16/09/2021
Urlaub, Tourismus und Arbeit „neu denken“!
Wie könnte der Urlaub der Zukunft und die Feriendestination Deutschland, mit oder ohne COVID 19 aussehen? Welche „neuen, normalen“ Konzepte werden sich durchsetzen? Wie denke ich die „NEUE REALITÄT“
Ein Beispiel für eine gelungene Mischnutzung inkl. aller Corona Schutzmaßnahmen, die unseren politischen Entscheidungsträgern in der Zukunft noch einfallen könnten, könnte z.B. ein fiktives Stadthotel sein. Es umfasst ein Hotel, Restaurants, Suiten zum Wohnen, einen Supermarkt, ein Fitnesscenter, Wellnessbereich, einen Homeoffice Bereich, Tagungsräume, ein „Holiday Businesscenter“, Ladenflächen und einen Event Bereich. Das Haus bietet mit Kunst, Sport, Musik, Gastronomie und Business einen kleinen Mikrokosmos, der so organisiert ist, dass die einzelnen Mieter, Hotelgäste, Tagungsgruppen, Homeoffice Benutzer und temporären Gäste miteinander vernetzt sind. Der Concierge am Empfang gilt als Ankerpunkt, eine App vernetzt und aktualisiert alle Angebote und Regeln ( 3G, 2G, 1G ? ) miteinander ( LUCA, eigene Software ? ), ermöglicht einen 24-Stunden Check-in sowie Reservierungen im Restaurant, in der Work Area und kann auch als Schlüssel verwendet werden. Dieses Projekt ist auch in der Corona-Krise sehr gut aufgestellt! Warum? Das Hotel kann schnell auf neue „Regeln“ reagieren, und durch die Vernetzung, die App und den zentralen Ankerpunkt, die Gäste z.B. mit einem Schnelltest oder einer anderen regelkonformen Notwendigkeit bei der Anreise, die Pandemie vor der Tür vergessen lassen. Und es werden zusätzlich mit den neuen Businessangeboten und der Möglichkeit für Homeoffice in allen Profitcentern neue Umsätze generiert. Flexibilität ist gefragt.
Und diese Pandemie wird auch irgendwann vorbei sein, aber die Auswirkungen, seien sie finanziell oder gesellschaftlich, werden noch Jahrzehnte nachwirken! Und wir haben ja auch noch andere Probleme, die in der Zukunft unseren Alltag beeinflussen werden, wie den Klimawandel und die dadurch notwendige Nachhaltigkeit. Der Tourismus wird sich ändern!
Diese Zeilen waren nur ein kleines Gedankenspiel, aber die neue Realität zwingt uns förmlich dazu, das Undenkbare zu denken! Ich möchte aber keinesfalls die Zukunft nur negativ beschreiben, nein, diese Krise kann auch eine große Chance sein! Ferienorte werden vielleicht in der Zukunft, in sich geschlossene Blasen oder abgeschottete Areale sein, mindestens aber könnte die neue Ausrichtung der Branche in diese Richtung gehen.
Was ich als fiktives Stadt-oder Businesshotel beschrieben habe, kann genauso gut ein Wellness Resort im Bayerischen Wald oder im Allgäu sein. Aber an den Begriff „ Blase“ werden wir uns im Tourismus gewöhnen müssen. Wer jetzt bereit ist, das „undenkbare“ zu denken und umzusetzen, wird am Ende gestärkt aus dieser Zeit hervor gehen. Es gibt aber leider Ängste, Konflikte und alte Glaubenssätze die uns daran hindern, über den gewohnten Tellerrand hinaus zu blicken und zu denken.
ABER KEINE SORGE, ES GIBT MÖGLICHKEITEN SOLCHE BLOCKADEN ZU LÖSEN! WIR MÜSSEN UNS NUR TRAUEN NEU ANZUFANGEN!
Das Zuhause wird zu einer Erweiterung eines Hotels und des Arbeitsplatzes, und so ist auch das Hotel heute zunehmend eine Erweiterung des Zuhauses, vielleicht bald auch eine Erweiterung des Arbeitsplatzes. Vernetzte Bereiche, Corona hin oder her, wie in dem erwähnten Beispiel, werden in dieser für die Branche, sehr schweren Zeit der Maßstab werden, für künftige Neuprojekte genauso wie für Investitionen in bereits bestehende Infrastruktur. Arbeiten im Urlaub, eine Mischung aus Homeoffice, Boarding House und Ferienidyll, es werden Ideen durchdacht und schnell umgesetzt werden müssen, die vor 2 Jahren noch nicht mal ansatzweise als Möglichkeit in Betracht gezogen wurden. Urlaubsdestinationen, wie in unserem fiktiven Beispiel, mit der im Moment fehlenden Planungssicherheit, für den Reisenden und den Tourismusunternehmer, werden in der Zukunft zur Selbstverständlichkeit werden.
Gott sei Dank sind diese Ideen gar nicht mehr soooo fiktiv. Es gibt bereits erste Hotelentwickler und Investoren, wie zum Beispiel: by Mamas, die erste Projekte am Markt platzieren
Was hat aber nun oberste Priorität? Was muß als erstes geschehen? Als erstes muss die Politik für einheitliche Regeln, Planungssicherheit und Perspektiven sorgen. Es entstand in den letzten Monaten ein Wirrwarr aus Inzidenzwerten, Impfstrategien, Teststrategien, Grenzschließungen und vielen, nicht mehr nachvollziehbaren Widersprüchen, was die Öffnung der Wirtschaft betrifft. Es scheint fast als hätte das ganze Land den Überblick verloren. Wir können aber nicht alle paar Monate ein komplettes Land zusperren, nur weil wirtschaftliche bzw. medizinische Laien in der Politik ihr Gesicht nicht verlieren wollen, oder einfach nur den Bezug zur Realität verloren haben.
Es wird spannend werden, das steht fest.
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