08/07/2017
Wer Gewalt gegen Lebewesen oder fremdes Eigentum einsetzt, macht sich strafbar und muss sich in einem Rechtsstaat seiner Verantwortung stellen.
Die Erklärung „der andere hat mich provoziert“ kennen wir als Mütter schon von unseren Kleinkindern: „ Der hat aber angefangen!“ – und schon denen vermitteln wir, wo eigene Verantwortung beginnt. Auch die Verantwortung, ob ich in Notwehr (!) persönlich bereit bin Gewalt einzusetzen. Und auch da mich im Nachhinein dem Urteil zu stellen, ob ich in Notwehr gehandelt habe - oder ob ich Gewalt eingesetzt habe, um andere Ziele als Verteidigung aus höchster Not.
Der Gewalttäter, zumal in der Gruppe, zumal „vermummt“, wird sich nicht freiwillig der Gerichtsbarkeit stellen und sagen: „Nun untersucht doch mal, ob ich nicht zu recht und aus „Not-Wende“ das Auto angezündet habe, den Stein geworfen, das Wohnzimmerfenster zerdeppert, den Polizisten zusammen getreten, den Demonstranten zusammengeschlagen, die Kindergartengruppe über den Haufen gefahren, den LKW in den Weihnachtsmarkt gelenkt…“
Das alles ist inakzeptables Verhalten – egal, wieviel Grund ich habe von Politik oder persönlichem Leben enttäuscht und wütend zu sein!
Wer sich so verhält, gehört in Untersuchungshaft bis zur Haftprüfung bzw. Gerichtsverhandlung.
Und wer da nicht freiwillig hingeht, gehört von der Polizei dorthin gebracht.
Und wenn die Polizei überfordert ist, soll sie von der Bundeswehr unterstützt werden, damit jeder, der Gewalt gegen Lebewesen oder Eigentum anderer begeht, mit rechtsstaatlichen Mitteln zur Verantwortung gezogen wird.
Die berechtigten Anliegen der vielen Demonstranten, die sich für globales Miteinander, für Lebensbejahendes, für Empathie und konkrete Unterstützung mit Notleidenden einsetzen – werden massiv behindert. Und das ist wirklich verheerend.
Miteinander sprechen.
Miteinander Gewalttäter der Gerichtbarkeit zuführen (auch den Gewalteinsatz von unserer Exekutive immer wieder auf den Prüfstand).
Jeder im eigenen Möglichkeitsbereich etwas tun für Ausgleich und Gerechtigkeit,
dafür, dass jeder Mensch ausreichend Wasser und Essen hat, dass Klima sich erholt, dass Gewaltfreiheit sich ausbreitet, dass Missstände benannt und bearbeitet werden, dass unsere Politiker sich für die richtigen Ziele einsetzen, dass unsere Welt „ enkeltauglich“ ist
- statt jemanden einfach (tot) zu schlagen oder anzuzünden oder dabei anfeuernd zuzuschauen.
Meine Meinung!
Janet van Treeck-Goerner