Sanibona

Sanibona Coaching & Training,

Coaching & Training,
Beratung und Dienstleistung für Einzelpersonen und Unternehmen, Schwerpunkt: Stress- und Gesundheitsmanagement, Burnoutprophylaxe ua.

HEUTE: ‚W‘ wie WertWer sich ein wenig in der Stresskompetenzarbeit auskennt, weiß um den Zusammenhang zwischen den Stres...
20/05/2022

HEUTE: ‚W‘ wie Wert

Wer sich ein wenig in der Stresskompetenzarbeit auskennt, weiß um den Zusammenhang zwischen den Stressoren und der individuellen BeWERTung. Erst in dieser Kombination entsteht die -im engeren Sinn- Stressreaktion, also das, was wir gemeinhin ‚Stress‘ nennen.

Das mag im ersten Moment noch logisch, vielleicht sogar einfach klingen. Es ist auch umso einfacher zu handhaben desto klarer mir meine Werte sind.
Es ist allerdings oftmals erstaunlich, wie häufig die widrigen Kleinigkeiten eines Alltags unser Wertesystem tangieren. Würden wir bei einem zu spät kommenden Bus an unser Wertesystem denken? Kann ein gerade nicht auffindbarer Autoschlüssel dieses Gefüge attackieren? Der Stapel der unerledigten Arbeiten auf meinem Schreibtisch? Die schlechte Laune meiner Kollegin? Die Spülmaschine, die plötzlich in ihren Dienst verweigert?

Ja, ja, ja, ja und nochmal ja.
An einigen Stellen ist es uns bewusst, an anderen Stellen eben nicht. Das ist völlig normal. Beschäftige ich mich ernsthaft mit meiner Fähigkeit, mit Alltagsbelastung umzugehen, komme in an meinem Wertesystem nicht vorbei. Es ist oftmals überraschend und immer bereichernd, dieses individuelle Gefüge von Leitlinien selbst erkennen zu können. Wir beginnen uns selbst ganz anders zu verstehen, nicht nur im Stress, aber eben auch dort.

Der Wert dieser Entwicklungsarbeit geht also weit über die Entwicklung von Stresskompetenz hinaus. Das macht ihn -in meinen Augen- besonders wertvoll.

Welche Werte sind für Dine/Ihre Arbeit wichtig?

HEUTE: ‚V‘ wie VertrauenEs ist wie ein Auto ohne Räder. Egal wie chic, wie modern, wie technisch ausgereift: ohne Räder ...
19/04/2022

HEUTE: ‚V‘ wie Vertrauen

Es ist wie ein Auto ohne Räder.

Egal wie chic, wie modern, wie technisch ausgereift: ohne Räder ist ein Auto ….. nicht zu gebrauchen. Und sehr wahrscheinlich würden wir ein Ding ohne diese Räder noch nicht einmal ‚Auto‘ nennen, stimmt’s? Die 4 Räder sind also eine Art Wesensmerkmal.
Und so ähnlich verhält es sich auch mit Vertrauen bei der (Weiter-) Entwicklung von Stresskompetenz. Ohne Vertrauen ist Stresskompetenz …. nicht zu nutzen. Und: ohne Vertrauen komme ich erst gar nicht dazu, die notwendigen Kompetenzen zu entwickeln.
Vertrauen hat mehrere Richtungen. Es bezieht sich auf andere Menschen und es bezieht sich auf mich selbst.
Vertrauen richtet sich auch auf Fähigkeiten, Eigenschaften, Handlungen und Einsichten etc. Sowohl der anderen Menschen als auch uns selbst.
So entstehen sehr viele Facetten von Vertrauen. Sie alle stärken meine Stresskompetenz:
- das Selbstvertrauen, dass ich neue Fertigkeiten entwickeln kann
- das Vertrauen, dass mir andere Menschen eine Bitte nicht abschlagen
- das Vertrauen, dass ich das notwenige Gespür für meine Bedürfnisse habe
- das Vertrauen, dass mich Kolleg/innen unterstützen werden
- das Vertrauen, dass man von professionellen Anleitungen profitieren kann
- das Vertrauen, täglich einen neuen Anfang machen zu können
- das Vertrauen, dass auch Fehler ihren guten Zweck haben
- das Vertrauen, ……..

