Matthias Zöller Polizeiseelsorger

Matthias Zöller Polizeiseelsorger Das ist die private Seite von Matthias Zöller, Pastoralreferent und Polizeiseelsorger im Bistum Würzburg.

Du trainierst Schießen. Du trainierst Einsatzlagen. Du trainierst Kommunikation und Deeskalation. Aber trainierst du auc...
11/06/2026

Du trainierst Schießen. Du trainierst Einsatzlagen. Du trainierst Kommunikation und Deeskalation. Aber trainierst du auch Erholung?

Der amerikanische Schriftsteller John Steinbeck schrieb einmal:Die Kunst des Ausruhens ist ein Teil der Kunst des Arbeitens.“

Als John Steinbeck diesen Satz schrieb, war das kein Ratschlag eines Wellness-Gurus. Steinbeck schrieb über Menschen, die hart arbeiteten, kämpften und oft an ihre Grenzen gingen. Vielleicht wusste er gerade deshalb: Wer dauerhaft Leistung bringen will, muss auch lernen, sich zu erholen.

Wenn du Polizistin oder Polizist bist, hast du gelernt, mit Stress umzugehen. Du weißt, wie du in unübersichtlichen Situationen einen klaren Kopf behältst. Du weißt, wie du auch unter Druck funktionierst. Du hast gelernt, was im Einsatz wichtig ist.

Aber hast du auch gelernt, dich zu erholen?

Die Frage klingt zunächst seltsam. Denn Erholung scheint etwas zu sein, das von allein passiert. Feierabend. Sofa. Wochenende. Urlaub. Doch so einfach ist es oft nicht.

Viele Einsatzkräfte wissen ziemlich genau, wie sie in den Einsatzmodus kommen. Aber sie wissen erstaunlich wenig darüber, wie sie da wieder herauskommen.

Vielleicht kennst du das auch: Der Dienst ist vorbei, aber in deinem Kopf läuft er weiter. Du bist zu Hause, aber innerlich noch unterwegs.

Dabei ist Erholung keine Selbstverständlichkeit. Sie ist eine Fähigkeit.

Und Fähigkeiten kann man trainieren.

Vielleicht ist es deshalb kein Zeichen von Schwäche, wenn du dir Zeit für Dinge nimmst, die dir guttun. Vielleicht ist es sogar ein Zeichen von Professionalität.

Denn wer dauerhaft Leistung bringen will, muss nicht nur wissen, wie er an seine Grenzen geht. Er muss auch wissen, wie er wieder zurückkommt.

👉 Was hilft dir dabei?
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Polizistinnen und Polizisten, aber auch Kolleginnen und Kollegen bei Feuerwehr und Rettungsdienst erleben regelmäßig bel...
06/06/2026

Polizistinnen und Polizisten, aber auch Kolleginnen und Kollegen bei Feuerwehr und Rettungsdienst erleben regelmäßig belastende und anspruchsvolle Einsätze. Situationen, in denen Menschen in existenzieller Not sind – und die manchmal auch für die Einsatzkräfte selbst gefährlich werden.

Für solche Lagen hast du im Laufe deiner Dienstzeit eine gewisse Stressresilienz entwickelt. Du weißt, was zu tun ist. Du funktionierst. Dein Körper schaltet in den Leistungsmodus. Medizinisch gesprochen übernimmt dabei der Sympathikus die Führung – der Teil deines Nervensystems, der dich wach, konzentriert und leistungsfähig macht. Das ist wichtig und hilft dir, auch unter hoher Belastung handlungsfähig zu bleiben.

Aber du kannst nicht immer in diesem Stresszustand bleiben. Das würde dich krank machen.

Dafür gibt es einen natürlichen Gegenspieler: den sogenannten Parasympathikus, auch „Ruhenerv“ genannt. Er sorgt für Entspannung, Regeneration und neue Kraft.
Deshalb ist es für dich als Einsatzkräfte nicht nur wichtig, den Ernstfall zu trainieren. Ebenso wichtig ist es, Erholung zu trainieren und zu wissen, was dir persönlich hilft, wirklich herunterzufahren.

