01/07/2020
Auf einen Kommentar im Wirtschaftsteil unserer Lokalzeitung habe ich mit einem Leserbrief folgendermaßen geantwortet: „Nicht nur tote Tiere“ - so titel Herr Grimm seinen Kommentar. Tatsächlich lenkt der aktuelle Schlachterei-Skandal unsere Aufmerksamkeit vor allem auf das Leben von Tieren, das diese jenseits von artgerechten Bedingungen fristen müssen. Ihr Leiden steckt in dem Fleisch und in der Wurst, zu denen diese gequälten Kreaturen verarbeitet werden. Was bedeutet dies für die Konsumenten? Corona führt uns derzeit die unwürdigen Bedingungen vor Augen, unter denen nicht nur die Tiere zu leiden haben, sondern auch die Mitarbeiter innerhalb der profitorientierten Fleisch-Produktions-Maschinerie. Das Tabu um tierisches und menschliches Elend ist gebrochen. Schauen wir hin: Im Interesse einiger weniger und im Namen der Gewinnmaximierung werden Würde, Wahrheit, (Volks-)Gesundheit und Tiere geopfert. Dies schreit nach Mäßigkeit und Mitgefühl. Nur wenn wir aufhören, Tiere, Pflanzen und Menschen zu (be-)nutzen, und endlich uns selbst und allen Wesen Wertschätzung und Achtung entgegenzubringen, und wenn jeder nur mehr so viel nimmt, wie er braucht, können wir zu Balance und Friedfertigkeit, zu körperlicher und seelischer Gesundheit zurückfinden, während Tierfleisch, das mit Stresshormonen, Antibiotika etc. angereichert ist, krank und morbide macht. Es ist höchste Zeit, den modernen Sklavenhandel, der weltweit Menschen, Tiere und die Natur schamlos ausbeutet, beim Namen zu nennen. Wir alle sind Teil dessen. Wir müssen nun die Unanehmlichkeit dieser Inkenntnisnahme auf uns nehmen. Aufwachen. Innerlich uns berühren lassen. Unsere Herzen sollen brechen. Ohne Kenntnis und Mitgefühl wird es keinen wirklichen Wandel geben. Und Demokratie, Freiheit, Würde - diese Begriffe sind nur etwas wert, wenn sie gelebte Realität sind und jedem einzelnen Wesen auf dieser Erde gewährt werden.
Ein Hoch auf das Leben - Aho!