Welches Vertrauen ist für Sie/Dich ein grundlegendes Merkmal geworden?

HEUTE: ‚U‘ wie UnterstützungIn vielen von uns scheint es -quasi genetisch- nicht angelegt zu sein. Viele, sehr viele Men...
11/04/2022

HEUTE: ‚U‘ wie Unterstützung

In vielen von uns scheint es -quasi genetisch- nicht angelegt zu sein. Viele, sehr viele Menschen gehen häufig unausgesprochen davon aus, dass sie Aufgaben alleine bewältigen werden. Sie sind mental immer Einzelkämpfer/innen.
Gut möglich, dass sie mitten in einem kooperativen Team sind, sie fühlen sich trotzdem als Einzelkämpfer/in.
Manche Aufgaben verlangen aber nach Teamarbeit, nach Unterstützung, nach Support. Im Coaching ist diese Erkenntnis ein sehr ‚großer Moment‘: ICH MUSS DAS GAR NICHT ALLEINE MACHEN?!!
Dabei hat Unterstützung so viele Facetten:
-gemeinsam machen
-einen Leitfaden erstellen
-über Erfahrungen sprechen
-frühere Projekte vergleichen
-Aufgaben aufteilen
-mit-denken und mit-fühlen
-auf den Zeitplan achten
-für Ausgleich sorgen
-die Kommunikation koordinieren
-Mitstreiter suchen
-in Konflikten vermitteln
-für Essen und Trinken sorgen
-Wertschätzung zeigen
-um Feedback bitten
-….
Und noch so viele mehr. Da dürfen wir uns regelmäßig einen bunten Blumenstrauß zusammenstellen, um der Belastung rechtzeitig entgegen zu wirken.

Welche Formen von Unterstützung habt ihr /haben Sie schätzen gelernt?

HEUTE: ‚T‘ wie Training „Muss man das trainieren?“, werde ich manchmal gefragt, nachdem ich die Arbeit von SANIBONA vorg...
22/03/2022

HEUTE: ‚T‘ wie Training

„Muss man das trainieren?“, werde ich manchmal gefragt, nachdem ich die Arbeit von SANIBONA vorgestellt habe. Häufig antworte ich dann augenzwinkernd: „Ja, das kann man zum Glück trainieren.“

Glücklicherweise sind unsere Kompetenzen, die harten genauso wie die weichen nicht statisch. Genauso wie wir uns fachlich immer wieder fortbilden, dürfen wir uns auch in unseren softskills immer weiterbilden.
Lebenslanges Lernen ist nämlich keine Drohung, sondern eine ungeheure Chance.
Und vieles lernen wir tatsächlich auch eher nebenbei, weil wir es auch nebenbei trainieren. Das ist auch im Umgang mit Alltagsbelastung so. Längst haben wir uns bereits in der Schule (und auch schon früher) ein bestimmtes Handlungsrepertoire dazu angeeignet. Das ist normal und gut so!
Manchmal reicht dieses Handlungsportfolio aber nicht länger aus. Vielleicht weil die Anforderungen zu schnell gewachsen sind, vielleicht weil ganz spezielle Anforderungen hinzu kamen, vielleicht auch beides. Dann können neue Strategien entwickelt und trainiert werden.
Das Schöne: in den Stresskompeteneztrainings lernen wir -quais nebenbei- auch vieles andere: etwa, wertschätzend mit uns selbst umzugehen, eine tolerante Grundhaltung, realistische Ziele verfolgen, uns selbst zu verstehen etc.
Unsere Stresskompetenz zu trainieren kann also ein echter Gamechanger sein. So ein Glück!

Welches Training war für Dich/Sie ein Glück?

HEUTE: ‚S‘ wie Stille Viel um die Ohren zu haben ….. ….das ist für viele von uns ein normaler Zustand. Aus vielen Richtu...
15/03/2022

HEUTE: ‚S‘ wie Stille

Viel um die Ohren zu haben …..

….das ist für viele von uns ein normaler Zustand.