Das Spannende: Jeder Mensch findet auf unterschiedliche Weise in die Ruhe.
Ein guter Hinweis ist die Frage: Wann bist du ganz im Hier und Jetzt? Wann vergisst du die Zeit? Wann kreisen deine Gedanken nicht um den letzten Einsatz oder die Aufgaben von morgen?

Für manche ist es Sport. Für andere Tanzen, Puzzeln, Schrauben am Motorrad oder Zeit in der Natur. Die meisten Menschen finden echte Erholung eher draußen als vor einem Bildschirm.

Beobachte dich einmal bewusst: Was hilft dir, wirklich abzuschalten?
In einem nächsten Post gebe ich dir weitere Anregungen, wie du deinen „Ruhenerv“ aktivieren kannst.
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Das Überbringen einer Todesnachricht gehört zu den schwersten Aufgaben im Polizeidienst.Für viele   und   sind solche Ei...
30/05/2026

Das Überbringen einer Todesnachricht gehört zu den schwersten Aufgaben im Polizeidienst.
Für viele und sind solche Einsätze emotional belastend und lange nachwirkend.

Dabei macht es einen großen Unterschied, wie eine Todesnachricht überbracht wird. Für Angehörige kann dieser Moment prägend dafür sein, wie sie mit dem Verlust weiterleben und trauern können.

Deshalb braucht es bei solchen Einsätzen nicht nur Professionalität, sondern auch Menschlichkeit, Ruhe und Mitgefühl – ohne dabei selbst in das Leid hineingezogen zu werden.

Vielleicht fragst du dich:
Wie kann ich eine Todesnachricht würdevoll und empathisch überbringen?
Und wie kann ich gleichzeitig gut auf mich selbst achten?

In diesem Post findest du einige wichtige Hinweise zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung solcher Einsätze.

Übrigens: Es gibt auch eine von der Polizeiseelsorge entwickelte App zum Thema Todesnachrichtenüberbringung, die du direkt auf dein Handy laden kannst – damit wichtige Hinweise im Einsatz schnell griffbereit sind.
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Braucht es Seelsorge in der Polizei?Vielleicht denkst Du: Kirche hat in der Polizei nichts verloren – schließlich gibt’s...
20/05/2026

Braucht es Seelsorge in der Polizei?

Vielleicht denkst Du: Kirche hat in der Polizei nichts verloren – schließlich gibt’s die Trennung von Staat und Kirche. Und außerdem habe ich mit Kirche und Glaube nichts am Hut! Oder: Für Unterstützung gibt es doch Psycholog:innen oder Sozialpädagog:innen, das reicht doch völlig aus.

Klingt erstmal logisch. Und trotzdem greift dieser Gedanke meiner Meinung nach zu kurz.

Denn Seelsorge will mehr, als Dich „fit für den nächsten Einsatz“ zu machen. Sie schaut auf Dich als ganzen Menschen – nicht nur auf Deine Arbeitskraft. Hinter Deiner Uniform steckst Du: mit Stärken und Schwächen, mit Narben und Brüchen, mit Momenten, in denen Du an Grenzen stößt oder auch mal Mist baust.

Seelsorge erinnert Dich: Du bist keine Maschine. Du brauchst manchmal Antworten auf Fragen, die tiefer gehen als Einsatzberichte, Paragraphen oder Taktiken. Fragen nach Sinn, Glück, Hoffnung – und nach dem, was Dich trägt, wenn nichts mehr trägt.

Und genau hier ist Seelsorge anders:
👉 Sie will Dich nicht missionieren.
👉 Sie gibt Dir keine schnellen Rezepte.
👉 Sie hört Dir zu, hält mit Dir aus, begleitet Dich.

Polizeiseelsorge bedeutet: Hinsehen, wo andere wegschauen. Aushalten, wo Worte fehlen. Da sein, wenn’s für Dich schwer wird. Antworten anbieten, die tragfähig sind.

Worum es am Ende geht? Jeden Menschen wertschätzen und bejahen, so wie er ist. Dein Gebenüber im Einsatz - und vor allem dich als Mensch in der Uniform!

