 Millionen Erwerbstätige.
Diese Lücke schließt sich nicht durch kurzfristige Entlassungswellen oder Krisenmeldungen. Im Gegenteil: Wer heute glaubt, der Fachkräftemangel löse sich durch Digitalisierung, KI und Krise von allein, verschärft seine eigene Lage in den kommenden Jahren dramatisch.
M.E. muss HR jetzt reagieren.
Schon der Vergangenheit war genau in dieser Situation so aber beobachten, wenn einige Unternehmen den Kopf in den Sand stecken, nutzen andere genau diese Phase, um strategisch vorzusorgen – sie investieren in Mitarbeiterbindung, Weiterbildung, Employer Branding und zukunftsfähige Arbeitsmodelle.
Diese Unternehmen werden die Gewinner sein, wenn in den nächsten Jahren der Arbeitsmarkt noch härter umkämpft wird.
Meine Frage:
Was passiert, wenn HR wie ich es immer wieder in Gesprächen erlebe, mit „Ja, aber…“ reagiert und den Wandel mit Verweis auf die aktuelle Situation ignoriert?
Für mich ist die Antwort klar: Personalkosten steigen – und die Zukunftsfähigkeit schwindet.