Aus vielen Richtungen tönt es oft ununterbrochen auf uns ein:
- dies & das ist noch zu tun,
- dies & jenes nicht zu vergessen,
- Unterstützung hier geben …..
-außerdem dort zu bedenken …………
- auf keinen Fall zu übersehen …………
-und schließlich auch die innere Stimme …………

Zusätzlich leiden viele Menschen auch am zunehmenden tatsächlich akustischen Lärm am Arbeitsplatz bzw. im Home-Office. An viele dauerhafte Geräusche haben wir uns bereits in der Art gewöhnt, dass wir sie nicht mehr wahrnehmen, sondern irritiert sind, wenn sie ausbleiben.
Entlastung für das äußere UND für das innere Ohr bietet STILLLE.

Hierzu gibt es viele Möglichkeiten:
-geräuschdämmende Ohrstöpsel lassen akustische Reize weniger laut und weniger nah erscheinen
-gehörschützende Ohrabdeckungen schirmen vollständig ab
-Dauerberieselung durch Radio oder Fernseher abschalten
-sich selbst regelmäßige Schweigepausen verschaffen
-Pausen regelmäßig bewusst alleine verbringen
-regelmäßige Stillemeditationen halten
-in der Firma in Absprache mit der Geschäftsführung einen Raum der Stille einrichten (dort ist Rede- und Handyverbot, alle können den Raum für eine selbstgewählte Dauer aufsuchen)
-……??

Wie wichtig ist Stille für Deine/für Ihre Stresskompetenz?

HEUTE: ‚R‘ wie RessourcenHeute schon geduscht? Das ist kein Witz, sondern ein Impuls aus der Stresskompetenzarbeit. Die ...
08/03/2022

HEUTE: ‚R‘ wie Ressourcen

Heute schon geduscht?

Das ist kein Witz, sondern ein Impuls aus der Stresskompetenzarbeit.

Die sog. Ressourcendusche führt uns in stressigen Situationen oder anhaltenden Spitzenzeiten vor Augen, mit welchen ‚Vorräten‘ wir ausgestattet sind.

Das ist so effektiv, weil unsere gestresste Reaktion in der Regel zu einer verzerrten du minimierten Sicht unserer Kompetenzen führt. Da kann eine erfrischende Ressourcendusche die eigene Sicht wieder klären und die Kraft zurückfließen lassen.

Wie geht’s?
Idealerweise bittet die gestresste Person selbst im Team um eine Ressourcendusche. Ist ihr selbst der eigene Stress im Augenblick nicht bewusst, kann auch ein aufmerksames Teammitglied der betroffenen Person eine Dusche anbieten.

Möglich ist ebenfalls, sich z.B. in einer Stunde hierzu zu verabreden.

Das Team sitzt oder steht im Kreis, die zu ‚duschende‘ Person sitzt in der Mitte.

Die Person der Mitte bittet nun das Team um eine warme Dusche. Z.B. kann sie fragen: ‚welche meiner Stärken kann mir in der Situation xy besonders helfen?‘ oder ‚Welche Kompetenz sollte ich hier benutzen?‘ oder ‚wie habe ich ähnliches schon einmal gemeistert?‘ ‚was kann ich besonders gut?‘

Dann ist jedes Teammitglied aufgefordert, der fragenden Person eine Ressource zu nennen: Z.B. ‚ich bewundere an Dir immer, wie schnell Du Dir Unterstützung organisieren kannst.‘ oder ‚Du bist sehr klug, schon oft hast du sehr kreative Lösungen gefunden.‘ ‚Du kannst xy besonders gut, vergiss das nicht!‘ etc.
Jedes Teammitglied muss einen Duschsatz formulieren.

Je nachdem wie lange und wie gut sich das Team kennt, ist auch eine zweite Runde möglich.

Die Duschen (-Sätze) dürfen gerne mit einem konkreten Beispiel benannt werden.
Die mittige Person darf Fragen zum Verständnis stellen, ansonsten hört sie ausschließlich aufmerksam zu.

Bei den Duschsätzen sollte darauf geachtet werden, dass keine versteckten Botschaften anklingen, sondern ausschließlich Ressourcen des Duschlings benannt werden.

Der Duschling bedankt sich zum Abschluss und wendet sich wieder seinem Projekt zu.