Oder anders gesagt: Polizeiseelsorge sagt Dir:
➡️ „Es ist gut, dass Du da bist. Es ist gut, so wie Du bist.“
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Es gibt Einsätze, die fallen aus dem Rahmen und du kannst sie nicht so einfach aus der Uniform "schütteln". In der Regel...
07/05/2026

Es gibt Einsätze, die fallen aus dem Rahmen und du kannst sie nicht so einfach aus der Uniform "schütteln". In der Regel sind das Einsätze, in denen du massive Gewalt, Angst und Entsetzen erlebst, zum Beispiel bei einem schweren Verkehrsunfall, einer lebensbedrohlichen Einsatzlage oder nach einem Schusswaffengebrauch. Vielleicht hast du im Nachgang solcher Einsätze Reaktionen an dir beobachtet, die dich irritiert oder verunsichert haben?

Hierbei handelt es sich in der Regel um akute Belastungsreaktionen deines Körpers und deiner Psyche. Beispiele dafür sind z.B. eine große Unruhe, erhöhter Puls, Nervösität, Wut, Schlaflosigkeit, Flashbacks oder Konzentrationsstörungen. Solche Reaktionen können vielfältig sein und lassen sich im kognitiven, emotionalen, körperlichen Bereich oder in einer Verhaltensveränderungen beobachten.

Solche Belastungsreaktionen sind aber medizinisch und psychologisch erklärbar und ganz normal! Es sind Reaktionen unseres Körpers und unserer Psyche nach einer Phase von intensivem Hochstress. Es sind ganz normale Reaktionsweisen auf ein unnormales Ereignis. Nicht du bist unnormal, sondern das, was du erlebt hast und bewältigen musstest ist unnormal. Das Wissen darüber kann dir helfen, das Erlebte besser zu verarbeiten.

Und noch eine gute Nachricht: dein Körper und deine Psyche brauchen zwar ein wenig Zeit (manchmal bis zu vier Wochen), aber eine Erholung ist die Regel!

Deshalb müssen dir solche Belastungsreaktionen keine Angst machen. Beobachte dich gut, bleib sensibel und betreibe eine gute Selbstfürsorge (wie in der vorangegangenen Beiträgen beschrieben). Und wenn du das Gefühl hast, dass es dir auch nach Wochen nicht besser geht, scheue dich nicht, dir Hilfe zu holen!
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Ich stelle mich mal kurz vor, da einige mir neu folgen - willkommen! Hallo! Ich freu mich, dass ihr da seid!Ich bin Matt...
04/05/2026

Ich stelle mich mal kurz vor, da einige mir neu folgen - willkommen! Hallo! Ich freu mich, dass ihr da seid!

Ich bin Matthias Zöller und arbeite als Polizeiseelsorger für das Polizeipräsidium Unterfranken und die III. Bereitschaftspolizeiabteilung in Würzburg. Von Beruf bin ich Pastoralreferent, d.h. ich habe kath. Theologie studiert und bin beim Bistum Würzburg angestellt. Außerdem bin ich noch Sozialpädagoge und Systemischer Coach (SG).

Ich bin Ansprechpartner für alle Polizistinnen und Polizisten in Unterfranken und die Auszubildenden in der III. BPA. Ich versuche zuzuhören, zu begleiten und zu helfen, wenn es mal im Beruf und in der Ausbildung schwierig wird. Mein Angebot ist kostenlos und man muss nicht katholisch, evangelisch und nicht einmal gläubig sein, um zu mir kommen zu können. Jeder ist willkommen! Ich will niemanden bekehren, sondern einfach da sein und helfen! So verstehe ich meinen Dienst.

Was ich so den ganzen Tag mache und wie die Arbeit eines Polizeiseelsorgers ausschaut, erfährst du hier auf meinem Kanal. Und wenn dich etwas beschäftigt oder du eine Frage hast, dann melde dich einfach per DM bei mir oder per Mail: [email protected]
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Kennst du das auch? Deine Gedanken kreisen unaufhörlich, aber du findest keinen klaren Gedanken, keine Lösung, um aus di...
22/04/2026

Kennst du das auch? Deine Gedanken kreisen unaufhörlich, aber du findest keinen klaren Gedanken, keine Lösung, um aus dieser Gedankenspirale auszubrechen? Oder du stehst vor einer schwierigen Entscheidung und wägst ab, ohne dich festlegen zu können? Vielleicht belastet dich eine Situation und du machst dir Sorgen, weißt aber nicht, wie du Erleichterung finden sollst.

