30/11/2013
Gestern Abend während meiner Veranstaltung in Laudenbach wurde ich zu meinem Erstaunen dazu aufgefordert, mich von einem Menschen klar zu distanzieren. Dies tat ich nicht! Warum?
Selbstverständlich distanziere ich mich von jeder menschenverachtenden oder diffamierenden Aussage. Sich von Personen zu distanzieren, nur weil diese im „Eifer des Gefechtes“ aufgrund emotionaler Erregung über ihr persönliches Ziel hinausgeschossen sind, halte ich für den falschen Weg. Hiermit werden Brücken ein- und Gräben aufgerissen.
Die Gräben, die unserer Stadt durchziehen, sind meiner Meinung nach nicht dem Wahlkampf geschuldet. Vielmehr sind sie ein Beleg dafür, dass in unserer Stadt unendlich viele unausgesprochene Herausforderungen die Menschen bewegen.
Eine Kette ist so stark wie das schwächste Glied. In unserer Stadt geht es nicht darum, sich zu distanzieren, sondern um Konfliktbewältigung im Dialog auf Augenhöhe mit Anstand und Respekt. Distanzierung statt Dialog bedeutet Flucht vor dem eigentlichen Problem und kann deshalb keine Lösung sein.
Ich will nicht verurteilen, sondern stattdessen die Menschen im aufrichtigen Dialog zusammenführen. Die Probleme und unterschiedlichen Standpunkte müssen respektiert werden und ein Konsens muss gefunden werden, mit dem die Beteiligten leben können. Die Wucht, mit der die aufgestauten Emotionen unsere Stadt und die Teilorte getroffen haben, sorgte schließlich erst für die Gräben, die nun unsere Gemeinschaft augenscheinlich teilen mögen.
Unabhängig von dem Ausgang der Wahlen am Sonntag möchte Ich Sie dazu aufrufen, inne zu halten und Ihre Standpunkte zu überprüfen. Lassen Sie sich nicht von Emotionen und persönlichen Angriffen leiten, sondern treten Sie in einen fairen Dialog ein, geführt mit sachlichen Argumenten, um in dieser Stadt wieder ein harmonisches Zusammenleben zu ermöglichen.
Denn letztendlich verbindet uns ein gemeinsames Ziel: das Beste für Weikersheim und seine Menschen zu erreichen. Auf dem Weg dorthin sollte jede Meinung respektiert und sachlich diskutiert werden, für ein respektvolles Miteinander.
Alexander Bruch