Natürlich ist die belastende Situation davon nicht verschwunden, aber die geduschte Person gewinnt idealerweise neue Ideen, wie sie zu bewältigen ist oder/und wird vom Team gestärkt.
Wenn sie selbst um die Dusche gebeten hat, ist idR bereits in diesem Augenblick der ‚Panikschalter‘ im Kopf in Richtung Lösung umgelegt.

In manchen Unternehmen ist dieses Ritual ein regelmäßiger Bestandteil von Teamsitzungen. In jeder Sitzung darf eine Person um eine Dusche bitten oder einer Person wird eine Dusche angeboten.

Wem die Vokabeln zu kindlich erscheinen, ersetzt sie: Das Team um ein positives Feedback zur Unterstützung zu bitten, könnte ähnliche Effekte haben.

Hast Du schon mal SO geduscht?

HEUTE: ‚Q‘ wie Quad -A-Strategie Muss man häufig kurzfristig mit akuten Stresssituationen umgehen, empfiehlt sich das Tr...
02/03/2022

HEUTE: ‚Q‘ wie Quad -A-Strategie

Muss man häufig kurzfristig mit akuten Stresssituationen umgehen, empfiehlt sich das Training einer Akutstrategie. Eine Akutstrategie ersetzt NICHT das regelmäßige und kontinuierliche Erweitern und Stärken des stresskompetenten Handlungsrepertoires, sondern ergänzt es um einen individuellen Aspekt.
Kaluza hat zu diesem Zweck die sog. Quad- A-Strategie entwickelt. 4mal ‚A‘ soll in solchen Situationen die Orientierung erleichtern: Annehmen, Abkühlen, Analysieren, Aktion bzw. Ablenkung
1. Annehmen. Wir wissen es, was einfach klingt, ist nicht einfach.
Der aktiven Entscheidung zur Annahme muss die wache Wahrnehmung voraus gehen. Das Gegenteil ist Hadern, Leugnen oder/und sich verlieren in Konjunktivschleifen oder/und Schuldzuweisungen. Annehmen ist ja-sagen zu dem wie es gerade ist oder aussieht.

2. Abkühlen. Ist das Annehmen gelungen, wird das Abkühlen möglich: der Überschuss an Erregung wird kanalisiert. Das kann mit Hilfe einer Atem- oder einer anderen Entspannungsübung gelingen. Auch kurze kräftige körperliche Aktivität kann hilfreich sein. Der sprichwörtliche ‚Dampf‘ will abgelassen werden. Egal, in welcher Form es gelingt, ist auch hier das bewusste Entscheiden zum Abkühlen nützlich.

3. Analysieren. Jetzt ist es möglich schnell und präzise zu analysieren:
Kann ich etwas tun? Und ggfs. ist es angemessen, es zu tun?

4. Aktion oder Ablenkung: Zweimaliges ‚ja‘ in der Analyse zieht eine entsprechende Handlung nach sich. Bspw. werden Termine passend umgelegt, Kollegen um Hilfe gebeten oder andere Aufgaben delegiert. Nur ein ‚ja‘ oder sogar zweimal ‚nein‘ heißt: sich ablenken, um von der Angelegenheit Abstand zu gewinnen.

Viermal A als Akutstrategie. Auch diese Strategie will gelernt, geübt und trainiert sein.

Welche Akutstrategien nutzt Du?

HEUTE: ‚P‘ wie Priorität Die sog. Montagskrise.Oder: Wie setzt man sinnvoll Prioritäten?  Wir haben schon gelesen, dass ...
22/02/2022

HEUTE: ‚P‘ wie Priorität

Die sog. Montagskrise.
Oder:
Wie setzt man sinnvoll Prioritäten?

Wir haben schon gelesen, dass es hilfreich ist, To-Do-Listen zu verfassen, um sich einen Überblick über anstehende Aufgaben zu verschaffen. (siehe: ‚L‘ wie Liste)
Um zu vermeiden, dass die To- Do-Liste selbst zu einem Stressor wird, muss in einem zweiten Schritt über die Hierarchie der anfallenden Aufgaben nachgedacht werden. Prioritäten müssen gesetzt werden.

