11/06/2026
Du trainierst Schießen. Du trainierst Einsatzlagen. Du trainierst Kommunikation und Deeskalation. Aber trainierst du auch Erholung?
Der amerikanische Schriftsteller John Steinbeck schrieb einmal:Die Kunst des Ausruhens ist ein Teil der Kunst des Arbeitens.“
Als John Steinbeck diesen Satz schrieb, war das kein Ratschlag eines Wellness-Gurus. Steinbeck schrieb über Menschen, die hart arbeiteten, kämpften und oft an ihre Grenzen gingen. Vielleicht wusste er gerade deshalb: Wer dauerhaft Leistung bringen will, muss auch lernen, sich zu erholen.
Wenn du Polizistin oder Polizist bist, hast du gelernt, mit Stress umzugehen. Du weißt, wie du in unübersichtlichen Situationen einen klaren Kopf behältst. Du weißt, wie du auch unter Druck funktionierst. Du hast gelernt, was im Einsatz wichtig ist.
Aber hast du auch gelernt, dich zu erholen?
Die Frage klingt zunächst seltsam. Denn Erholung scheint etwas zu sein, das von allein passiert. Feierabend. Sofa. Wochenende. Urlaub. Doch so einfach ist es oft nicht.
Viele Einsatzkräfte wissen ziemlich genau, wie sie in den Einsatzmodus kommen. Aber sie wissen erstaunlich wenig darüber, wie sie da wieder herauskommen.
Vielleicht kennst du das auch: Der Dienst ist vorbei, aber in deinem Kopf läuft er weiter. Du bist zu Hause, aber innerlich noch unterwegs.
Dabei ist Erholung keine Selbstverständlichkeit. Sie ist eine Fähigkeit.
Und Fähigkeiten kann man trainieren.
Vielleicht ist es deshalb kein Zeichen von Schwäche, wenn du dir Zeit für Dinge nimmst, die dir guttun. Vielleicht ist es sogar ein Zeichen von Professionalität.
Denn wer dauerhaft Leistung bringen will, muss nicht nur wissen, wie er an seine Grenzen geht. Er muss auch wissen, wie er wieder zurückkommt.
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