05/03/2015
Nachdem ich nun schon länger nichts mehr gepostet hatte, ist es an der Zeit, wieder einmal etwas zu schreiben. In den vergangenen Monaten war ich wieder einmal aktiv in diversen Archiven in Nürnberg, Bamberg, Regensburg, Amberg und Coburg, aber auch in polnischen Archiven und zwar in Liegnitz (heute Legnica) und in Breslau (heute Wroclaw). Gerade das Erzdiözesanarchiv in Breslau ist sehr interessant, da es alle (noch erhaltenen) älteren katholischen Kirchenbücher aus der Diözese Breslau enthält. Wie anscheinend in allen polnischen Archiven üblich, kann jeder Benutzer nach eigenem Ermessen mit eigener Kamera Aufnahmen von Archivalien machen. So etwas wäre in deutschen Archiven undenkbar. Auch im polnischen Staatsarchiv Breslau und dessen Außenstelle Liegnitz, wo ich jeweils wegen Recherche tätig war, konnte ich selbst Aufnahmen machen. Leider ist aber im Staatsarchiv Breslau immer noch der Bestand des ehemaligen Amtsgerichts Festenberg (heute Twardogora), wie auch viele andere Bestände, wegen des Oderhochwassers 1997 für die Nutzung gesperrt, so dass ich hier nicht weiterkam.
Recherche in den tschechischen Archiven in Prag, Pilsen (Plzen), Leitmeritz (Litomerice) und Zamrsk führte zurück bis in das 18. Jahrhundert; im Unterschied zu den ehemals deutschen, nun polnischen Gebieten im Osten des Deutschen Reiches ist in Tschechien die Überlieferung der Kirchenbücher sehr gut und reicht oft bis in das 17. Jahrhundert, teilweise (vor allem bei evangelischen Gemeinden, die dann rekatholisiert wurden) auch bis in das 16. Jahrhundert (z.B. Bergstadt Platten, heute Blatna Horni, bis 1541).
Demnächst berichte ich dann wieder von meinen Recherchen in fränkischen Archiven.