21/06/2025
Als Uropa Ludwig noch nur fürs eigene Gläschen winzerte… 🍷
Tja, was soll ich sagen - diese Geschichte ließ mich schon ziemlich schmunzeln. Wo man heute auf Sortenreinheit und Lagenbezeichnung achtet, wurde früher angebaut, was einem (manchmal sogar sprichwörtlich) vor die Füße fiel.
In einer Reihe wuchsen Müller-Thurgau und Riesling nachbarschaftlich. 🌹🌻
War ein Rebstock erfroren, wurde kurzerhand ein anderer dazwischen gesetzt. Ob das nun wieder ein Riesling war oder ein Spätburgunder-Ableger vom Nachbarn - egal! Hauptsache, es wächst. 😉
Im Winter wurden die gesunden, gut gedeihenden Reben “eingeschlagen”: Diese trieben im Frühjahr aus und ergeben neue Setzlinge für den nächsten Jahrgang. 🍃
Problematisch wurde es, als sich durch diese Praxis - quasi “Inzucht” - die Reblaus verbreiten konnte. 🪲
So stellten viele Zeuterner Familien ihr eigenes Weincuvée her - eine bunte Mischung aus allem, was in ihrer Parzelle wuchs. Damals noch komplett für den Eigenbedarf.
Gerüchten zufolge gab es bei manch einem teilweise auch Überproduktion: Die Fässer reichten nicht aus, man lagerte und vergor den Wein in den großen Zubern. Sonntags wurden dann die Freunde eingeladen - und alle gingen gut gelaunt nach Hause 😉🥴
WEINBAU ZEUTERN GESCHICHTE