26/05/2025
Beteiligungsformat "Schimpfen, Spinnen, Schaffen":
Schimpfen-Spinnen-Schaffen ist ein Format mit Hintergrund in der Gemeinwesenarbeit, die wir als Handlungsprinzip verstehen:
Hier in einem kleinen Film festgehalten: https://youtu.be/S3GSqYEFKnI?si=PYyR8_2gnuHTlIM_
Der Arbeitsansatz ist „Empowerment“, bei dem die Verantwortlichen und Initiatoren zu Beginn ihre jeweiligen Erwartungen an den Prozess klar formulieren (Erwartungsmanagement).
In diesem kommen Menschen miteinander ins Gespräch. Die Gespräche gehen über Fragen, die für die teilnehmenden Personen von Interesse und Bedeutung sind. Die Methode ist strukturiert und wird in unserem Fall in einer Runde stattfinden. Die Gesprächsrunde nimmt einen Zeitraum von 40 plus 5 Minuten in Anspruch. Die Atmosphäre soll ungezwungen an einem Tisch sein, an dem 6 -8 Personen Platz finden. Je nach Wunsch und Möglichkeiten können bis zu 3 Runden, gerne mit wechselnder Beteiligung stattfinden. Dabei sollten jeweils die Moderator:innen am Tisch verweilen.
Der Ablauf beginnt mit einer Erläuterung zum geplanten Ablauf. Die Teilnehmer:innen können sich über Gespräche, Zeichnungen oder andere Notizen miteinbringen und ihre Meinungen äußern. Die Thematiken beziehen sich auf die Stadtgesellschaft. Wie in einem Cafe stehen Getränke und kleine Snacks griffbereit. Leise Hintergrundmusik kann die Kommunikation untereinander fördern und das Gefühl des gezwungenen Miteinanders aufheben. Jeweils eins der vorher festgelegten Themen wird bearbeitet.
Die Dokumentation und eine Ergebnissicherung finden statt. Eine/r am Tisch übernimmt diese Aufgabe. Die Atmosphäre an den Tischen sollte offen, klar und freundlich sein.
Sie achten darauf, dass alle sich wohlfühlen und versorgt sind. Lassen Sie 1. am Anfang eine gewisse Zeit ein „Schimpfen“ zu, kommen Sie dann 2. zum „Spinnen“. Ein Schimpfen-Spinnen-Schaffen lebt von der Ideenfindung und den Diskussionen. Die zentralen Ergebnisse werden als „Schaffen“ in einem Handlungsplan festgehalten. Ziel dabei ist: Nach den Diskussionen soll eine Handlung erfolgen. Verantwortliche „Kümmerer“ für die weitere Vorgehensweise werden ausgewählt. Teilnehmer:innen des Schimpfen-Spinnen-Schaffen können 1. Entscheidungsträger aus der Politik, 2. Bürger:innen, Vertreter:innen aus Interessengruppen und weitere „Experten“, 3. Vertreter:innen der Wirtschaft und 4. der Verwaltung sein („Quadrolog“). Es ist wichtig, dass der Bürgermeister, die Oberbürgermeisterin seine Präsenz und sein Interesse zeigt.
Nach dieser Reflexion können weitere Schritte des Prozesses in einer TIME-LINE formuliert werden. Es kann eine „Engagement- Lenkungsgruppe“ aus „Kümmerern“ gebildet werden, die wiederum sich in einer „Beteiligungs- oder Fokusgruppe“ um ganz konkrete Projekte kümmern. Ein Update der Projekte sollte spätestens nach einem Jahr stattfinden. Parallele Social Media, kleine Videoclips, professionelle Fotos, eine Internetplattform für Wissensmanagement und Austausch, ein ständig zu füllender „Werkzeugkoffer“ garantieren Transparenz, Freude und Erfolg.