Hierzu gibt es unterschiedliche helplines:
->Etwa die Unterscheidung zwischen KANN und MUSS wie im Kapitel ‚L‘ wie Liste beschrieben, sortiert die Aufgaben in 2 Kategorien.
Dabei haben alle Punkte von ‚MUSS‘ uneingeschränkten Vorrang, erst dann werden ‚KANN‘-Punkte angegangen. Vorteil: Die Unterscheidung ist eher einfach, kann schnell getroffen werden. Nachteil: unbeliebte ‚KANN‘-Aspekte werden regelmäßig verschoben.

->Im sog. Eisenhower-Prinzip werden die Aufgaben zunächst ebenfalls in 2 Gruppen, nämlich WICHTIG oder DRINGEND unterteilt. Diese Unterscheidung ist nicht immer einfach zu treffen. Und: leicht kann man sich in einen Interessenskonflikt begeben, weil Dringlichkeit häufig von anderen definiert wird.

Dringlichkeit ergibt sich aus einer zeitlichen Dimension, Wichtigkeit eher aus der Bedeutung für das Erreichen der eigenen Ziele. Folglich entstehen mit dieser Unterscheidung 4 Prioritätsstufen:

1. A- Prio: Sehr dringend UND sehr wichtig
2. B-Prio: Wichtig, aber (noch) nicht dringend
3. C-Prio: Dringend, aber weniger wichtig
4. D-Prio: weder wichtig noch dringend

Höchste Priorität haben alle Punkte unter A. Das heisst, sie sind sofort zu erledigen. Das trifft häufig auf akute Probleme, technische Störungen u.ä. zu.

Angelegenheiten der B-Gruppe sind nun zu planen und zu terminieren. Dabei schaffen wir also genügend Raum für die Wichtigkeit und sorgen auf diese Weise dafür, dass keine Dringlichkeit entsteht.

To-Dos der Priogruppe C sind Aufgaben, die wir getrost delegieren, absagen oder auch erst gar nicht annehmen können. Haben wir regelmäßig zu viele solcher Aufgaben, dann sollten wir uns darin üben, sie zu reduzieren.

Prio D wird flapsig gerne auch Ablage ‚P‘ genannt. Hierfür sollten wir wirklich nicht viel Zeit verwenden bzw. dafür sorgen, kaum solche Aufgaben zu haben: Werbepost, Notizzettel etc. werden im Papierkorb (digital und/oder analog) entsorgt, Zuständigkeiten grundsätzlich entsprechend geordnet.

Im Ergebnis sehen wir also eine genaue Differenzierung unserer anstehenden Aufgaben, dafür verlangt die Einordnung in die Priogruppen einige Aufmerksamkeit.

Was bedeutet die sog. Montagskrise?
Zum Wochenstart ist es besonders wichtig, aber auch besonders schwierig eine differenzierte Liste zu erstellen. Manchmal fallen alle Notwendigkeiten ungefiltert am Montagmorgen über uns herein, was schnell zu der Annahme führen kann, dass ‚alles‘ dringend und ‚alles‘ wichtig sei. Gelingt dann keine sinnvolle Differenzierung, ist der Krisenmodus bereits am Montagmorgen in vollem Gang, weil auf diese Weise eine gehörige Menge Druck entsteht. Die Montagskrise eben.

Wie setzt Du Prioritäten?

HEUTE: ‚O‘ wie OptimismusDas Blaue am Himmel auch hinter den Wolken sehen oder zumindest ahnen zu können, ist eine Fähig...
15/02/2022

HEUTE: ‚O‘ wie Optimismus

Das Blaue am Himmel auch hinter den Wolken sehen oder zumindest ahnen zu können, ist eine Fähigkeit mit immenser Kraft auch im Erleben von Stress und Belastung.

Wie kommt das?
Und 2.: Können wir das nutzen?

Zuerst: In unserem Alltag sind wir ständig und beinahe ununterbrochen vielfältigen Anforderungen ausgesetzt. Das beginnt beim Klingeln des Weckers, das Checken der Zeit bis zum ‚Wirklich-Aufstehen‘, geht weiter beim Suchen der Brotdose, dem Nörgeln des Schulkindes, bei der Auswahl der Kleidung, beim wiedermal unpüntklichen Bus, etc…. All diesen Anforderungen sind wir ausgesetzt und noch vielen mehr.

