15/05/2026
KI im Arbeitsalltag: Zwischen Ängsten, Aha-Momenten und echtem Ausprobieren.
In der Rückschau auf den Workshop ist uns wieder bewusst geworden: Der Einstieg in KI beginnt selten mit Technik. Er beginnt mit Haltung. Mit Neugier und Offenheit, Neues auszuprobieren.
Ja, Ängste sind auch da. Unsicherheit auch. Aber genau deshalb reicht es nicht, nur über KI zu sprechen. Die Aha-Erlebnisse entstehen durch Anwendung: Ausprobieren, Scheitern, Nachschärfen, Staunen.
Unser Ansatz: Nicht alles vorkauen, sondern inspirieren. Handwerkszeug mitgeben – und dann wieder loslassen.
Was uns besonders gefreut hat: Es entsteht immer wieder eine Gruppendynamik, in der sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gegenseitig unterstützen. Fragen werden aneinander gestellt, Erfahrungen weitergegeben, Hemmungen kleiner. Lernen wird plötzlich gemeinschaftlich und wir als Referenten spielen mit der Zeit eine Nebenrolle.
Die zentralen Take Aways aus dem Workshop:
1. Weniger ist mehr.
Lieber wenige KI-Tools gezielt einsetzen und immer besser beherrschen, statt jedem neuen Tool hinterherzulaufen. Die entscheidende Frage lautet: Was ist der Grenznutzen eines weiteren Tools?
2. Kommerzielle Tools bieten oft den einfacheren Einstieg.
Open-Source-Lösungen bedeuten anfangs mehr Aufwand und Kosten, können sich je nach Use Case, Datenschutzanforderungen und Sensibilität der Daten aber sehr lohnen.
3. IT frühzeitig einbeziehen.
Je nach Branche und Use Case sollte früh geklärt werden: Welche Tools sind verfügbar, erlaubt und sinnvoll? Und natürlich braucht es gesunden Menschenverstand im Umgang mit Daten – inklusive der Frage, wann und wie Anonymisierung möglich ist.
4. Gute Prompts brauchen Struktur.
Ein starker Prompt enthält Kontext und Rolle, Ziel, Zielgruppe, Format sowie Ton und Stil.
5. KI-Arbeit ist iterativ.
Selten ist das erste Ergebnis direkt das beste. Gute Ergebnisse entstehen durch Nachfragen, Verfeinern und Weiterdenken.
6. Am Ende braucht es immer den Human Loop.
Nicht nur zur Qualitätssicherung, sondern auch für die persönliche Note. Genau sie sorgt für Authentizität.
7. Mit der Zeit entsteht ein eigener KI-Arbeitsstil.
Lieblingsprompts, bewährte Workflows und die Kombination verschiedener Tools werden Schritt für Schritt Teil des persönlichen Arbeitsalltags.
Und vielleicht ist genau das der wichtigste Punkt: Bei so einer Veranstaltung entstehen nicht nur Learnings, sondern Verbindungen zwischen Menschen, die weit über den fachlichen Austausch hinausgehen.
Unser persönliches Highlight: Eine Teilnehmerin sagte in der Vorstellungsrunde noch, dass sie Angst vor KI habe. Am Ende des Workshops verabschiedete sie sich mit den Worten: „Ich bin begeistert, inspiriert und freue mich künftig noch mehr mit KI-Tools zu arbeiten – genau wie meine Kollegen es bereits tun.“
Genau dafür lohnt sich diese Arbeit – neben dem Daily Business.