08/10/2026
Wenn das Schwabenländle zur Content-Maschine wird 🍻
Der Wasen ist da – und eigentlich muss man nur Instagram öffnen oder einmal mit der Bahn durch Stuttgart fahren, um das zu merken.
Outfit-Checks, Tisch-Storys, Videos aus dem Zelt, das obligatorische Foto mit der Maß und mindestens eine Story, bei der man am nächsten Morgen kurz überlegt, ob die wirklich online bleiben musste.
Das Spannende daran: Ein Großteil dieser Inhalte kommt nicht vom Wasen selbst. Die Besucher:innen übernehmen die Kommunikation einfach.
Der Wasen ist längst mehr als ein Volksfest. Er ist ein kultureller Moment, bei dem gefühlt ganz Stuttgart mitmacht. Man plant Wochen vorher, was man anzieht, mit wem man hingeht und in welchem Zelt man sitzt. Und wenn es dann so weit ist, gehört das Posten für viele genauso dazu wie die erste Maß.
Und genau das macht den Wasen auch für Marken interessant.
Der VVS macht aus der Anreise mit eigenen VVS-Tagen einen Teil des Erlebnisses. Breuninger veranstaltet die „Wasenliebe“. Trachtenmarken sind sowieso überall im Feed zu sehen.
Das funktioniert vor allem dann gut, wenn eine Marke nicht einfach versucht, sich irgendwie auf einen aktuellen Anlass draufzukleben. Sondern wenn sie sich fragt: Welche Rolle spielen wir in diesem Moment sowieso schon?
Beim VVS liegt die Antwort ziemlich nahe: Irgendwie müssen ein paar Millionen Menschen auf den Wasen kommen – und nach der ein oder anderen Maß bestenfalls auch wieder sicher nach Hause. 😌
Vielleicht liegt genau darin das eigentliche Learning:
Gutes Moment Marketing fühlt sich nicht wie Moment Marketing an.
Weil die Marke nicht versucht, einen aktuellen Anlass irgendwie für sich zu nutzen. Sondern weil ihre Rolle darin so logisch ist, dass sie gar nicht groß erklärt werden muss.
Der Wasen zeigt gerade ziemlich gut, wie das aussehen kann.
Und während Stuttgart noch ein paar Tage weiterfeiert, schauen wir natürlich ganz uneigennützig zu. 👀🍻