21/08/2025
55 % Steuerlast auf den Schultern von 10 %.
Und trotzdem reden wir von noch „fairerer“ Belastung?
Klingbeil will wieder höhere Steuersätze für Gutverdiener. Und ich sage:
Die Grenzen sind längst überschritten.
Deutschland hat nicht (mehr) ein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem.
Wer Leistung zeigt, wird zunehmend abgefunden.
Finanziell, politisch, strukturell.
Fakten, die aufhorchen lassen:
👉🏼 Die obersten 10 % der Einkommensteuerpflichtigen tragen ca. 55 % des gesamten Einkommensteueraufkommens
bei nur etwa 36 % Anteil am Gesamteinkommen.
👉🏼 Rund 7 % der Steuerpflichtigen, die mit dem Höchststeuersatz besteuert werden, stemmen 48 % zur Einkommensteuern.
👉🏼 Steuern und Sozialabgaben drücken bis zu 50 % des Bruttoeinkommens, oft gerade bei denen, von denen Leistung verlangt wird.
👉🏼 Wir steuern auf die 1 Billion-Euro-Grenze bei den Steuereinnahmen zu – bei einer Steuerquote von 38 % am BIP, einem der höchsten Werte in Europa.
Klartext:
Deutschland hat kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem.
Und dabei setzt es sich selbst zunehmend unter Druck – wirtschaftlich, politisch, gesellschaftlich.
Wir finanzieren Infrastruktur, die nicht funktioniert.
Wir zahlen für Verwaltung, die stagniert.
Wir stemmen Lasten, die im Ergebnis oft wenig nutzen.
Und dann erwarten wir Leistung.
Und besteuern sie gleichzeitig kaputt?
Fazit:
Wenn gutes Einkommen standardmäßig höhere Hürden trägt,
ist das ein Zeichen für nachhaltige Demotivation.
Nicht für soziale Gerechtigkeit.
PS:
Steuern sind wichtig. Gerechtigkeit auch.
Aber wenn belastete Leistungsträger das Opfer einer Ausgabenfehlsteuerung sind, ist das weder klug noch sozial.
Leistung braucht Raum.
Keine zusätzliche Bremsen.