Diese Anforderungen allein bedeuten noch nicht, dass wir in Stress geraten. Den entwickeln wir erst, wenn diese Anforderungen auf eine ungünstige persönliche Bewertung stoßen. ‚Ungünstig‘ im Sinne von ‚da-könnte-es-ein-Problem-geben‘ oder auch ‚hoffentlich-schaffe-ich-das‘ oder auch ‚oh je‘.

Und genau hier ist es enorm vorteilhaft, wenn unsere Persönlichkeitsstruktur eher optimistisch geprägt ist. Optimistische Menschen bewerten viele Anforderungen eher günstig als pessimistisch geprägte Menschen. Optimistisch gefestigte Personen bewerten auch kritische Situationen länger mit zuversichtlichen Einschätzungen ihres Lösungspotentials. Nicht immer sind es bewusst gedachte Gedanken, sondern viel häufiger das spontan-intuitive Gefühl als Antwort auf eine Anforderung.

2. Können wir das nutzen?

Ja, natürlich könne wir das nutzen. Zwar haben wir alle eine angeborenen Grundprägung unserer Persönlichkeitsmerkmale und damit sind (lt. Zwillingsstudien) rund 25% festgelegt. Die anderen 75% schauen wir uns bei anderen Menschen unserer Umgebung ab. Als Kinder haben wir da noch keine große Auswahl, die Eltern sind hier vor allem prägend, aber im Laufe der Zeit mehren sich die Einflüsse von Freund:innen, Lehrer:innen, später Kolleg:innen etc. Sprich: unser gesamtes soziales Umfeld.

Auf diesem Weg können wir alle gezielt unseren Optimismus- und damit auch unsere Stresskompetenz- trainieren:
-indem wir Freundschaften mit optimistischen Menschen stärken,
-pessimistischen Gedanken möglichst wenig Aufmerksamkeit schenken,
- uns im Selbstumgang in optimistischen Gedanken üben,
- im täglichen Wortschatz verstärkt von den Lösungen sprechen, statt von Problemen,
- etc.

Was machst Du/ was machen Sie um den Optimismusmuskel zu trainieren?

HEUTE: ‚N‘ wie Nein sagen Ach, schon so lange freue ich mich auch ‚N‘. Bei allen bisherigen Buchstaben habe ich mehrere ...
08/02/2022

HEUTE: ‚N‘ wie Nein sagen

Ach, schon so lange freue ich mich auch ‚N‘.
Bei allen bisherigen Buchstaben habe ich mehrere Ideen verfolgt und verworfen bis ich mich schließlich für die finale Version entschieden habe.
Hier und heute bei ‚n’ weiß ich schon seit Monaten, zu welchem Thema ich schreiben werde. Warum?

Es scheint, als hätten wir alle einen genetisch bedingten Sprachfehler, der es uns maximal erschwert, dieses Wort ‚nein‘ auszusprechen.
Und das ist umso tragischer desto genauer wir wissen, dass es wichtig ist, ab und zu klar und deutlich ‚nein‘ zu sagen.
- ‚nein‘ zu weiteren Aufträgen und Zusatzaufgaben
- ‚nein‘ zu unangenehmen, destruktiven Umgangsformen
- ‚nein‘ zu pseudofürsorglichen Unterstützungsangeboten
- ‚nein‘ zu unangemessenen und übereifrigen Spontaneinsätzen
- ‚nein‘ zu ‚da muss ich jetzt durch, wird schon irgendwie gehen‘
- ‚nein‘ zur unendlichen Selbstausbeutung
- ‚nein‘ zu längst erkannten, aber irgendwie unausrottbaren Glaubenssätzen
- ‚nein‘ zu unehrlichem Stressgerede und dabei eigentlich die eigene Wichtigkeit darstellen
- ‚nein‘ zu allem scheinheiligen Teamgetue
- ‚nein‘ ….. zu so vielem mehr.
Die Liste ist länger, nicht wahr?

