Thomas Berghoff Maler & Restaurator

Thomas Berghoff Maler & Restaurator Klarheit im Vertrag.

Berghoff Restaurierung

Vergoldung • Denkmalpflege • Kunstpflege
Historische Fassaden & exklusive Restaurierung
Wir bewahren Geschichte für Generationen
📍Deutschlandweit
Präzision im Handwerk. Restaurierung und Konservierung von historischer Bausubstanz im Fachbereich Kirchenmalerei Wandmalerei Architekturfarbigkeit Putz und Stuck...

04/09/2026

Silikatfarbe kaufen? Kannst du. Musst du aber nicht.
Statt dem fertigen Eimer nehme ich nur das Bindemittel: kunststoffvergütetes Kaliwasserglas. Hält auf Lehm, auf Kalkputz, auf Zementputz. Dünnflüssig wie Wasser, und genau das ist der Trick.
Da kommen jetzt Erdpigmente rein. Direkt. Kein Weißpigment, keine Füllstoffe, nichts, was den Farbton stumpf macht. Das Pigment leuchtet so, wie es aus der Erde kommt. Ocker, Umbra, Eisenoxid, und die Menge bestimmt, ob es eine leichte Lasur wird oder ein satter Ton.
Was du wissen musst, bevor du loslegst:
Pigmente müssen kalkecht sein. Erdpigmente ja, viele bunte organische Pigmente nein.
Nicht zu viel Pigment reinkippen. Zu wenig Bindemittel und der Anstrich kreidet.
Mit der Bürste verstreichen und verschlämmen, nicht rollen.
Glas, Metall, Naturstein abdecken. Wasserglas ätzt.
Und der Untergrund muss perfekt sein. Diese Farbe verzeiht nichts. Jeder Haarriss, jedes Löchlein bleibt sichtbar, weil kein Füllstoff etwas kaschiert. Dafür kriegst du eine Oberfläche, die wirklich aus der Tiefe leuchtet. Ergiebiger als jede Eimerfarbe, günstiger und in genau deinem Ton.
Für Lasuren und hochwertige Wandflächen gibt es kaum etwas Besseres.
Du willst wissen, ob dein Untergrund das mitmacht? Beratung über den Link in der Bio.
Restaurieren statt renovieren.

03/09/2026

Lehm reißt in den Ecken. Und das ist erstmal kein Fehler.
Lehm schwindet beim Trocknen. Je nach Mischung bis zu zwei Prozent. Wand und Decke, Wand und Wand, das sind zwei Bauteile, die sich unterschiedlich bewegen, unterschiedlich trocknen, unterschiedlich arbeiten. Genau da, in der Ecke, muss die Spannung irgendwo hin. Also reißt es dort.
Was bei uns funktioniert: Glasfasergewebe mit 7x7 Maschung als Winkel in die Ecke. Vorher falzen, dann in die frische Armierungslage eindrücken, mindestens zehn Zentimeter je Seite. Die grobe Masche greift richtig in den Lehm, das Gewebe bleibt in der Ecke da, wo es hingehört. Der Riss verteilt sich dann auf hundert winzige statt auf einen sichtbaren. Bei stark saugenden Untergründen vorher nässen, sonst zieht der Untergrund dem Lehm das Wasser zu schnell weg und die Schwindrisse werden größer.
Wer den Riss einfach mit Acryl zuschmiert, hat ihn im nächsten Winter wieder. Diesmal mit Ausblühung drumrum.
Ihr habt Risse im Lehmputz und wollt wissen, ob das harmlos ist oder ein Problem mit dem Untergrund? Beratung über den Link in der Bio.
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02/09/2026

