Curapal palliativer Pflegedienst

Curapal palliativer Pflegedienst Wir begleiten Menschen in ihrer schwersten Zeit mit Herz, Empathie und fachlicher Kompetenz – für mehr Lebensqualität, Würde und Geborgenheit.

Es gibt diesen einen Moment, der oft ganz leise beginnt. Der Atem wird ruhiger, der Raum verändert sich spürbar, alles w...
06/04/2026

Es gibt diesen einen Moment, der oft ganz leise beginnt. Der Atem wird ruhiger, der Raum verändert sich spürbar, alles wirkt langsamer, fast wie angehalten. Und dann passiert es plötzlich.

Die Augen des sterbenden Menschen öffnen sich weit. Der Blick wirkt intensiv, manchmal fast durchdringend, manchmal so, als würde er durch einen hindurchgehen oder in etwas schauen, das wir nicht sehen können. In manchen Situationen richtet sich der Körper noch einmal auf oder beugt sich nach vorne, als würde noch einmal eine letzte Kraft mobilisiert werden.

Für Angehörige ist das oft ein sehr erschreckender Moment, weil er so unerwartet kommt und sich kaum einordnen lässt. Es wirkt häufig dramatisch, fast so, als würde etwas nicht stimmen oder als hätte der Mensch Angst.

Was wir aus Erfahrung sagen können, ist, dass dieser Moment häufig Teil des Sterbeprozesses ist.

Der Körper befindet sich in einem Übergang, in dem sich vieles verändert, auch Wahrnehmung und Bewusstsein. Was genau ein Mensch in diesem Moment erlebt oder wahrnimmt, können wir nicht mit Sicherheit sagen, auch wenn es dazu viele Theorien, Studien und persönliche Erfahrungen gibt.

Wichtig ist zu wissen, dass das, was wir von außen sehen, oft intensiver wirkt, als es für den Menschen selbst ist, und nicht automatisch bedeutet, dass er leidet oder Angst empfindet.

Und trotzdem bleibt genau dieser Moment bei vielen Angehörigen im Gedächtnis. Dieser Blick, dieses plötzliche Aufreißen der Augen, dieses Gefühl, etwas nicht verstanden zu haben. Wir sind da, um genau das einzuordnen, zu begleiten und mit auszuhalten.

Deshalb ist es so wichtig, darüber zu sprechen, um einordnen zu können, was passiert, und um aus diesem Schreckmoment einen Moment zu machen, der verstanden werden darf.

Habt ihr (als Angehörige oder Pflegekraft) schon einmal einen solchen Moment erlebt und wie seid ihr damit umgegangen?

Es gibt Seiten in der palliativen Versorgung, über die kaum jemand spricht.Und doch begegnen sie uns immer wieder.Ein Be...
02/04/2026

Es gibt Seiten in der palliativen Versorgung, über die kaum jemand spricht.

Und doch begegnen sie uns immer wieder.

Ein Beispiel ist dieses sogenannte „Rasseln“ oder „Röcheln“, das in der letzten Lebensphase auftreten kann.

Für viele Angehörige ist dieses Geräusch sehr belastend. Es wirkt, als würde der Mensch schlecht Luft bekommen oder leiden.

Was dabei passiert:
Der Körper fährt immer weiter herunter. Schlucken wird schwieriger. Sekret sammelt sich im Rachenraum. Das Geräusch entsteht, weil die Luft daran vorbeistreicht.

Wichtig zu wissen ist:
Der Mensch selbst nimmt dieses Geräusch und Gefühl in der Regel nicht mehr bewusst wahr.

Es ist für die Angehörigen oft viel belastender als für den Sterbenden selbst.

Und trotzdem sitzt man daneben und fragt sich:
„Leidet er/sie?“
„Müssen wir etwas tun?“
„Ist das schlimm?“
Diese Unsicherheit ist völlig verständlich.

Was wir in diesen Momenten tun:
Wir sorgen für regelmäßige Mundpflege, zum Beispiel mit angefeuchteten Mundstäbchen, um den Mundraum zu befeuchten und das Sekret etwas zu lösen. Wir zeigen Angehörigen ganz praktisch, wie sie das selbst machen können, und nehmen ihnen die Angst davor. Oft entsteht daraus sogar ein sehr naher, liebevoller Moment.

Es geht nicht darum, etwas „wegzumachen“, sondern den Menschen gut zu begleiten.

Sterben verläuft nicht leise, nicht immer ruhig und nicht wie im Bilderbuch. Jeder Moment ist individuell.
Aber es ist ein natürlicher Prozess.

