03/12/2025
Die Raunächte - Teil 2
Die wichtigen Nächte zwischen den Jahren...
In der Zeit zwischen dem 21. Dezember bis zum 06. Januar wird traditionell viel geräuchert. Dies soll zum Schutz von Haus und Hof, Lager- und Abstellräume – früher vor allem auch den Ställen - dienen, damit alles negative und „ungewolltes“ fern bleibt. Dies geschieht durch die Räucherungen auf der feinstofflichen Ebene und kann wie ein „Großputz“ oder Reinigung angesehen werden, was oft viel Klärung mit sich bringen kann. Es soll die Innenschau gefördert werden sowie das losen lassen von (belastendem) Alten, aber genauso um Schutz bitten sowie für die Gesundheit und die Bewahrung vor Hagel, Blitz und Unglück.
Als die wichtigsten Nächte gelten die folgenden:
- von 24. auf 25. Dezember, Heiligabend, Christnacht
- von 31. Dezember auf 01. Januar, Silvester
- von 05. auf 06. Januar, Hl. Drei Könige
Für viele beginnen die Raunächte schon mit der Wintersonnenwende, der Thomasnacht vom 21. auf den 22. Dezember – es ist die längste Nacht des Jahres
Wichtige Räucher-Zutaten sind z. B.
Weihrauch, Myrrhe, Kampfer, Salbei, Beifuß, Angelikawurzel, Thymian, Hibiskusblüten, Fichtenharz, Eichenholz, Wacholder, Lorbeer, Mistel, Hagebutten, Johanniskraut, Brombeerblätter, Drachenblut
Die Mischungen sind allerdings sehr verschieden, da es teilweise auch regionale Überlieferungen gibt (speziell in bayerischen Gebieten), Percht-Nacht eher aus den Gebieten Österreich oder mystisch ausgewählt wird oder was eher modern angeboten wird.
Zwölf Nächte sind auch wichtig, wenn man diese für als Orakel fürs Wetter nutzen möchte:
26.12. für den Januar
27.12. für den Februar
28.12. für den März
29.12. für den April
30.12. für den Mai
31.12. für den Juni
01.01. für den Juli
02.01. für den August
03.01. für den September
04.01. für den Oktober