⚠️ ACHTUNG VORWEG: Leinöllappen gehören IMMER in einen geschlossenen Blechbehälter, ausgebreitet zum Trocknen aufgehängt oder in Wasser. Kein Ausnahmefall. Kein "mach ich später".
Und jetzt zum Test: Ich habe über zwei Tage versucht, Leinöllappen absichtlich zur Selbstentzündung zu bringen. Zusammengeknüllt, mit Schwamm beschleunigt, in die pralle Sonne gelegt, in den Sack gestopft. Das Ergebnis: leicht warm. Mehr nicht.
Warum? Damit ein Leinöllappen wirklich brennt, müssen viele Parameter zusammenkommen. Die Menge Öl im Gewebe, die Umgebungstemperatur, die Luftfeuchte, wie stark die Wärme im Knäuel gestaut wird. Leinöl härtet durch Sauerstoffaufnahme und diese Oxidation erzeugt Wärme. Kann die Wärme nicht weg, schaukelt sich das hoch. Kann sie weg, passiert nichts.
Was heißt das für dich? Wenn du dir auf der Baustelle die Hände abgewischt hast und der Lappen liegt versehentlich noch irgendwo: keine Panik, da steht nicht sofort die Bude in Flammen. Aber genau weil man nie weiß, wann alle Faktoren zusammenkommen, gilt die Regel ohne Diskussion: Blechbehälter zu, aufhängen oder wässern. Immer.
Fragen zu Leinölfarbe und historischen Anstrichen? Beratung über den Link in der Bio.
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01/09/2026

Gips bindet nicht ab, weil er will. Er bindet ab, weil du ihn dazu treibst.
Im Altbau am Stuck willst du Zeit. Zeit zum Ansetzen, Ziehen, Nacharbeiten. Nicht alle fünf Minuten eine neue Portion anrühren, weil die alte im Eimer steht wie Beton. Oder schlimmer, sie zieht dir am Objekt unter der Hand an.
Der häufigste Fehler ist gar kein Fehler im Gips. Es sind Reste. Ein Krümel abgebundener Gips im Eimer, an der Kelle, im Wasser, und der frische Ansatz kriegt Kristallisationskeime frei Haus. Der weiß dann sofort, was er tun soll: hart werden. Also sauberes Wasser, saubere Gefäße, sauberes Werkzeug. Klingt banal, entscheidet aber über zehn oder dreißig Minuten Verarbeitungszeit.
Wer noch länger arbeiten will, greift zu dem, was Stuckateure seit Generationen nutzen: ein Schuss Fischleim oder Kondensmilch ins Anmachwasser. Das Eiweiß legt sich um die Kristalle und bremst sie aus. Sparsam bleiben, sonst kostet es Festigkeit.
Und dann das Anrühren. Gips einstreuen, einsumpfen lassen, bis sich Inseln bilden, erst dann rühren. Von Hand. Ein Rührwerk peitscht Energie rein, zerschlägt Kristalle, erzeugt neue Keime und der Gips zieht schneller an. Der ruhige Weg ist hier der schnellere, weil du am Ende länger arbeiten kannst.
Kein Zusatzmittel aus dem Baumarkt, kein Spezialprodukt. Hygiene, Geduld, Handwerk.
Ihr habt Stuck, Gesimse oder Zierprofile, bei denen ihr nicht weiterkommt? Wir schauen uns das an. Link in der Bio.
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31/08/2026

