27/05/2026
Nun also schlagen Unternehmer Alarm. Reinhold Würth, Gründer des Würth-Konzerns, sieht „Deutschland auf das Ende des Seins” zusteuern, Nicola Leibinger-Kammüller, Chefin des Maschinenbauers Trumpf, spricht von der dramatischsten Wirtschaftslage seit Kriegsende, Verbände warnen vor schleichender Deindustrialisierung. Den Ton mag man überzogen finden. Aber nicht die Richtung.
Denn die Krise Deutschlands ist nicht allein wirtschaftlicher Natur. Sie ist auch mental. Ein Land, das Jahrzehnte von seiner industriellen Kraft, seiner Ingenieurskunst und seiner politischen Verlässlichkeit lebte, hat sich daran gewöhnt, dass Erfolg ein Naturzustand sei. Er ist es nicht. Wohlstand ist kein Denkmal, sondern tägliche Arbeit.