08/01/2026
Jetzt kommt ELLI
Warnung ⚠ vor nassem Schnee und Schneebruch
Im Laufe des Donnerstagnachmittags kann es bei Temperaturen zwischen -2 und +2 Grad hier und da ein bisschen flocken oder nieseln. Alles noch nichts Wildes. Spannend wird es ab dem Abend: Etwa ab 19–20 Uhr setzt aus Südwesten kräftigerer Niederschlag ein. Oberhalb von rund 300 Metern fällt meist Schnee, darunter Schneeregen, später zunehmend Regen.
Bis etwa 1–2 Uhr nachts schneit es im Oberwesterwald weiter, sonst geht der Niederschlag mehr und mehr in Regen über, da die Temperaturen steigen. Oberhalb von 400 Metern kommen so noch einmal etwa 5–10 Zentimeter Neuschnee zusammen.
In der zweiten Nachthälfte lässt der Niederschlag nach und es wird überall milder. Am Freitagmorgen liegen die Temperaturen dann erstmals seit Längerem überall im Plus – zwischen 1 und 5 Grad. Achtung: Die Böden sind noch kalt, deshalb kann es besonders auf Nebenstrecken stellenweise glatt sein.
Ansonsten wird das ein sehr matschiger Morgen. Man merkt aber bereits, dass der Wind deutlich auffrischt. Wärmer als am Morgen wird es allerdings nicht – im Gegenteil: Im Laufe des Vormittags gehen die Temperaturen langsam wieder zurück. Ab dem Abend und in der Nacht zum Samstag ist dann fast überall mit sehr widrigen Straßenverhältnissen zu rechnen . Wer kann, sollte das Auto dann wirklich stehen lassen ⚠.
Auch in der Nacht zu Samstag schneit es weiter. Bis zum Morgen flockt es dann sogar am Rhein, anschließend lassen die Niederschläge nach.
Bis Samstagmorgen kommen oberhalb von 500–600 Metern Höhe 15 bis 20 Liter Niederschlag als nasser Schnee vom Himmel. Dort besteht akute Schneebruchgefahr. Zwischen 400 und 500 Metern sind es noch 10–15 Liter – auch hier besteht Schneebruchgefahr. Zwischen 300 und 400 Metern fallen etwa 5–10 Liter. Ganz unten am Rhein ist der Niederschlag meist durch, bevor es überhaupt für Schnee reicht.
Der Samstagmorgen startet also wieder tiefwinterlich – mit Frost und besonders oberhalb von 400 Metern auch mit reichlich Schnee.
Das Wochenende selbst verläuft dann meist trocken, aber ordentlich kalt. Sonntagmorgen sind Temperaturen zwischen -8 und -15 Grad möglich. Wem das zu kalt ist: kleiner Spoiler für die kommende Woche – es wird milder und Frost ist dann kaum noch ein Thema. Davor gibt es allerdings wohl noch einmal Schnee, dazu in den nächsten Tagen mehr.
➡️ Zusammengefasst:
Auf die Höhe kommt es an!
Bis Samstag fällt teils ordentlich Niederschlag – insgesamt 20 bis 40 Liter pro Quadratmeter, im hohen Westerwald größtenteils als Schnee. Das entspricht Neuschneemengen von über 20 Zentimetern. Solche Mengen sind dort nicht jedes Jahr zu erwarten, aber auch nicht extrem ungewöhnlich.
Der Schnee fällt allerdings größtenteils bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Dadurch wird er nass und schwer. Dazu kommt ein kräftiger Wind (kein Sturm), der dafür sorgt, dass der Schnee überall „kleben bleibt“. Anschließend wird es wieder frostig kalt und der nasse Schnee friert fest.
Diese Kombination aus Schnee, Temperaturen um 0 Grad und Wind kann zu deutlichem Schneebruch führen. Auch Schäden an der Infrastruktur und damit verbundene Stromausfälle sind möglich ⚠.
Generell gilt:
Wer im Oberwesterwald auf Autofahrten verzichten kann, sollte das besonders ab Freitagnachmittag tun ❌. Außerdem solltet ihr dort, wo viel nasser Schnee gefallen ist, am Freitagnachmittag und -abend nicht im Wald unterwegs sein. Es können dicke Äste abbrechen oder sogar einzelne Bäume umstürzen.
Wichtig:
Alle, die am Rhein, an der Lahn oder unterhalb von 200 Metern wohnen, werden bis morgen Abend vermutlich denken: „Wat will der? Ist doch alles gut!“
Ein paar Kilometer weiter und ein paar hundert Meter höher sieht die Lage aber ganz anders aus.