Das Holz sieht nass aus. Und das bleibt so.
Wer unbehandeltes Holz mit Leinöl streicht, bekommt einen Schreck: Der Balken wird dunkel, der Ton wird tief, es wirkt, als hätte jemand Wasser drübergekippt. Trocknet das noch weg? Nein. Das Einzige, was verschwindet, ist der Glanz. Die Farbe bleibt. Und sie wird über die Monate sogar noch etwas dunkler.
Deshalb bei uns die eiserne Regel: Erst Musterfläche, dann Balken. Klein anlegen, trocknen lassen, ein paar Tage später anschauen. Dann weiß man, was man bekommt.
Zweiter Punkt aus dem Video: Bei so einem rauen alten Balken kann man Leinöl nicht mit dem Lappen aufziehen. Das Holz reißt Fasern und Papier raus, alles bleibt hängen. Also trockener Pinsel drüber, Überschuss aufnehmen und den Pinsel in Papier oder Lappen ausstreichen. Und dann bitte den Klassiker nicht vergessen: Ölgetränkte Lappen können sich von allein entzünden. Ausbreiten, wässern oder in ein geschlossenes Metallgefäß. Kein Witz, das hat schon Werkstätten gekostet.
Solche Balken saugen ohne Ende. Da geht mehr Öl rein, als man denkt, und genau deshalb lohnt sich der Test vorher doppelt.
Wer mit altem Holz arbeitet und nicht weiß, wie das Ergebnis am Ende aussieht: Link in der Bio, wir schauen uns das an.
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29/08/2026

„Dispergierter Kalk? Da ist doch Kunststoff drin!" Nein. Und diesen Satz höre ich sogar von Fachleuten.
Die Verwechslung ist verständlich, aber falsch. Dispersionsfarbe hat ihren Namen, weil Kunststoff als Bindemittel fein verteilt in Wasser schwimmt. Daraus wurde im Kopf: Dispersion gleich Plastik. Nur bedeutet Dispersion eigentlich nichts anderes als fein verteilt.
Dispergierter Kalk ist genau das: Kalk, der so intensiv geschleudert und aufgeschlossen wurde, dass sich die Teilchen nochmal aufspalten. Feiner geht kaum. Das Ergebnis ist purer Kalk mit deutlich besseren Eigenschaften. Geschmeidiger beim Verarbeiten, reaktiver, ergiebiger. Kein Gramm Kunststoff, nirgends.
Heißt für dich: Wenn auf dem Eimer dispergiert steht, ist das kein Warnsignal, sondern ein Qualitätsmerkmal. Ruhig zugreifen. Wer das mit Dispersionsfarbe in einen Topf wirft, lässt ausgerechnet einen der besten Kalke im Regal stehen.
Fragen zu Kalk am Denkmal? Beratung über den Link in der Bio.
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28/08/2026

Du streichst Kalkfarbe und siehst… nichts. Keine Panik. Genau so muss das.
Kalkfarbe ist im nassen Zustand fast transparent. Das Wasser sitzt in den Poren, das Licht geht einfach durch. Erst beim Trocknen verdunstet das Wasser, Luft füllt die Poren, die feinen Kalkkristalle streuen das Licht und plötzlich deckt der Anstrich. Das kann dauern. Also nicht nachschütten, nicht dicker streichen, nicht verzweifeln. Warten.
Und wenn die Fassade im Regen wieder durchsichtig wird oder der Anstrich im Nassbereich fleckig aussieht: völlig normal. Trocknet ab, deckt wieder. Kalk arbeitet mit der Feuchtigkeit, nicht gegen sie.
Der wichtigste Punkt für die Praxis: Farbtöne niemals nass bewerten. Ein nasser Kalkton ist um ein Vielfaches dunkler als der fertige trockene Anstrich. Wer beim Anmischen oder Nachstreichen nach dem nassen Ton geht, liegt am Ende garantiert daneben. Immer eine Probefläche komplett durchtrocknen lassen, dann entscheiden.
Du hast ein Denkmal und Fragen zu Kalkanstrichen? Beratung über den Link in der Bio.
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27/08/2026