In all diesen Momenten könnte der einfachste und gleichzeitig wirksamste Schritt der sein, an den man nicht sofort denkt: Geh einen Schritt – im wahrsten Sinne des Wortes.

Schon der dänische Philosoph Søren Kierkegaard sagte: „Ich habe mir meine besten Gedanken ergangen und kenne keinen Ku**er, den man nicht weggehen kann.“

Studien haben längst bestätigt, was viele von uns aus eigener Erfahrung wissen: Gehen fördert die Kreativität und hilft, das Nervensystem zu beruhigen. Dies führt zu weniger Angst und Stress. Der einfache Akt des Gehens lässt den Kopf freier werden und bringt mehr Klarheit – egal ob bei Entscheidungen oder beim Finden von Lösungen für Probleme. Während du gehst, wird der Körper in Bewegung versetzt, die Blutzirkulation angeregt und das Gehirn besser mit Sauerstoff versorgt. Das trägt nicht nur zur physischen Entspannung bei, sondern wirkt sich direkt auf deine geistige Klarheit aus.

Gehen hilft außerdem, den Fokus auf den Moment zu richten und sich auf die Gegenwart auszurichten – besonders dann, wenn sich alles überwältigend anfühlt. Manchmal scheint es, als ob nichts mehr geht, doch Gehen gibt dir das Gefühl, handlungsfähig zu sein und zu bleiben. Ein Schritt nach dem anderen – und schon kommt man voran.

Bevor du dich in Grübeleien oder Sorgen verstrickst und das Gefühl hast, in einem Käfig eingesperrt zu sein, wage den Schritt nach draußen. Geh ein paar Schritte und spüre, wie der Weg dir hilft, die Belastungen abzulegen. Es ist erstaunlich, wie heilsam und befreiend das sein kann. Probiere es aus!

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In den letzten beiden Karussell-Posts habe ich dir ein paar Ideen mitgegeben, wie du mit belastenden Einsätzen umgehen k...
15/04/2026

In den letzten beiden Karussell-Posts habe ich dir ein paar Ideen mitgegeben, wie du mit belastenden Einsätzen umgehen kannst. Du hast einiges selbst in der Hand und du kannst einiges unternehmen, deine Erfahrungen gut zu verarbeiten.

ABER: du musst nicht alles alleine schaffen und bewältigen. Sich helfen zu lassen ist keine Schwäche. Es ist Stärke. Und gelebte Professionalität.

Stärke zeigt sich nicht darin, alles mit sich selbst auszumachen. Sondern darin zu merken: Das beschäftigt mich gerade. Und den Mut zu haben, jemanden mit ins Boot zu holen.

Gottseidank gibt es dafür bei der Polizei inzwischen zahlreiche Möglichkeiten. Viel Unterstützung und Hilfe kann dir dein Team geben, in dem du dich öffnen und reden kannst. Vielleicht gibt es auch einen Kollegen/eine Kollegin, der/dem du dich anvertrauen kannst.

Und auch wir von der Polizeiseelsorge oder die Kolleginnen beim Polizeilichen Soziale Dienst (PSD) stehen dir als professionelle Ansprechpartner zu Verfügung. Wichtig ist nur: mache deine Probleme nicht mit dir alleine aus, sondern öffne dich und rede mit jemandem darüber!

Du musst kein „harter Hund“ sein. Du bist Polizistin. Du bist Polizist. Und vor allem bist du Mensch. Deshalb gilt: Sich helfen zu lassen ist keine Schwäche. Es ist Stärke. Und echte Professionalität.