Wer von euch hat schon einmal einen Menschen begleitet und dabei etwas erlebt, das euch besonders verunsichert oder überrascht hat?

31/03/2026

In den letzten Wochen haben wir wiederholt Gespräche mit Angehörigen geführt. Gespräche, in denen uns immer wieder auffällt, dass etwas ganz Wichtiges in Vergessenheit gerät.

Dass wir da sind.
Dass wir erreichbar sind.
Jederzeit.

Viele Angehörige sagen im Nachhinein:
„Wir haben gar nicht daran gedacht, anzurufen.“
„Wir wollten erst mal abwarten.“
„Wir wollten nicht stören.“

Und genau hier gehen wir ganz bewusst in die Aufklärungsarbeit.

Als SAPV-Team sind wir 24 Stunden erreichbar, 365 Tage im Jahr. Ohne Öffnungszeiten. Ohne „zu spät“. Ohne „jetzt lieber nicht“.

Gerade nachts entstehen oft die Momente, in denen Unsicherheit groß wird. Symptome verändern sich. Angst kommt auf. Fragen tauchen plötzlich auf. Und trotzdem zögern viele. Aus Gewohnheit, aus Rücksicht, aus Unsicherheit.

Dabei ist genau das der Moment, für den wir da sind.

Ihr müsst nicht erst überlegen, ob es „wichtig genug“ ist.
Ihr müsst nicht warten, bis es schlimmer wird.
Und ihr müsst euch nicht allein durch diese Situationen tragen.

Vielleicht ist es einfach nur ein Gespräch.
Vielleicht eine kurze Rückversicherung.
Vielleicht aber auch genau die Unterstützung, die gerade gebraucht wird.

Und genau dafür sind wir da. Jederzeit.

Am 12. Mai 2026 wird es in Templin laut für die Pflege. Denn an diesem Tag feiern wir den Internationalen Tag der Pflege...
13/03/2026

Am 12. Mai 2026 wird es in Templin laut für die Pflege.

Denn an diesem Tag feiern wir den Internationalen Tag der Pflege, angelehnt an den Geburtstag von Florence Nightingale, der Begründerin der modernen Krankenpflege.

Dieser Tag steht weltweit für Wertschätzung, Sichtbarkeit und Anerkennung der Pflegeberufe und genau das wollen wir auch in Templin zeigen.

Von 14:00 bis 19:00 Uhr lädt der Pflegetag Templin in den Senioren-Landsitz „An der Buchheide“ ein.

Ein Tag für Begegnung, Austausch und dafür, dass Pflege sichtbar wird.

💬 Dieser Tag ist für und von uns Pflegekräfte.
Für und von Menschen, die jeden Tag Verantwortung tragen, begleiten, zuhören, organisieren, trösten und oft weit über ihre Grenzen hinaus für andere da sind.

Pflege ist mehr als ein Beruf! Sie ist Haltung, Beziehung und Menschlichkeit.

Gleichzeitig wollen wir uns zeigen, erklären und ins Gespräch kommen.

Der Pflegetag ist auch eine Einladung an alle interessierten Menschen, sich über Pflegeangebote zu informieren, Fragen zu stellen und die Menschen kennenzulernen, die Pflege in Templin jeden Tag möglich machen.

Freuen Sie sich auf:
• ein abwechslungsreiches Programm mit besonderen Gästen
• Fachworkshops und Informationsangebote
• Aktionen für Kinder
• Kaffee & Kuchen in entspannter Atmosphäre
• Austausch, Begegnung und Vernetzung

💚 Pflege verdient Sichtbarkeit. Pflege verdient Wertschätzung. Und Pflege hat viele Gesichter.

📍 Senioren-Landsitz „An der Buchheide“
Dargersdorfer Straße 123 · 17268 Templin
🗓 12. Mai 2026
🕑 14:00 – 19:00 Uhr

Wir waren gestern im Film "Ich sterbe. Kommst du?". Ein Film, der berührt, nachdenklich macht und der in sehr vielen Mom...
05/03/2026

Wir waren gestern im Film "Ich sterbe. Kommst du?".

Ein Film, der berührt, nachdenklich macht und der in sehr vielen Momenten erschreckend nah an der Realität ist, die wir in unserer Arbeit immer wieder erleben.