Die Fuge am Fachwerk reißt immer wieder auf? Dann hast du das falsche Material drin.
Holz arbeitet. Sommer, Winter, feucht, trocken. Wer da mit Acryl oder Kunststoffgewebe rangeht, bekommt in einem Jahr den nächsten Riss und dahinter das Wasser.
So machen wir es seit Jahrhunderten richtig: Hanfzopf in die Fuge, eingelegt in Lehm. Lehm bleibt weich, zieht Feuchte aus dem Holz und schützt es so vor Fäulnis. Der Hanf nimmt jede Bewegung auf. Darüber Kalkputz mit Hanffaser Armierung, der Spannungen verteilt statt zu reißen. Kein Gewebe, kein Kunststoff, nichts was sperrt.
Ergebnis: Die Fuge bleibt dicht, das Holz bleibt trocken, das Fachwerk bleibt stehen.
Du hast ein Fachwerkhaus und willst wissen, was bei dir Sache ist? Link in der Bio, wir beraten dich.
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26/08/2026

Einfach drüber. Sieht gut aus. Fertig.
Bis der Mörtel von der Decke knallt.
Baudenkmal des Klassizismus in Bonn. Über Generationen gewachsen:. Alles mineralisch, alles offen. Und dann kam die Kunststofffarbe. Dispersion, gern noch mit Tiefgrund drunter, und Gewebe drüber, damit sie richtig schön haftet.
Das Problem: Historischer Kalkputz atmet. Feuchte geht rein, Feuchte geht raus, seit 200 Jahren. Die Dispersion macht daraus einen Deckel. Was von hinten kommt, aus Mauerwerk, Leckagen, Kondensat, bleibt jetzt drin. Salze kristallisieren hinter dem Film, der Anstrich hält, aber der Putz darunter gibt auf. Er verliert den Verbund zum Mauerwerk, wird hohl, und irgendwann trägt die Farbe nur noch die Schale.
Und dann geht es nicht als Riss. Es geht als Stück. Kilo Mörtel, mitsamt Stuck, mitsamt Anstrich, plötzlich auf dem Boden.
Was wir hier machen: Dispersion vollständig abnehmen, Putz abklopfen und kartieren, hohle Stellen fassen oder ergänzen, dann rein mineralisch neu aufbauen. Kalk auf Kalk. Das ist Arbeit, ja. Aber es ist das einzige, was auf dieser Substanz hält.
Ihr habt so eine Decke und wisst nicht, was drunter ist? Wir schauen uns das an. Link in der Bio.
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25/08/2026

Diese Fassade hat niemand kaputt gemacht. Sie wurde gut gemeint kaputt gepflegt.
Gestern vor Ort. Historische Stuckfassade, über hundert Jahre alt, schöne Profile, saubere Gliederung. Und darüber: ein Kunststoffanstrich. Deckend, dicht, glänzend. Fleißig aufgetragen. Mit der besten Absicht.
Das Problem: Diese Fassade wurde mit Ölfarbe geboren. Ein Anstrich, der atmet, der Wasser rauslässt, der mit dem Putz arbeitet. Der Kunststoffanstrich kann das nicht. Er sperrt zu. Regen, Schlagwasser, Tauwasser kommen über Risse und Anschlüsse rein, aber nicht mehr raus.
Was passiert dann? Das Wasser sucht sich den einfachsten Weg. Und der führt nicht nach außen. Der führt nach innen.
Ergebnis: Stuck blättert, Putz hohl, Fassade Schrott. Und drinnen, wo es niemand sieht, wird es richtig teuer. Feuchte Wand, feuchte Balkenköpfe, ideales Klima für den Hausschwamm. Der wartet nur auf genau so einen Fehler. Der frisst Holz, Mauerwerk, Substanz. Und er hört nicht auf, weil einer sagt, das war doch gut gemeint.
Das Bittere: Ein Fachmann hätte das in zehn Minuten am Objekt erkannt. Bevor die erste Rolle Farbe gekauft wurde. Jetzt reden wir nicht mehr über einen Anstrich, sondern über Sanierung.
Wenn du ein altes Haus hast und irgendjemand dir sagt, das streichen wir einfach mal drüber: Stopp. Erst prüfen, was drunter ist. Dann entscheiden. Das kostet ein Gespräch, nicht ein Haus.
Beratung über den Link in der Bio.
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