19/06/2013
Wer zu spät anfängt den bestraft SEPA
Es sei fünf vor zwölf, sagt Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer beim BITKOM. „Wer nicht rechtzeitig auf SEPA umstellt, dem droht die Zahlungsunfähigkeit“, so Rohleder mahnend. Die drastischen Worte vom Chef des Branchenverbands der IT-Industrie in Deutschland haben einen ernsten Hintergrund. Eine Umfrage unter deutschen Unternehmen von Ende 2012 ergab, dass fast die Hälfte speziell der kleinen und mittleren Unternehmen nicht oder nur wenig über den neuen europäischen Zahlungsverkehrsraum (SEPA) weiß. Ob das auch für Kunden von Sage Software gilt, die bereits seit 2008 SEPA-Überweisungen mit Office Line und Classic Line ausführen können und für die es seit Anfang 2012 umfangreiche Informationen zur SEPA-Umstellung gibt, lässt sich aus der Umfrage leider nicht heraus lesen. Laut dem Feedback von Teilnehmern eines Sage Online-Seminars zu FiBu- und ReWe-Themen befassen sich bereits 90% unserer Kunden mit dem Thema SEPA. Das wäre sehr positiv. 31% der Kunden plant bis Juli 2013 die Umstellung abzuschließen. Weitere 28% wollen im Herbst fertig sein. Eng werden könnte es allerdings für die restlichen 41%, die erst bis Anfang 2014 die SEPA-Umstellung abschließen wollen oder noch gar keinen Termin für das Projekt nennen konnten. Denn SEPA hat die Dimension der Euro-Einführung zum 1.1.1999.
Bis Ende April 2013 wurden von der Deutschen Bundesbank 363.494 Gläubiger-ID vergeben. Das sind knapp 9% aller 3,6 Mio. Unternehmen und 500.000 Vereine in Deutschland, die diese Nummer brauchen, um am Lastschriftverfahren teilzunehmen.