Besonders deutlich wird etwas, das auch uns im Alltag häufig begegnet: Kinder werden oft nicht wirklich „abgeholt“, wenn ein Elternteil schwer krank ist oder stirbt. Sie sehen nur, dass Mama schlechter aussieht, dass Papa schwächer wird, dass sich Dinge verändern. Und manchmal hören sie Sätze wie: „Alles wird wieder gut.“ Doch was wirklich passiert, wird ihnen nicht erklärt.

Aus Angst, aus Schutz oder aus Überforderung sprechen viele Erwachsene nicht offen darüber. Großeltern, Eltern oder andere Angehörige wollen Kinder bewahren und lassen sie damit oft allein mit ihren Gedanken.

Kinder spüren jedoch sehr genau, dass etwas nicht stimmt. Sie nehmen Veränderungen wahr, hören Gespräche zwischen den Zeilen und sehen, wie sich ein geliebter Mensch verändert. Wenn Worte fehlen, bleiben Fragen. Und diese Fragen können zu einem großen inneren Loch werden.

Deshalb versuchen wir in unserer Arbeit, Familien frühzeitig zu begleiten und verschiedene Schnittstellen und Unterstützungsangebote mit ins Boot zu holen. Menschen und Dienste, die Gespräche führen, zuhören, erklären und helfen können, auch Kinder und Jugendliche (!) behutsam mitzunehmen.

Wichtig ist dabei vor allem eins: früh genug anfangen. Wenn noch Zeit da ist, sich kennenzulernen, Vertrauen aufzubauen und gemeinsam Wege zu finden, wie man miteinander sprechen kann.

Denn Sterbebegleitung bedeutet nicht nur, den Patienten zu begleiten. Sie bedeutet auch, die Familie mitzunehmen, besonders die Kinder, die oft am wenigsten Worte für das haben, was sie fühlen.

Manchmal ist das Wichtigste nicht die perfekte Antwort.

Sondern jemand, der zuhört und hilft, Worte zu finden.

Sterben gehört zum Leben. Und doch fühlen sich viele Menschen unsicher, wenn sie mit schwerer Krankheit und dem Lebensen...
20/02/2026

Sterben gehört zum Leben. Und doch fühlen sich viele Menschen unsicher, wenn sie mit schwerer Krankheit und dem Lebensende konfrontiert werden.

Genau hier setzt der Letzte Hilfe Kurs an. Er vermittelt das „kleine 1x1 der Sterbebegleitung“, also grundlegendes Wissen darüber, wie wir schwerkranke und sterbende Menschen achtsam begleiten und umsorgen können.

📍 Veranstaltungsort: VHS Prenzlau, Raum 203, Brüssower Allee 48, 17291 Prenzlau
🗓 Datum: 26.03.2026
🕔 Uhrzeit: 17:00 – 20:30 Uhr

Der Kurs richtet sich an alle Interessierten, die mehr Sicherheit im Umgang mit Themen wie Abschied, Versorgung am Lebensende und Unterstützung von Angehörigen gewinnen möchten.

📞 Infos und Kontakt: Uckermärkischer Hospizverein e.V. – 03984 4821216
📝 Anmeldung: KVHS Uckermark – 03984 2551

Ein Abend, der Mut macht, Wissen vermittelt und Berührungsängste abbaut, denn Begleitung am Lebensende ist keine Aufgabe für Fachpersonal allein, sondern eine gesellschaftliche Verantwortung. Nur gemeinsam bilden wir das perfekte Netzwerk.

Erste Hilfe ist nicht nur etwas für die Hände, sondern beginnt im Kopf und im Herzen, denn in entscheidenden Momenten zä...
13/02/2026

Erste Hilfe ist nicht nur etwas für die Hände, sondern beginnt im Kopf und im Herzen, denn in entscheidenden Momenten zählt nicht nur Wissen, sondern vor allem die innere Haltung.

Wir sind täglich auf den Straßen unterwegs und wissen, dass Notfälle nicht geplant passieren, sondern plötzlich eintreten können, weshalb es für uns wichtig ist, regelmäßig zu trainieren und Abläufe zu festigen.

Im Rahmen unseres Notfalltrainings haben wir Situationen praktisch durchgespielt, Unsicherheiten besprochen und Handlungsabläufe aufgefrischt, damit wir im Ernstfall ruhig bleiben und strukturiert handeln können.

Dabei ist uns besonders wichtig, dass kein Einsatz wie im Lehrbuch abläuft, denn jede Ersthilfesituation ist individuell und jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte und Dynamik mit, weshalb Respekt, Ruhe und Menschlichkeit immer an erster Stelle stehen sollten.