Versuchen wir es so: Wie können wir deutlich, klar und unmissverständlich ‚nein‘ sagen, ohne andere vor den Kopf zu stoßen oder Schlimmeres?
- ‚ja‘, ich kann helfen, aber erst, wenn ich A und B erledigt habe.
- ‚ja‘, ich bringe mich gerne im Team ein, möchte mir selbst die Zeit einteilen können
- ‚ja‘, ich würde gerne Unterstützung annehmen, am liebsten wäre mir dies ..und jenes..
- ‚ja‘, ich darf ‚nein‘ sagen. PUNKT
- ‚ja‘, es darf anders werden, zB ……
- ‚ja‘, lass uns darüber sprechen, was uns stresst und was uns helfen würde.
- ‚ja‘, manchmal ist Teamwork schwer. Ich wünsche mir …..
- …..
Euer Ja sei ein Ja und Euer Nein ein Nein. Nur wer ‚nein‘ sagen kann, dessen ‚ja‘ hat wirklichen Wert.

Zu was sagst Du ‚nein‘? Zu was sagen Sie ‚nein‘?
Und wie lautet die Botschaft, um es deutlich zu machen??

Ich freue mich auf viele Anregungen!!

Übrigens: ‚Euer Ja sei ein Ja und Euer Nein ein Nein‘. Dieser Satz steht in der Bibel, Neues Testament, Matthäus-Evangelium, Kap.5, 37. Das Thema ist also überhaupt nicht neu! 🙃

HEUTE: ‚M‘ wie MutWas hat Mut mit Stresskompetenz zu tun? Allein die Frage ist mutig 😉. Nach meiner Erfahrung würde ich ...
01/02/2022

HEUTE: ‚M‘ wie Mut

Was hat Mut mit Stresskompetenz zu tun?

Allein die Frage ist mutig 😉.
Nach meiner Erfahrung würde ich sogar sagen: Mut ist die Voraussetzung für die Entwicklung von Stresskompetenz.

Und zwar in zweierlei Hinsichten:

->Da wäre zunächst der Mut, den es braucht, sich ehrlich selbst ins Gesicht zu sehen. Die Erkenntnis zuzulassen, dass das eine oder andere (vielleicht kleine) Detail, belastet. Das kennen wir, oder? Nicht immer fällt es uns leicht, vor uns selbst einzugestehen, dass manche Kleinigkeit Stress verursachen kann. Z.B. die Absage einer Verabredung, das Telefonat mit der Behörde, der verspätete Bus, der morgendliche Stau etc. Wir fühlen uns gerne souverän und belastbar, möchten nicht labil erscheinen.

Je größer der Stressor objektiv erscheint umso eher fühlen wir eine Erlaubnis, uns davon stressen lassen zu dürfen. Je kleiner der Stressor umso weniger Erlaubnis. Verrückt, oder? Häufig merken wir kaum, dass es uns stresst. Erst bei genauerem Hinsehen und eben genügend Mut, fühlen wir den Stress.

-> Häufig braucht es dann gleich den nächsten Mut: Wollen wir unsere alltäglichen Belastungen entspannter meistern, ist unsere Interaktion erforderlich. Anderen mitzuteilen, dass uns das Detail xy stresst, ist noch schwieriger als es vor uns selbst zu akzeptieren. Wie sage ich es? Wie reagiert die andere Person? Was denkt sie jetzt von mir? Wie geht das weiter?

Manchmal entscheiden wir ohne den Dialog, belastende Situationen zukünftig anders zu machen. Auch das erfordert unseren Mut.

Im Grunde ist es immer der Mut, zu uns selbst zu stehen: Ja, das stresst mich. Ja, ich bin nicht unverwüstbar. Ja, ich bin anders als Du denkst. Ja, kann sein, dass Du das nicht verstehen kannst, es ist aber so…

Mut tut gut. Das kann uns zukünftig helfen. Erweiterung von Stresskompetenz ist ohne Mut unmöglich.

->Welche Erkenntnis hat Dich Mut gekostet? Welche Erkenntnis brauchte Ihren Mut?
Freue mich auf mutige Anmerkungen!

Adresse

MühlStr. 30
Wackernheim
55263

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