07/08/2026
Licht und Schatten: Warum die Wissenschaft beim Thema UV-Strahlung ein Umdenken fordert ☀️
in der medizinischen Forschung vollzieht sich derzeit ein differenzierterer Blick auf die Wirkung von Sonnen- und UV-Licht. Wie die Apotheken Umschau in ihrer Ausgabe vom 1. Juli 2026 berichtet, rückt neben dem wichtigen Schutz vor Hautschäden zunehmend die Frage in den Fokus, was unserem Körper fehlt, wenn wir UV-Strahlung vollständig meiden.
Führende Fachmediziner plädieren für eine sachliche Betrachtung: „Man muss sagen: UV-Exposition ist ein emotional gefärbtes Thema.“ – Prof. Dr. Stefan Pilz, Endokrinologe (Medizinische Universität Graz)
Dass maßvolle UV-Exposition wesentliche gesundheitliche Prozesse anregt, belegen aktuelle Studienergebnisse. Neben der Vitamin-D-Synthese rücken weitere direkte Effekte in den Vordergrund: „Nicht alle positiven Effekte lassen sich aufs Vitamin D schieben. Auch die UV-Strahlung selbst hat eine positive Wirkung auf unsere Gesundheit.“ – Prof. Dr. Jörg Reichrath, Dermatologe (Universitätsklinikum des Saarlandes)
So löst beispielsweise UV-A-Strahlung in der Haut die Freisetzung von Stickstoffmonoxid (NO) aus, was die Gefäße weitet und den Blutdruck senken kann. Auch internationale Hautkrebs-Experten passen ihre Empfehlungen inzwischen individuell nach Hauttyp an: „Gehen Sie nach draußen, bewegen Sie sich in der freien Natur und schmieren Sie sich nicht permanent dick mit Sonnencreme ein, sondern machen Sie das in Maßen.“ – Prof. Dr. Maike de Wit, Chefärztin für Krebs- und Palliativmedizin (Vivantes Kliniken Berlin).
Fazit: Sonnenbrand muss konsequent vermieden werden („Die Haut vergisst nie“ – Prof. Reichrath). Ein generelles Meiden von UV-Licht greift medizinisch jedoch zu kurz. Gefragt ist ein verantwortungsvoller, an den individuellen Hauttyp angepasster Umgang.