Wir selbst oder jemand, den wir lieben, könnten jederzeit auf der anderen Seite stehen, und dann wünschen wir uns, dass jemand hinschaut, bleibt und hilft.

Deshalb möchten wir ermutigen, im Zweifel die 112 zu wählen, denn niemand muss perfekt reagieren oder alles wissen, sondern darf sich am Telefon anleiten lassen und Schritt für Schritt begleiten lassen.

Ein herzliches Dankeschön an Silvio Tretow für die praxisnahe Ausbildung auf Augenhöhe, die vielen alltagsnahen Beispiele und den offenen Austausch.

Erste Hilfe beginnt nicht mit Perfektion, sondern mit Aufmerksamkeit, Mut und der Entscheidung, nicht wegzuschauen.

#112

Nach einer längeren, unbestimmten Pause geht es endlich wieder los:Die Sonderfilmvorstellungen im Multikulturellen Centr...
10/02/2026

Nach einer längeren, unbestimmten Pause geht es endlich wieder los:

Die Sonderfilmvorstellungen im Multikulturellen Centrum Templin starten erneut, darüber freuen wir uns sehr.

Am Mittwoch, den 4. März, um 19 Uhr wird der eindrucksvollen Film "Ich sterbe. Kommst du?" gezeigt.

Ein Film, der berührt, nachwirkt und zum Nachdenken anregt. Über Leben, Sterben, Nähe und Begleitung.

Besonders wichtig für alle aus dem Gesundheits- und Pflegebereich:
Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Pflege kann für diese Veranstaltung eine Weiterbildungsbescheinigung ausgestellt werden.

Wir freuen uns, dass diese besonderen Filmabende wieder ihren Platz finden, als Raum für Austausch, Perspektiven und gemeinsames Innehalten.

📍 MKC Templin
🕖 4. März | 19 Uhr


Offizieller "Ich sterbe, kommst du?" Trailer German Deutsch (2025)Komplette Kritik zum Film: https://www.filmdienst.de/film/details/624130/ich-sterbe-kommst-...

Manchmal sind es kleine Entscheidungen, die im Rückblick eine große Bedeutung bekommen. Ein Foto zum Beispiel. Ein Bild,...
09/02/2026

Manchmal sind es kleine Entscheidungen, die im Rückblick eine große Bedeutung bekommen. Ein Foto zum Beispiel. Ein Bild, auf dem man sich selbst wiedererkennt, auf dem man sich wohlfühlt, so wie man war. Lachend, ruhig, mitten im Leben oder in einem Moment voller Frieden. Ein Gedenkfoto ist mehr als nur ein Porträt, es wird später oft zu einem Anker. Zu etwas, woran Angehörige sich festhalten, wenn Erinnerungen schmerzen und gleichzeitig trösten.

Wir erleben immer wieder, wie entlastend es für Familien ist, wenn dieses Foto gemeinsam ausgesucht wurde. Wenn der betroffene Mensch selbst sagen konnte: „Das bin ich, so möchte ich in Erinnerung bleiben.“

Manchmal wird darüber gelacht, manchmal geweint, manchmal lange überlegt. Und genau das darf sein. Dieser Moment ist kein Abschied, sondern ein bewusstes Gestalten von Erinnerung.

Es kann etwas sehr Schönes haben, dieses Bild gemeinsam zu zelebrieren. Vielleicht bei einem Kaffee am Küchentisch, beim Durchsehen alter Alben oder bei einem neu aufgenommenen Foto, das noch einmal das Leben widerspiegelt. Es schafft Nähe, Gespräch und oft auch Frieden, weil nichts dem Zufall überlassen bleibt und Angehörige später nicht vor der schweren Frage stehen: Welches Foto hätten sie wohl selbst gewählt?

Und dieser Gedanke richtet sich nicht nur an Menschen, die gerade krank sind oder sich mit dem Lebensende beschäftigen. Er richtet sich an uns alle: An dich und mich. Denn das Leben ist nicht planbar, manchmal verändert es sich von heute auf morgen. Vorsorge bedeutet nicht, mit dem Sterben zu rechnen, sondern Verantwortung zu übernehmen und Liebe weiterzugeben, selbst für Momente, die wir uns heute noch nicht vorstellen können.

Ein Foto gemeinsam auszuwählen ist ein stiller Akt der Fürsorge. Für die, die bleiben. Und oft auch ein Geschenk für sich selbst, weil man weiß, dass die eigene Geschichte in Würde und so, wie man sich fühlt, weitergetragen wird.

