09/03/2026
Das zu wissen hat schon viele entlastet.
Nicht du bist verrückt, sondern "es" ist ver-rückt...
Kennst du das?
Du stehst im Raum und weißt nicht mehr, warum du eigentlich gekommen bist.
Oder du liest einen Satz – und hast ihn sofort wieder vergessen.
Viele Trauernde erleben genau das. Man nennt es „Trauer-Demenz“ oder auch „Grief Brain“.
Das Wichtigste zuerst:
👉 Das Vergessen ist ganz normal. Du bist normal.
Dein Gehirn arbeitet gerade auf Hochtouren.
Warum ist das so?
Wenn wir einen Menschen verlieren, reagiert unser Körper wie auf eine massive Stresssituation. Das Gehirn schüttet Stresshormone aus, das Nervensystem ist im Alarmmodus – und ein großer Teil deiner inneren Energie wird dafür gebraucht, den Verlust überhaupt zu begreifen.
Das kann dazu führen, dass:
• dein Gedächtnis schlechter funktioniert
• Konzentration schwerfällt und du viel vergisst
• Orientierungslosigkeit oder „Nebel im Kopf“ herrscht
• Entscheidungen plötzlich anstrengend werden
• du dich mental erschöpft fühlst
Das kann sich sehr beunruhigend anfühlen – ist aber eine sehr häufige Reaktion auf Verlust.
Was kann dir in dieser Zeit helfen?
💛 Sei liebevoll mit dir selbst
Dein System leistet gerade nicht direkt sichtbare Schwerstarbeit.
💛 Erleichtere dir den Alltag
• Terminkalender konsequent nutzen
• Notizen im Handy speichern
• Erinnerungswecker stellen
• Post-its an sichtbaren Stellen
💛 Struktur kann Halt geben
• kleine Routinen im Alltag
• feste Essenszeiten
• regelmäßige Bewegung an der frischen Luft
• konkrete Hilfewünsche an dein Umfeld (die freuen sich über Konkretes!)
💛 Unterstütze Körper und Nervensystem
• genug trinken und essen
• ausreichend schlafen (mittags: Siesta-Time)
• Atemübungen oder Achtsamkeit
💛 Verbinde dich mit anderen
Der Austausch mit Menschen, die Ähnliches erleben, ist entlastend. Dort musst du nichts erklären – viele verstehen sofort, was du meinst.
Und ganz wichtig
Trauer folgt keinem festen Zeitplan.
Was dir hilft, darf sich verändern.
Und was sich heute noch falsch anfühlt, kann morgen plötzlich stimmig sein.
Dein Bauchgefühl ist oft ein guter Kompass.
💬 In unserer kostenlosen TrostHelden-Community sprechen wir gerade über das Thema „Trauer-Gehirn“. Komm dazu!
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