09/10/2026
Unter der Dresdener Straße in Berlin befindet sich ein Ort, an dem Geschichte nicht nur erzählt, sondern räumlich spürbar wird.
Gemeinsam mit den Berliner Unterwelten e.V. waren wir für GEOSPOTLIGHT in einer besonderen Anlage unterwegs:
einem rund 450 Meter langen Tunnel mit Bahnhofsrohbau, Bunker- und Luftschutzbereichen sowie erhaltenen Spuren der unterirdisch verlaufenden Berliner Mauer.
Die Geschichte dieses Ortes führt von der U-Bahnplanung der Kaiserzeit und der 1920er Jahre über die Zeit des Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg bis zur deutschen Teilung und zur Wiedervereinigung.
1942 wurden Teile des Tunnels zum Luftschutzraum umfunktioniert. Während die Umgebung bei den schweren Angriffen auf Berlin im Februar 1945 massiv zerstört wurde, überlebten die Schutzsuchenden im Bunker.
Ab 1961 wurden in der Anlage Grenzsicherungsanlagen eingebaut, da ein Teil unter West-Berlin und ein anderer Teil unter Ost-Berlin lag.
Heute steht die Anlage unter Denkmalschutz und wird durch die Berliner Unterwelten e. V. nach und nach zu einem Lern- und Gedenkort ausgebaut.
Für uns ist dieses Projekt deshalb weit mehr als ein Film über moderne Technik.
Es ist ein Beitrag dazu, historische Räume präzise zu dokumentieren, ihre Spuren sichtbar zu machen und ihr Wissen für die Zukunft zu bewahren.
Mit diesem ersten Video starten wir in ein größeres gemeinsames Dokumentationsprojekt mit den Berliner Unterwelten e. V. – und sind sehr dankbar für die Möglichkeit, diese besonderen historischen Orte betreten, erleben und dokumentieren zu dürfen.
GEOSPOTLIGHT × Berliner Unterwelten e. V.
Moderne Vermessung trifft Berliner Geschichte.