17/10/2024
Wäre ohne Social Media alles besser?
In den letzten Jahren hat sich das, was wir mal “Social Media” nannten, stark verändert. Von Räumen, in denen Menschen verbunden waren und durch Interaktion und Co-Kreation gemeinschaftliche Online-Erfahrungen geschaffen haben, zu Umgebungen, die von Algorithmen und künstlicher Intelligenz (KI) gesteuert werden.
Speerspitze dieser Entwicklung ist TikTok, in dem nicht mehr gepostet und kaum noch geliked oder empfohlen wird. Das Medium entscheidet selbst, was wir sehen und was nicht. Zudem läutet es den Niedergang der many2many-Medien ein, da wir sehr wenige Content-Produzierende sehen, die einer sehr großen Zahl an Rezipierenden gegenüberstehen.
Das Problem ist, dass dadurch nicht nur das Gefühl der Verbundenheit verloren geht, sondern auch wichtige soziale Kontrollinstanzen. Wo die Community nicht mehr als Korrektiv wirken kann, werden Effekte wie Echokammern und Filterblasen, in denen die Nutzenden nur noch mit Informationen konfrontiert werden, die ihre bestehenden Überzeugungen und Meinungen bestätigen oder verstärken, noch gravierender.
Wäre ohne Social Media wirklich alles besser?