Kontakt zur Polizeiseelsorge auch in deiner Nähe findest du über unsere Homepade: www.bayerische-polizeiseelsorge.de
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Zu deinem Alltag als   oder   können Einsatzlagen gehören, die dich mit Tod und Entsetzen, Hilflosigkeit oder sogar Lebe...
12/04/2026

Zu deinem Alltag als oder können Einsatzlagen gehören, die dich mit Tod und Entsetzen, Hilflosigkeit oder sogar Lebensgefahr konfrontieren.

In einem ersten Post vor einiger Zeit habe ich dir bereits erste Ideen vermittelt, wie du mit solchen Einsatzlagen und Erfahrungen umgehen kannst, damit du gesund und resilient bleibst.

Hier nun ein weiterer Tipp dazu: Grundsätzlich haben wir gute Erfahrungen damit gemacht, wenn du versuchst, nach belastenden Einsätzen eine gute Balance zwischen Auseinandersetzung und Abstand zu finden.

Ein gutes Bild dafür ist das vom Ruderen in einem Ruderboot. Damit man bein Rudern nach vorne fährt, ist es notwendig, beide Paddel im Gleichklang und in der Balance zu halten. In unserem Fall bedeuten die Paddel die Aspekte Auseinandersetzung und Abstand mit und zum Erlebten.

Zum einen ist es wichtig, sich mit dem Erlebten, den Wahrnehmungen, Eindrücken, den eigenen Emotionen und Reaktionen auseinanderzusetzen. Diese Eindrücke und Emotionen nicht zu verdrängen, sondern ernst zu nehmen und darüber mit jemanden zu reden, hilft dir, den Einsatz gut zu verarbeiten.

Andererseits ist aber auch gut, auf Distanz zum Erlebten zu gehen, sich abzulenken, sich Gutes zu tun, Schönes zu erleben, das Leben zu genießen und sich bewusst (am besten in der Natur) zu erholen.

Beides – Auseinandersetzung und Abstand – in guter Balance, kann dir helfen, dass du wie beim Rudern in der Spur und auf deinem Weg bleibst und auch schlimme Einsatzlagen verarbeiten kannst.
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Bei der Polizei bist du einer unter vielen. Und die Uniform macht alle gleich… oder?Die Polizeifamilie hat etwas unglaub...
28/03/2026

Bei der Polizei bist du einer unter vielen. Und die Uniform macht alle gleich… oder?

Die Polizeifamilie hat etwas unglaublich Starkes: Zusammenhalt. Vertrauen. Verlässlichkeit. Gerade in der Ausbildung heißt das aber auch: sich einfügen, Regeln lernen, funktionieren.

Das ist wichtig. Aber: Die Polizei braucht nicht nur gleiche Uniformen – sondern unterschiedliche Menschen.

Andere Organisationen haben das bereits als große Ressource erkannt und sprechen von Diversity Management. Ein sperriger Begriff für eine einfache Wahrheit: Unterschiedliche Perspektiven machen Teams und Unternehmen besser.

Und genau das gilt auch für die Polizei.

Aber wie kannst du in der Polizei und vor allem in der Ausbildung deine Individualität bewahren und fördern?

Meine Empfehlung ist: nutze die Zeit der Ausbildung auch als Chance, deine eigene Persönlichkeit und Individualität zu entdecken und zu entwickeln und nicht als Defizit, sondern als Gewinn zu bewerten.

Wie das geht? Vielleicht so:
- lerne neue Menschen kennen
- interessiere dich für andere Meinungen
- lese Bücher, die nichts mit Polizei zu tun haben
- lese Biographien
- gehe raus aus deiner Komfort-Zone und deiner Bubble
- gehe ins Kino, ins Theater
- besuche Museen und Konzerte
- interessiere dich für andere Länder, Kulturen und Lebensweisen
- Denke auch mal gegen den Strom
- verlerne nicht das staunen
- lass dich anfragen.

Die Uniform verbindet euch. Aber erst deine Persönlichkeit macht dich zu einem guten und einzigartigen Polizisten.

Denn so vielfältig wie unsere Gesellschaft ist, so vielfältig muss auch ihre Polizei sein.

Vielfalt ist keine Gefahr. Sie ist eine Stärke – für dich und für die Polizei.
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