Offiziell endet unsere Versorgung, wenn ein Mensch verstorben ist. Auf dem Papier ist der Auftrag damit abgeschlossen. I...
02/02/2026

Offiziell endet unsere Versorgung, wenn ein Mensch verstorben ist. Auf dem Papier ist der Auftrag damit abgeschlossen. In der Realität ist er es oft nicht.

Denn mit dem Tod hört der Bedarf an Begleitung nicht einfach auf. Für Angehörige, Freunde und Verwandte beginnt dann häufig eine andere Phase: die der Trauer, der Fragen, des Begreifens. Und genau da sind wir weiterhin da.

Manche Gespräche finden noch vor dem Versterben statt, andere Tage oder Wochen nach der Beerdigung, wenn der erste Trubel vorbei ist und Stille einkehrt. Wenn Gedanken kommen wie:

Was ist da eigentlich passiert?
Warum ging es am Ende so schnell oder so anders als erwartet?
Habe ich alles richtig gemacht?

Trauer braucht Zeit. Und sie braucht manchmal Antworten. Oft hilft es, den Verlauf noch einmal gemeinsam anzuschauen, Symptome einzuordnen und Entscheidungen verständlich zu erklären, nicht um etwas zu ändern, sondern um Frieden damit zu finden.

Diese Gespräche finden dort statt, wo es sich für die Angehörigen richtig anfühlt: bei einem gemeinsamen Spaziergang, in einem geschützten Raum, zu Hause, an dem Ort des Abschieds, im Büro oder auch in einem Café. Nicht eingeengt, nicht formell, sondern menschlich, offen und in dem Tempo, das gerade möglich ist.

Diese Begleitung ist für uns selbstverständlich, auch über die eigentliche Versorgungsgrenze hinaus.
Denn Menschen lassen wir nicht los, nur weil ein formaler Auftrag endet.

Nach den ersten Momenten des Abschieds, wenn Stille da war, Tränen, Nähe und Zeit füreinander, stellt sich irgendwann ga...
24/01/2026

Nach den ersten Momenten des Abschieds, wenn Stille da war, Tränen, Nähe und Zeit füreinander, stellt sich irgendwann ganz leise die Frage: Was ist jetzt zu tun?

Wenn die Familie bereit ist, wird das selbst gewählte Bestattungsinstitut informiert. Im besten Fall hat der verstorbene Mensch zu Lebzeiten bereits geäußert, von welchem Bestattungsinstitut er versorgt werden möchte. Diese Information kann Angehörige spürbar entlasten, weil sie in einer ohnehin schweren Situation Entscheidungen abnimmt.
Sich mit diesen Fragen frühzeitig auseinanderzusetzen, bedeutet nicht, die Hoffnung aufzugeben. Es bedeutet, Verantwortung zu teilen. Wünsche auszusprechen und nicht alles den Angehörigen zu überlassen, wenn die Kraft dafür vielleicht fehlt. Solche Gespräche können entlasten, für alle Beteiligten.

Für die ersten organisatorischen Schritte werden einige Unterlagen benötigt. Unverzichtbar sind der Personalausweis der verstorbenen Person und die Todesbescheinigung des Arztes, die wir hinterlassen. Je nach Lebenssituation kommen weitere Dokumente hinzu: Geburtsurkunde, das Familienstammbuch, das rechtskräftige Scheidungsurteil. Für weitere Abläufe, unter anderem für Rentenangelegenheiten sind Rentenbescheide beziehungsweise die Rentenversicherungsnummer wichtig. Häufig werden auch Versicherungspolicen, die Krankenkassenkarte der verstorbenen Person und, falls bereits vorhanden, die Graburkunde benötigt.

Vieles darf in Ruhe zusammengesucht werden. Das Bestattungsinstitut begleitet diesen Prozess Schritt für Schritt und nimmt Angehörigen einen großen Teil der organisatorischen Last ab.

Viele Menschen äußern schon zu Lebzeiten Wünsche: zur Bestattungsform, zum Ort, zur Musik, zu Blumen oder auch dazu, was sie sich ausdrücklich nicht wünschen. Diese Gespräche geben Angehörigen Halt und Orientierung in einer Zeit, in der Entscheidungen schwerfallen.

Und vielleicht ist das auch eine Einladung zum Nachdenken:
Habt ihr euch schon einmal Gedanken darüber gemacht, was ihr euch selbst wünschen würdet und wissen eure Angehörigen davon?

Adresse

Martin-Luther-Str. 28a
Templin
17268

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